{"id":202107,"date":"2025-06-19T08:05:09","date_gmt":"2025-06-19T08:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202107\/"},"modified":"2025-06-19T08:05:09","modified_gmt":"2025-06-19T08:05:09","slug":"wie-wichtig-das-konsumverhalten-der-boomer-fuer-die-wirtschaft-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202107\/","title":{"rendered":"Wie wichtig das Konsumverhalten der Boomer f\u00fcr die Wirtschaft ist"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 19.06.2025 08:57 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Babyboomer werden oft nur unter dem problematischen Aspekt ihrer Rente betrachtet. Doch die reichste Generation Deutschlands ist Konsummotor &#8211; und als solcher zu wenig beachtet.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn Rentnerdasein auf Kaufkraft trifft: Die Generation der Babyboomer, rund 20 Millionen Deutsche, ist der wichtigste Treiber des Konsums hierzulande. Das legt eine Studie der Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCooper (pwc) nahe. Bei der Befragung zum Konsumverhalten gab es einige \u00dcberraschungen, erz\u00e4hlt Stephanie Rumpff, Handelsexpertin von pwc Deutschland: &#8222;Wie digital die Generation ist und wie aktiv sie digitale Angebote nutzt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo besitzen 94 Prozent der Befragten ein Smartphone. Immerhin noch 44 Prozent empfinden zudem die Digitalisierung als Erleichterung in ihrem Alltag. Zweite \u00fcberraschende Erkenntnis f\u00fcr Rumpff ist, &#8222;dass eine hohe Markenloyalit\u00e4t besteht, auf die Unternehmen nat\u00fcrlich sehr gut aufsetzen k\u00f6nnen.&#8220; Wenn Babyboomer sich auf eine Marke eingelassen haben und wissen, was sie erwartet, bleiben sie in der Regel dabei. Das zumindest gaben 87 Prozent in der pwc-Studie an. Auch Nachhaltigkeit spielt eine gro\u00dfe Rolle bei den Befragten. Die vermeintlich \u00e4ltere Generation geht also durchaus mit der Zeit.<\/p>\n<p>    Wohin das Geld flie\u00dft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Babyboomer: also eine durchaus digitale Generation, die ihr Geld gerne auch in Markenprodukte investiert. Der fr\u00fchere Wirtschaftsweise und Professor an der Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt, Volker Wieland, sagt, warum die Babyboomer sogar die reichste Generation ist, die je in Deutschland gelebt hat: &#8222;Das ist eine Generation, die nat\u00fcrlich jetzt \u00fcber viele Jahre auch Einkommen hatte in einer guten Phase. Wir hatten Frieden, wir hatten keinen Krieg, wir hatten Wachstum, und dementsprechend sind da auch Verm\u00f6gen aufgebaut worden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Konsum k\u00f6nne also nicht nur aus dem Einkommen, sondern zudem auch aus angespartem Verm\u00f6gen finanziert werden, rechnet Wieland vor. Eine Generation mit viel Einfluss auf die Wirtschaft also. Kein Wunder, dass diese Erfahrungen die Babyboomer &#8211; im Gegensatz zur Generation Z &#8211; laut Studie viel positiver in die Zukunft blicken lassen. Und das macht die Babyboomer in Wahrheit zu der Gruppe, auf die sich die Werbewirtschaft mit aller Kraft werfen sollte.<\/p>\n<p>    Werbewirtschaft ignoriert Babyboomer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch das tut sie nicht, kritisiert Nils Giese, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Frankfurter Kommunikationsagentur Edelman: &#8222;Wenn wir uns nur mal die Fakten anschauen: Nur f\u00fcnf bis zehn Prozent der weltweiten Marketingbudgets haben die sogenannten Babyboomer im Fokus, obwohl diese Zielgruppe f\u00fcr mehr als die H\u00e4lfte des privaten Konsums steht. Das ist nat\u00fcrlich eine sehr gro\u00dfe Differenz und Diskrepanz&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGiese vertritt die Ansicht, dass noch zu viele Klischees von \u00e4lteren Leuten in der Werbewirtschaft vorherrschen, anstatt die Lebenswirklichkeit &#8211; die in Teilen \u00e4hnlich j\u00fcngerer Generationen sein kann &#8211; in den Mittelpunkt zu r\u00fccken und damit den Umsatz zu steigern: &#8222;Bring den 65-J\u00e4hrigen und den vermeintlichen hippen 25-J\u00e4hrigen zusammen und h\u00f6re denen zu, wie die beiden \u00fcber ein Thema sprechen, wo sie eine gewisse Gemeinsamkeit haben. Alleine das kreiert so viele Aha-Effekte, dass danach der Markenverantwortliche oder der Agenturchef anders denken werden.&#8220;<\/p>\n<p>    Handel hat noch viel Potenzial<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor allem der station\u00e4re Handel w\u00fcrde davon profitieren, denn dort sind die Babyboomer stark vertreten. 80 Prozent aller Eink\u00e4ufe werden dort get\u00e4tigt, sagt die Studie von pwc. Eine provokante Frage dr\u00e4ngt sich auf: Leben die Babyboomer als Rentner auf Kosten der viel weniger gewordenen Beitragszahler &#8211; Stichwort Demografie &#8211; und verprassen gleichzeitig noch das ganze Geld, das sich in Jahrzehnten angesammelt hat?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Babyboomer leisten in jedem Fall einen hohen Beitrag zum Konsum, &#8222;das k\u00f6nnen wir ja ganz klar festhalten&#8220;, sagt Stephanie Rumpff von pwc. Gleichzeitig gebe es ja auch das Thema Schenken und Erben, denn die Babyboomer seien eben auch eine sehr sparsame Generation, die Wert darauf lege, Verm\u00f6gen zu erhalten und zu vererben. &#8222;Davon profitieren dann nat\u00fcrlich strukturell die j\u00fcngeren Generationen.&#8220; Die Babyboomer sind ganz klar ein Motor des Konsums. Wenn das jetzt auch noch st\u00e4rker in den Fokus aller Marktteilnehmer r\u00fcckt, geht Deutschland ausgedehnten Konsumzeiten entgegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.06.2025 08:57 Uhr Die Babyboomer werden oft nur unter dem problematischen Aspekt ihrer Rente betrachtet. 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