{"id":202176,"date":"2025-06-19T08:42:08","date_gmt":"2025-06-19T08:42:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202176\/"},"modified":"2025-06-19T08:42:08","modified_gmt":"2025-06-19T08:42:08","slug":"nuernberg-zusammen-schlaefts-sich-schlecht-was-paaren-hilft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202176\/","title":{"rendered":"N\u00fcrnberg | Zusammen schl\u00e4ft`s sich schlecht? Was Paaren hilft"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">N\u00fcrnberg (dpa\/tmn) &#8211; Mitten in der Nacht hellwach, weil es auf der anderen H\u00e4lfte des Bettes s\u00e4gt, r\u00f6chelt und r\u00f6hrt &#8211; das kommt Ihnen bekannt vor?\u00a0<\/p>\n<p>Auch wenn es ein schwacher Trost ist: Sie sind damit nicht allein &#8211; vor allem dann nicht, wenn Sie weiblich sind. Die Schlafmedizinerin Prof. Kneginja Richter stellt immer wieder fest, dass es \u00fcberwiegend Frauen sind, die bei Problemen mit der gemeinsamen Nachtruhe bei ihr Rat suchen. \u00abSie schlafen zwar gerne im Ehebett, haben aber Schwierigkeiten, weil der Partner schnarcht oder sich viel bewegt\u00bb, beschreibt die Chef\u00e4rztin der CuraMed-Tagesklinik in N\u00fcrnberg.\u00a0<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen sind bei Betroffenen oft Augenringe, ausgiebiges G\u00e4hnen und Tr\u00e4gheit angesagt: Der Schlaf war nicht tief genug, die notwendige Erholung fehlt.\u00a0<\/p>\n<p>Schlafprobleme unterscheiden sich bei M\u00e4nnern und Frauen<\/p>\n<p>All das l\u00e4sst sich erkl\u00e4ren: Studien zeigen n\u00e4mlich, dass das Geschlecht einen wesentlichen Einfluss auf die Art und H\u00e4ufigkeit von Schlafproblemen nimmt. Frauen sind demnach leichter weckbar. Sie reagieren empfindlicher auf Ger\u00e4usche &#8211; in Lebensphasen wie Pubert\u00e4t, Schwangerschaft, Mutterschaft oder den Wechseljahren umso mehr. Grund daf\u00fcr sind die hormonellen Umstellungen, wie Kneginja Richter erkl\u00e4rt.\u00a0<\/p>\n<p>M\u00e4nner hingegen sind h\u00e4ufiger als Frauen von obstruktiver Schlafapnoe, also n\u00e4chtlichen Atemaussetzern, und Schnarchen betroffen. Zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst sich das der Expertin zufolge auf anatomische Merkmale: M\u00e4nner haben oft einen gr\u00f6\u00dferen Halsumfang und mehr viszerales Bauchfett &#8211; also Fett, das tief im Bauchraum und zwischen den Organen sitzt.<\/p>\n<p>Einer schnarcht, eine liegt genervt daneben &#8211; klingt erst einmal nach einer unheilvollen Kombination. Kneginja Richter verweist allerdings auf Studien, wonach sich Frauen im gemeinsamen Bett wohler f\u00fchlen, obwohl sie dort schlechter schlafen. \u00abDas klingt erstmal ziemlich paradox.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Kuschelhormon l\u00e4sst Schnarchen verschmerzen<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung daf\u00fcr liegt im sogenannten Kuschelhormon Oxytocin. Dieser Botenstoff wird in der REM-Schlafphase &#8211; dem sogenannten Traumschlaf &#8211; freigesetzt, bei vertrautem K\u00f6rperkontakt umso st\u00e4rker. Bei Paaren mit einer guten Bindung zeigt sich sogar, dass sich ihre REM-Schlafphasen synchronisieren.<\/p>\n<p>\u00abDas ist wahrscheinlich der Grund, warum Frauen, obwohl sie objektiv schlechter schlafen, dennoch das Schnarchen aushalten und gemeinsam im Bett schlafen wollen\u00bb, sagt Richter, die Sprecherin des wissenschaftlichen Komitees der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) ist.\u00a0<\/p>\n<p>Abstand &#8211; aka ein XXL-Bett &#8211; kann helfen<\/p>\n<p>Doch das Kuschelhormon kann l\u00e4ngst nicht jeden Schlaffrust ausgleichen. Wenn einer das Bed\u00fcrfnis hat, das Problem anzupacken &#8211; was lohnt sich auszuprobieren? \u00abDie kosteng\u00fcnstige Variante w\u00e4re, mit Ohrst\u00f6pseln zu schlafen, wenn der Partner schnarcht\u00bb, sagt Kneginja Richter. Und: Nach M\u00f6glichkeit fr\u00fcher als der St\u00f6renfried ins Bett gehen und einschlafen.\u00a0<\/p>\n<p>N\u00e4chste Eskalationsstufe w\u00e4re, in ein neues Bett zu investieren \u00abund zwar in XXL-Gr\u00f6\u00dfe, also eine Breite von 2 oder 2,20 Metern. Dann hat jeder seine Sicherheitszone.\u00bb Und: Das Ges\u00e4ge findet nicht so nah an den eigenen Ohren statt. Am besten entscheiden sich Paare dann f\u00fcr getrennte Matratzen anstatt f\u00fcr eine gro\u00dfe. W\u00e4lzt und bewegt sich der eine, bekommt der andere weniger mit.<\/p>\n<p>Oder doch lieber getrennt schlafen?<\/p>\n<p>Es kann aber passieren, dass dieser Abstand nicht ausreicht, um die Situation zu verbessern. Dann hilft mindestens eine Wand zwischen den Schlafenden &#8211; also: getrennte Orte f\u00fcr die Nachtruhe. Ein Schritt, vor dem viele Paare Scheu haben, wie Kneginja Richter erlebt: \u00abGetrennte Betten werden oft mit Beziehungsproblemen assoziiert.\u00bb Dabei k\u00f6nnen sie genau das Gegenteil bewirken und Schlafqualit\u00e4t, Wohlbefinden und auch die Zufriedenheit mit der Sexualit\u00e4t verbessern &#8211; und damit positiv auf die Partnerschaft wirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"N\u00fcrnberg (dpa\/tmn) &#8211; Mitten in der Nacht hellwach, weil es auf der anderen H\u00e4lfte des Bettes s\u00e4gt, r\u00f6chelt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":202177,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[772,24835,2632,3364,29,553,30,141,3783,5272,13353,624,12226,66064,66065],"class_list":{"0":"post-202176","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-bayern","9":"tag-bett","10":"tag-brcmj","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-familie","14":"tag-germany","15":"tag-gesundheit","16":"tag-nuernberg","17":"tag-partnerschaft","18":"tag-psychologie","19":"tag-ratgeber","20":"tag-schlaf","21":"tag-schnarchen","22":"tag-tmn8250"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114709144848537836","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=202176"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202176\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/202177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=202176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=202176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=202176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}