{"id":201795,"date":"2025-06-19T05:08:18","date_gmt":"2025-06-19T05:08:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/201795\/"},"modified":"2025-06-19T05:08:18","modified_gmt":"2025-06-19T05:08:18","slug":"analyse-zum-berlintrend-die-linke-wird-zur-machtoption","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/201795\/","title":{"rendered":"Analyse zum BerlinTrend: Die Linke wird zur Machtoption"},"content":{"rendered":"<p>\tAnalyse zum BerlinTrend<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tDie Linke wird zur Machtoption<\/p>\n<p>\n        Mi. 18.06.25 | 19:11 Uhr  | Von Sebastian Sch\u00f6bel\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1750309698_986_size=708x398.jpg\" alt=\"Maximilian Schirmer, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin der Partei Die Linke (Quelle: dpa)\" title=\"Maximilian Schirmer, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin der Partei Die Linke (Quelle: dpa)\" id=\"606875311\"\/><\/p>\n<p>dpa<\/p>\n<p>Audio: rbb24 Inforadio | 19.06.2025 | Sch\u00f6bel, Sebastian | Bild: dpa <\/p>\n<p>Vor einem Jahr galt die Berliner Linke als zerstritten und am Boden \u2013 jetzt liegt sie im BerlinTrend auf Platz zwei. Parteichef Schirmer will 2026 das Rote Rathaus erobern. CDU und SPD dagegen verlieren an R\u00fcckhalt \u2013 und streiten zunehmend offen. Von Sebastian Sch\u00f6bel<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr die Linken geht der H\u00f6henflug in Berlin weiter: Galt die Partei vor einem Jahr noch als politischer Sanierungsfall, kann sie sich nun Chancen auf das Rote Rathaus machen. Denn im aktuellen <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/berlin-trend\/index.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BerlinTrend<\/a> von rbb24 Abendschau und rbb 88.8 <a href=\"https:\/\/www.inforadio.de\/rubriken\/interviews\/2025\/06\/19\/berlin-trend-die-linke-kerstin-wolter-vorsitzende.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wird die Linke mit 19 Prozent zweitst\u00e4rkste Kraft hinter der CDU<\/a> und erreicht Zustimmungswerte wie zuletzt bei der Abgeordnetenhauswahl 2021.<\/p>\n<p>Linken-Parteichef Maximilian Schirmer d\u00fcrfte sich also best\u00e4tigt f\u00fchlen in seiner Vision von einer &#8222;roten Metropole&#8220;: Nach dem deutlichen Sieg bei der Bundestagswahl in Berlin, bei der die Linke fast 20 Prozent der Zweitstimmen holte, hatte Schirmer bereits angek\u00fcndigt, nach der kommenden Berlin-Wahl 2026 die n\u00e4chste Regierung anf\u00fchren zu wollen \u2013 und zwar als &#8222;st\u00e4rkste Kraft&#8220; im politischen Berlin. Letzteres ist laut BerlinTrend zwar noch nicht erreicht, doch eine rot-gr\u00fcn-rote Koalition w\u00e4re bereits m\u00f6glich \u2013 erstmals unter linker F\u00fchrung.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1613657012\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tLinke: Mehr als 8.000 Parteieintritte<\/p>\n<p>Damit setzt sich f\u00fcr die Linke die positive Entwicklung seit der \u00fcberraschend erfolgreichen Bundestagswahl fort: Im Februar wurde nicht nur der Wiedereinzug in den Bundestag erreicht, die Partei gewann allein in der Bundeshauptstadt vier Direktmandate. Mehr als 8.000 Menschen sind in die Partei eingetreten. Viele sind politisch noch unerfahren, r\u00e4umte Schirmer ein, aber es sind viele Junge dabei. Und das wirkt sich aus: Lag die Zustimmung der 16- bis 34-J\u00e4hrigen f\u00fcr die Linke im BerlinTrend vor einem Jahr noch bei 11 Prozent, sind es nun 46 Prozent. In keiner anderen Altersgruppe war die Ver\u00e4nderung so radikal.<\/p>\n<p>Damit hat die Linke offenbar auch die Zeit der internen Spaltung hinter sich gelassen: Sowohl der Bruch durch die Gr\u00fcndung des B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht, als auch der Streit \u00fcber den Nahostkonflikt, der die Berliner Linke mehrere prominente Mitglieder gekostet hat, scheinen \u00fcberwunden. Dass die Linke im anstehenden Wahlkampf das Thema Mietenpolitik zum Schwerpunkt machen will, trifft zudem den Berliner Zeitgeist. Rund ein Viertel der Befragten im BerlinTrend gab an, dass das Thema f\u00fcr sie oberste Priorit\u00e4t habe.