{"id":202105,"date":"2025-06-19T08:04:10","date_gmt":"2025-06-19T08:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202105\/"},"modified":"2025-06-19T08:04:10","modified_gmt":"2025-06-19T08:04:10","slug":"newsblog-zur-eskalation-in-nahost-iran-und-israel-setzen-angriffe-fort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202105\/","title":{"rendered":"Newsblog zur Eskalation in Nahost &#8211; Iran und Israel setzen Angriffe fort"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Rettungskr\u00e4fte stehen vor einem stark besch\u00e4digten Geb\u00e4ude, ein Teil des vorgelagerten Platzes ist abgesperrt.\" alt=\"Rettungskr\u00e4fte stehen vor einem stark besch\u00e4digten Geb\u00e4ude, ein Teil des vorgelagerten Platzes ist abgesperrt.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/israel-iran-angriff-ramat-gan-100-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  Zerst\u00f6rtes Geb\u00e4ude in Ramat Gan bei Tel Aviv nach einem iranischen Luftangriff (AFP \/ AHMAD GHARABLI)<\/p>\n<p>                Donnerstag, 19. Juni<br \/>\n                +++ Israel nennt iranischen Angriff auf Krankenhaus ein Kriegsverbrechen +++<\/p>\n<p>Israels Regierung wertet den Einschlag einer iranischen Rakete in der Universit\u00e4tsklinik von Beerscheba im S\u00fcden des Landes als vors\u00e4tzlichen Angriff auf ein ziviles Ziel. Au\u00dfenminister Saar bezeichnete die Attacke als Kriegsverbrechen. Ministerpr\u00e4sident Netanjahu k\u00fcndigte Vergeltung an. Rettungskr\u00e4ften zufolge wurden in dem Krankenhaus und an weiteren Orten im Land mehr als 40 Menschen verletzt. Aus dem Raum Tel Aviv wurden Raketentreffer an einem Hochhaus und an anderen Wohngeb\u00e4uden gemeldet.<\/p>\n<p>                +++ Der CDU-Au\u00dfenpolitiker R\u00f6ttgen sieht die Gefahr, dass die USA an der Seite Israels in den Krieg gegen den Iran eintreten. +++<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte die gr\u00f6\u00dfte Angst von US-Pr\u00e4sident Trump sein, dass er als schwach dastehe und dass ihm die Dinge entgleiten w\u00fcrden, sagte R\u00f6ttgen im Deutschlandfunk. Nun wolle der Republikaner Teil einer milit\u00e4risch erfolgreichen Aktion sein. R\u00f6ttgen erkl\u00e4rte weiter, er glaube aber nicht, dass es ein langanhaltender Krieg werde wie im Irak oder in Afghanistan.<\/p>\n<p>Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion \u00e4u\u00dferte Kritik an der bisherigen Au\u00dfenpolitik Deutschlands. Man habe sich viel zu lange von dem iranischen Regime an der Nase herumf\u00fchren lassen, etwa durch Ank\u00fcndigungen eines Atomabkommens. Den Aufbau eines Terrornetzwerks zu ignorieren sei ein schwerer Fehler gewesen, f\u00fcgte R\u00f6ttgen hinzu.<\/p>\n<p>                +++ Die deutsch-iranische Publizistin Gilda Sahebi hat das milit\u00e4rische Vorgehen Israels gegen den Iran scharf kritisiert. +++<\/p>\n<p>Das Regime in Teheran lasse sich &#8222;auf gar keinen Fall&#8220; mit Bomben st\u00fcrzen, sagte Sahebi im Deutschlandfunk. Der Oberste F\u00fchrer des Irans, Chamenei, verfolge einzig und allein das Ziel, die Islamische Republik zu retten. Die Regierung tue &#8222;gar nichts&#8220; f\u00fcr den Bev\u00f6lkerungsschutz. Doch es gehe um Millionen von Menschenleben. Israel und die USA agierten vor diesem Hintergrund, &#8222;als w\u00e4re das alles nur ein Spiel&#8220;. F\u00fcr sie selbst sei das &#8222;schlimm mit anzusehen&#8220;, sagte die Publizistin.<\/p>\n<p>                +++ Bei einem iranischen Angriff ist auch ein israelisches Krankenhaus getroffen worden. +++<\/p>\n<p>In der Soroka-Klinik in der W\u00fcstenstadt Beerscheva schlug eine Rakete ein. Es habe mehrere Verletzte gro\u00dfen Sachschaden gegeben, sagte ein Krankenhaussprecher. Auch an anderen Orten, etwa im Gro\u00dfraum Tel Aviv, gab es Einschl\u00e4ge. Insgesamt seien mehr als 30 Menschen verletzt worden, berichten \u00f6rtliche Medien. Die israelische Armee rief die Bev\u00f6lkerung vor\u00fcbergehend auf, sich in Schutzr\u00e4ume zu begeben.