{"id":202261,"date":"2025-06-19T09:26:11","date_gmt":"2025-06-19T09:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202261\/"},"modified":"2025-06-19T09:26:11","modified_gmt":"2025-06-19T09:26:11","slug":"hintergrund-ist-die-strasse-von-hormus-ein-druckmittel-des-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202261\/","title":{"rendered":"Hintergrund: Ist die Stra\u00dfe von Hormus ein Druckmittel des Iran?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>hintergrund<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.06.2025 10:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Eine Blockade der Stra\u00dfe von Hormus gilt als iranisches Druckmittel im Krieg mit Israel. Doch ein Stopp auf der extrem wichtigen Schifffahrtsroute h\u00e4tte auch f\u00fcr den Iran selbst Folgen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/sabina-matthay-104.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Sabina Matthay\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/sabina-matthay-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKaum hatte der gegenseitige Beschuss Israels und des Iran begonnen, erwog Teheran schon \u00f6ffentlich die Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus. Eine solche Blockade w\u00fcrde einen neuralgischen Punkt des weltweiten \u00d6l- und Gashandels treffen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Jeden Tag passieren rund 33 Millionen Barrel Roh\u00f6l die Meerenge&#8220;, betont \u00d6lmarktanalyst Gaurav Sharma die wirtschaftliche Bedeutung der Stra\u00dfe von Hormus. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean &#8211; und misst an ihrer schmalsten Stelle rund 55 Kilometer.<\/p>\n<p>    Blockade w\u00e4re ein Leichtes f\u00fcr den Iran<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr den Iran w\u00e4re es ein Leichtes, das Nadel\u00f6hr f\u00fcr Schiffe zu sperren. Er k\u00f6nnte das Gebiet verminen, F\u00f6rderanlagen und Pipelines zerst\u00f6ren, Tanker mit Drohnen und Raketen beschie\u00dfen. Dann w\u00e4ren die meisten \u00d6l- und Gasproduzenten in der Region vom Weltmarkt abgeschnitten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Sicherheit der Stra\u00dfe von Hormus sichere auch die Energieversorgung der Welt, mahnte deshalb ein Sprecher der katarischen Regierung. Das Emirat ist der gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcssiggasproduzent der Region. Das meiste \u00d6l stammt aus Saudi-Arabien, dem Irak und Kuwait.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrotzdem halten Fachleute eine iranische Blockade f\u00fcr eher unwahrscheinlich, auch Gaurav Sharma. Sollte der Iran diesen Weg einschlagen, schade er sich selbst und setze die Beziehungen zu seinen Nachbarn aufs Spiel, etwa die Ann\u00e4herung an den einstigen Erzfeind Saudi-Arabien, sagt der Energiemarktexperte.<\/p>\n<p>    Schifffahrtsroute f\u00fcr Iran selbst sehr wichtig<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Iran selbst verschifft t\u00e4glich rund anderthalb Millionen Barrel \u00d6l durch die Stra\u00dfe von Hormus und braucht die Eink\u00fcnfte, ebenso den Nachschub von Kriegsger\u00e4t aus Russland und China. Gerade mit China, das einen Gro\u00dfteil seines \u00d6lbedarfs vom Golf bezieht, will der Iran es sich nicht verderben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNicht zuletzt m\u00fcsste die iranische F\u00fchrung damit rechnen, dass die USA und deren Verb\u00fcndete eingreifen, um den Seeweg wieder zu \u00f6ffnen. Die f\u00fcnfte Flotte der US-Marine liegt vor Bahrain im Persischen Golf. &#8222;Kann die iranische Marine sich darauf einlassen? Wohl kaum, die Amerikaner w\u00fcrden sie plattmachen&#8220;, sagt Sharma.<\/p>\n<p>    Preisanstieg f\u00fcr \u00d6l h\u00e4lt sich bisher in Grenzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas aber, wenn der Iran das Risiko doch eingeht und pl\u00f6tzlich 20 Prozent des weltweiten Roh\u00f6langebots wegfallen? Sharma verweist darauf, dass derzeit viel \u00d6l auf dem Markt ist und der Preisanstieg infolge des Krieges sich bisher in Grenzen h\u00e4lt. Nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran legten die Preise zwar zu. Mittwochmittag kostete ein Barrel der Marke Brent 75,6 Dollar, vor einer Woche waren es noch 66 Dollar. Die Marke von 100 Dollar pro Barrel ist aber l\u00e4ngst nicht erreicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nErst ein l\u00e4ngerfristiger Ausfall der Staaten am Golf k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Experten zu einem gr\u00f6\u00dferen Preisanstieg f\u00fchren und eine internationale Wirtschaftskrise ausl\u00f6sen. Ausgemacht ist das aber nicht &#8211; wenn n\u00e4mlich Kanada, Norwegen, Brasilien und andere L\u00e4nder ihre \u00d6lf\u00f6rdermengen erh\u00f6hen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Blockade der Stra\u00dfe von Hormus w\u00fcrde also die Staaten am Golf treffen, muss also nicht unbedingt weltweite Folgen haben.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-220690.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Sabina Matthay, ARD Kairo, tagesschau, 18.06.2025 09:23 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"hintergrund Stand: 19.06.2025 10:08 Uhr Eine Blockade der Stra\u00dfe von Hormus gilt als iranisches Druckmittel im Krieg mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":202262,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,345,411,14,6000,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-202261","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-iran","10":"tag-israel","11":"tag-nachrichten","12":"tag-nahost","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114709317800250527","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=202261"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202261\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/202262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=202261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=202261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=202261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}