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tDen Satz &#8222;der Wahlkampf hat begonnen&#8220; h\u00f6rt man immer \u00f6fter<\/p>\n<p>F\u00fcr die amtierende schwarz-rote Koalition wiederum ist der BerlinTrend abermals ein Warnsignal. Wie schon bei der Umfrage im April 2024 verpassen CDU und SPD klar die Mehrheit. W\u00fcrde am Sonntag gew\u00e4hlt, k\u00f6nnten sie aller Voraussicht nach nicht zusammen weiterregieren. Zuletzt waren die Streitigkeiten und Zerw\u00fcrfnisse immer h\u00e4ufiger \u00f6ffentlich geworden, etwa bei der <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/06\/senatsverwaltung-verkehr-berlin-tempo-30.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aufhebung von Tempo-30-Zonen<\/a>, der Unterbringung von Gefl\u00fcchteten in dezentralen Unterk\u00fcnften, oder der<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/04\/berlin-senat-koaltion-streit-ausbildungsplatzumlage.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Einf\u00fchrung einer Ausbildungsplatzumlage.<\/a><\/p>\n<p>Kritik \u00fcbereinander \u00e4u\u00dfern die beiden Koalitionspartner l\u00e4ngst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand. Den Satz &#8222;der Wahlkampf hat begonnen&#8220; h\u00f6rt man immer \u00f6fter. Dass die seit Jahren \u00fcberf\u00e4llige und komplizierte <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/06\/berlin-verwaltungsreform-zustimmung-fraktionen.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verwaltungsreform auf gutem Wege ist<\/a>, zahlt derweil kaum auf das Konto beider Parteien ein. Fast siebzig Prozent der Befragten sagen im BerlinTrend, sie seien mit der Arbeit des schwarz-roten Senates unzufrieden. Das d\u00fcrfte vor allem Berlins Regierenden B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) besch\u00e4ftigen, der das Thema Verwaltungsreform zur pers\u00f6nlichen Priorit\u00e4t erkl\u00e4rt hat. Seine Zustimmungswerte aber verharren fast unver\u00e4ndert bei mageren 29 Prozent.<\/p>\n<p>Kein anderer Ministerpr\u00e4sident genie\u00dft so wenig Zuspruch wie Wegner. Etwas verloren und kraftlos wirken die Berliner Gr\u00fcnen: Den Schock der Bundestagswahl mit 5 Prozentpunkten Minus und vor allem dem Verlust des Direktmandats in ihrer Hochburg Friedrichshain-Kreuzberg hat die Partei offenbar noch nicht verkraftet.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1229011364\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tF\u00fcr das BSW ist der anf\u00e4nglich Aufschwung in Berlin vorbei<\/p>\n<p>Der Traum, die n\u00e4chste Berliner Regierung anf\u00fchren zu k\u00f6nnen, liegt Stand jetzt in weiter Ferne. In der Opposition konnten die Gr\u00fcnen bislang kaum Akzente setzen, und die Linke macht ihnen die jungen W\u00e4hler streitig. Ob die Positionierung als &#8222;NOLympia-Partei&#8220; Punkte bringen wird, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Berliner AfD wiederum hat das starke Abschneiden der Bundespartei bei der Bundestagswahl keine Zugewinne gebracht. Hier k\u00f6nnte die Debatte \u00fcber die Einstufung der Bundes-AfD als gesichert rechtsextrem eine Rolle gespielt haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr das BSW wiederum ist der anf\u00e4ngliche Aufschwung in Berlin vorbei. Lag die Partei beim BerlinTrend Ende 2024 noch bei 7 Prozent und damit auf Kurs Richtung Abgeordnetenhaus, w\u00e4re sie nun mit 4 Prozent drau\u00dfen. Offenbar schadet dem Landesverband in der Bundeshauptstadt, dass zuletzt interne Streitigkeiten \u00fcber den Einfluss der \u00fcberm\u00e4chtigen Parteichefin offen ausgetragen wurden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: Inforadio, 19.06.2025, 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Sebastian Sch\u00f6bel<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Analyse zum BerlinTrend &#8211; Die Linke wird zur Machtoption Mi. 18.06.25 | 19:11 Uhr | Von Sebastian Sch\u00f6bel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":201796,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-201795","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114708303495840679","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201795"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201795\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/201796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=201795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=201795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}