<\/p>\n<p>                +++ Israel hat in der Nacht seine Angriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran fortgesetzt. +++<\/p>\n<p>Wie ein Sprecher des israelischen Milit\u00e4rs mitteilte, waren erneut Raketen-Abschussanlagen und entsprechende Depots Ziel der Luftangriffe. Zudem rief Israel die Einwohner der iranischen St\u00e4dte Arak und Khandab auf, sich in Sicherheit zu bringen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens attackierte Israel einen Schwerwasserreaktor nordwestlich der Stadt Arak. Die Anlage sei bereits zuvor evakuiert worden. Der Reaktor befindet sich etwa 250\u00a0Kilometer s\u00fcdwestlich der Hauptstadt Teheran. Schweres Wasser dient zur K\u00fchlung bestimmter Atomreaktoren und erzeugt dabei als Nebenprodukt Plutonium \u2013 einen Stoff, der potenziell zur Herstellung von Atomwaffen genutzt werden kann.<\/p>\n<p>                +++ Au\u00dfenminister Wadephul und seine Kollegen aus Frankreich und Gro\u00dfbritannien wollen morgen den iranischen Au\u00dfenminister Araghtschi treffen. +++<\/p>\n<p>Es sei ein Gespr\u00e4ch in Genf geplant, wie mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Diplomatenkreise berichten. Zuvor hatte Frankreichs Pr\u00e4sident Macron eine diplomatische Initiative angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Bundeskanzler Merz schrieb im Onlinedienst X, er unterst\u00fctze die Bem\u00fchungen. Sie seien mit den USA abgestimmt. Der Iran sei aufgerufen, jetzt schnell ein Abkommen auszuhandeln, das die gravierenden Bedenken zum Nuklearprogramm ausr\u00e4ume. Deutschland wolle dazu seinen diplomatischen Beitrag leisten.<\/p>\n<p>                +++ Der UNO-Sicherheitsrat wird sich am Freitag erneut mit dem eskalierten Konflikt zwischen Israel und dem Iran befassen. +++<\/p>\n<p>Das gab der Vorsitz des m\u00e4chtigstens Gremiums der Vereinten Nationen bekannt. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen wurde das Treffen vom Iran beantragt; das Land wurde dabei von Russland, China und Pakistan unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>                +++ Irans Vizeau\u00dfenminister Madschid Tacht-Rawantschi hat den USA f\u00fcr den Fall eines Kriegseintritts an der Seite Israels mit Vergeltung gedroht. +++<\/p>\n<p>&#8222;Wenn die Amerikaner beschlie\u00dfen, sich milit\u00e4risch einzumischen, haben wir keine andere Wahl, als Vergeltung zu \u00fcben, wo immer wir Ziele finden, auf die wir reagieren m\u00fcssen&#8220;, sagte Tacht-Rawantschi in einem Interview des US-Senders CNN. Der Iran w\u00fcrde sich dann selbst verteidigen.<\/p>\n<p>Wenn sich die Amerikaner direkt einmischen w\u00fcrden, seien dem Iran nicht die H\u00e4nde gebunden. &#8222;Wir werden alles tun, was n\u00f6tig ist, um unser Volk und unsere Interessen zu sch\u00fctzen&#8220;, betonte der Vizeau\u00dfenminister.\u00a0<\/p>\n<p>                +++ In Frankfurt ist ein erster Sonderflug mit Deutschen gelandet, die Israel aufgrund des Luftkriegs mit dem Iran verlassen haben. +++<\/p>\n<p>Die Maschine war in der jordanischen Hauptstadt Amman gestartet. An Bord befanden sich nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amts 171 Passagiere. Es war demnach keine R\u00fcckholaktion oder Evakuierung, sondern ein kommerzieller Charterflug zum Preis von 300 Euro f\u00fcr einen Platz. Alle Teilnehmer des Flugs mussten individuell nach Jordanien ausreisen. F\u00fcr Donnerstag ist ein weiterer Flug geplant.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber wollen die USA ihre B\u00fcrger aus Israel mit Kreuzfahrtschiffen und Flugzeugen evakuieren. Interessenten k\u00f6nnten sich daf\u00fcr im Internet registrieren, schrieb der US-Botschafter in Israel im Onlinedienst X. Deutsche, die derzeit im Iran festsitzen, m\u00fcssen \u00fcber die T\u00fcrkei, Armenien oder Aserbaidschan ausreisen, um dort einen Flug auf eigene Kosten zu nehmen.