{"id":202011,"date":"2025-06-19T07:12:11","date_gmt":"2025-06-19T07:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202011\/"},"modified":"2025-06-19T07:12:11","modified_gmt":"2025-06-19T07:12:11","slug":"massentourismus-in-europa-arbeitsplaetze-aber-zu-welchem-preis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202011\/","title":{"rendered":"Massentourismus in Europa: Arbeitspl\u00e4tze, aber zu welchem Preis?"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            19\/06\/2025 &#8211; 7:00 MESZ<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>In Barcelona, Lissabon und Neapel haben am Sonntag Tausende gegen die &#8222;Touristifizierung&#8220; ihrer St\u00e4dte demonstriert. Warum sind Urlauber so unbeliebt?<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren ist der Massentourismus in Europa und anderswo aufgrund mehrerer Faktoren sprunghaft angestiegen: &#8222;Mehr verf\u00fcgbare Einkommen in den Mittelschichten vieler L\u00e4nder&#8220;, &#8222;erschwinglichere Reisen in Bezug auf Flugkapazit\u00e4ten, aber auch auf Flugpreise&#8220; und &#8222;Grenz\u00fcbertrittsm\u00f6glichkeiten, die sich im Laufe der Jahrzehnte radikal ver\u00e4ndert haben&#8220;, z\u00e4hlt Sandra Carvao, Leiterin der Abteilung f\u00fcr Marktforschung und Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Tourismus bei der UN, gegen\u00fcber Euronews auf.<\/p>\n<p>So stieg die Zahl der internationalen Touristenank\u00fcnfte laut der UN-Tourismusorganisation von 416 Millionen im Jahr 2005 auf \u00fcber 747 Millionen im Jahr 2024 an.<\/p>\n<p>Portugal zum Beispiel verzeichnete zwischen 2019 und 2024 einen Anstieg der internationalen Touristenank\u00fcnfte von 18,1 Prozent, Spanien von 12,3 Prozent und Frankreich von 12,2 Prozent, so die UN. Im Gegensatz dazu gingen die Zahlen in Italien im selben Zeitraum um 10,5 Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Tourismus schafft viele Arbeitspl\u00e4tze &#8211; aber zu welchem Preis?<\/p>\n<p>Auf der einen Seite schafft dieser Besucherzustrom Arbeitspl\u00e4tze und Einnahmen f\u00fcr die Tourismusregionen. &#8222;Es ist ein besch\u00e4ftigungsintensiver Sektor, also schafft er sehr, sehr viele Arbeitspl\u00e4tze. Mehr als 50 Prozent dieser Arbeitspl\u00e4tze werden von Frauen besetzt&#8220; und &#8222;mehr als 80 Prozent der Unternehmen im Tourismus sind kleinere und mittlere Unternehmen&#8220;, so Sandra Carvao.<\/p>\n<p>Im Jahr 2023 nahm Spanien nach Angaben der UN rund 80 Milliarden Euro im Zusammenhang mit internationalen Touristen ein. Frankreichs Einnahmen beliefen sich auf 62 Milliarden Euro, Italien und Portugal haben im Jahr 2023 49 beziehungsweise 24 Milliarden Euro durch den internationalen Tourismus eingenommen.<\/p>\n<p>Aber zu welchem Preis? Staus, \u00fcberf\u00fcllte Innenst\u00e4dte: Der Massentourismus bringt zahlreiche Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr die Einheimischen mit sich.<\/p>\n<p>Vor allem die Zunahmen von kurzfristigen m\u00f6blierten Vermietungen ist ein Problem. Die Preise f\u00fcr Wohnugen und Immobilien steigen und macht es f\u00fcr Einheimische immer schwieriger, eine Bleibe zu finden.<\/p>\n<p>Immobilienpreise exorbitant gestiegen<\/p>\n<p>Zwischen 2015 und 2023 stiegen die Immobilienpreise in der Europ\u00e4ischen Union laut dem Statistischen Amt der EU, Eurostat, um durchschnittlich 48 Prozent. Diese Anstiege waren in Ungarn (+172,5%) am st\u00e4rksten und in Finnland (+5%) am geringsten. Die Immobilienpreise stiegen im selben Zeitraum in Portugal um 105,8 Prozent, in Spanien um 47,7 Prozent, in Frankreich um 31,3 Prozent und in Italien um 8,3 Prozent.<\/p>\n<p>F\u00fcr die steigenden Mietpreise sind aber auch andere Faktoren wie steigende Baukosten und h\u00f6here Mietinvestitionen verantwortlich.<\/p>\n<p>Viele St\u00e4dte sind Opfer ihrer eignen Beliebtheit geworden und versuchen sich des Problems anzunehmen: Amsterdam hat den Bau neuer Hotels verboten und Dubrovnik hat die t\u00e4gliche Anzahl von Kreuzfahrtschiffen, die anlegen d\u00fcrfen, begrenzt.<\/p>\n<p>&#8222;Die Branche selbst muss festlegen, wie hoch die Belastbarkeit an bestimmten Reisezielen ist&#8220;, meint Sandra Carvao von der UN-Tourismusorganisation. &#8222;In dieser Situation helfen die neuen Technologien, weil man mit der Verfolgung der Bewegungen von Menschen viel erreichen kann. Sie k\u00f6nnen mehr Daten haben und Sie k\u00f6nnen bessere Informationen bekommen&#8220;, f\u00fcgt sie hinzu.<\/p>\n<p>Ein weiterer Ansatzpunkt: &#8222;Es gibt Richtlinien, die eine Diversifizierung der Nachfrage \u00fcber das Jahr hinweg beinhalten, sodass weniger Menschen zu bestimmten Zeiten reisen, sodass der Druck auf die Ressourcen des Reiseziels geringer ist&#8220;, f\u00fcgt sie hinzu.<\/p>\n<p>Auch Urlauber k\u00f6nnen etwas tun, indem sie weniger \u00fcberlastete Reiseziele bevorzugen. Tats\u00e4chlich konzentrieren sich 42 Prozent der Touristen nur auf zehn L\u00e4nder weltweit, darunter Frankreich, Spanien, die USA, aber auch Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 19\/06\/2025 &#8211; 7:00 MESZ WERBUNG In Barcelona, Lissabon und Neapel haben am Sonntag Tausende gegen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":202012,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,710,548,663,158,3934,3935,13,355,14,15,7118,12,4026,1163],"class_list":{"0":"post-202011","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-demonstrationen","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-italien","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-portugal","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-spanien","23":"tag-tourismus"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114708791114692246","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=202011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202011\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/202012"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=202011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=202011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=202011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}