<\/p>\n<p>                +++ Frankreichs Pr\u00e4sident Macron hat eine diplomatische Initiative angek\u00fcndigt, um den Konflikt zwischen Israel und dem Iran beizulegen. +++<\/p>\n<p>Er habe Au\u00dfenminister Barrot beauftragt, gemeinsam mit nahestehenden europ\u00e4ischen Partnern eine anspruchsvolle Verhandlungsl\u00f6sung vorzuschlagen, erkl\u00e4rte Macron. Er verwies dabei auf die wachsende Zahl an zivilen Opfern im Iran und in Israel. Zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat Frankreichs getagt.<\/p>\n<p>Bundeskanzler Merz schrieb im Onlinedienst X, er unterst\u00fctze die Bem\u00fchungen von Bundesau\u00dfenminister Wadephul und seinen Amtskollegen aus Frankreich und Gro\u00dfbritannien gegen\u00fcber Iran. Diese seien mit den USA abgestimmt. Der Iran sei aufgerufen, jetzt schnell ein Abkommen auszuhandeln, das die gravierenden Bedenken zum Nuklearprogramm ausr\u00e4umte. Deutschland wolle dazu seinen diplomatischen Beitrag leisten.<\/p>\n<p>                +++ US-Pr\u00e4sident Trump erkl\u00e4rt, er habe die T\u00fcr f\u00fcr Verhandlungen mit dem Iran noch nicht geschlossen. +++<\/p>\n<p>Es k\u00f6nne immer noch ein Abkommen \u00fcber das Atomprogramm der Islamischen Republik geben. Iran wolle ein Treffen, sagt er und erg\u00e4nzt: &#8222;K\u00f6nnte sein, dass ich das mache.&#8220; Zu der unterirdischen iranischen Atomanlage Fordow sagte der Pr\u00e4sident, er habe dazu noch keine Entscheidung getroffen. Die Anlage kann offenbar von der israelischen Armee nicht zerst\u00f6rt werden, da sie im Gegensatz zur US-Luftwaffe nicht \u00fcber besondere, bunkersprengende Bomben verf\u00fcgt. Trump k\u00fcndigt an, er werde das weitere Vorgehen im Laufe des Tages im &#8222;Situation Room&#8220; beraten.<\/p>\n<p>                +++ Wegen \u00c4u\u00dferungen von Bundeskanzler Merz zum israelischen Angriff auf den Iran ist der deutsche Botschafter in Teheran einbestellt worden. +++<\/p>\n<p>Merz hatte in einem ZDF-Interview den Mut Israels gelobt und zugleich das Wort &#8222;Drecksarbeit&#8220; benutzt. Die iranische Regierung protestierte gegen die, wie es hie\u00df, beleidigenden \u00c4u\u00dferungen.<\/p>\n<p>                +++ Israel hat erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran beschossen. +++<\/p>\n<p>Die iranischen Staatsmedien meldeten einen Angriff nahe dem Polizei-Hauptquartier. Verschiedene Geb\u00e4ude in der N\u00e4he der Polizeizentrale seien angegriffen und mehrere Beamte verletzt worden. Die israelische Armee meldete indes erneute Angriffe auf Raketen-Abschussanlagen und -silos im Westen des Iran.<\/p>\n<p>                +++ Im Iran ist das Internet gro\u00dffl\u00e4chig zusammengebrochen. +++<\/p>\n<p>Echtzeitdaten best\u00e4tigten einen fast vollst\u00e4ndigen nationalen Internet-Blackout, wie die Organisation Netblocks mitteilte. Bewohner der Hauptstadt Teherans sowie Reporter der Nachrichtenagentur AP best\u00e4tigen den Ausfall.<\/p>\n<p>                Archiv: <a title=\"Link auf: Newsblog zur Eskalation in Nahost - Gegenseitige Angriffe gehen weiter - Deutscher Botschafter wegen Merz-\u00c4u\u00dferungen einbestellt\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gegenseitige-angriffe-gehen-weiter-deutscher-botschafter-wegen-merz-aeusserungen-einbestellt-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Newsblog von Mittwoch, 18. Juni 2025<\/a><\/p>\n<p>Diese Nachricht wurde am 19.06.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zerst\u00f6rtes Geb\u00e4ude in Ramat Gan bei Tel Aviv nach einem iranischen Luftangriff (AFP \/ AHMAD GHARABLI) Donnerstag, 19.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":202106,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-202105","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114708995354126193","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=202105"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202105\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/202106"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=202105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=202105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=202105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}