{"id":20244,"date":"2025-04-10T07:07:24","date_gmt":"2025-04-10T07:07:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20244\/"},"modified":"2025-04-10T07:07:24","modified_gmt":"2025-04-10T07:07:24","slug":"gescheiterter-anschlag-in-berlin-vor-30-jahren-linksextremisten-auf-bewaehrung-frei-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20244\/","title":{"rendered":"Gescheiterter Anschlag in Berlin vor 30 Jahren: Linksextremisten auf Bew\u00e4hrung frei &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">30 Jahre nach einem gescheiterten linksextremen Sprengstoffanschlag in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> sind zwei T\u00e4ter zu einer zweij\u00e4hrigen Gef\u00e4ngnisstrafe auf Bew\u00e4hrung verurteilt worden. Damit konnten Peter Krauth und Thomas Walter das Gericht als freie M\u00e4nner verlassen \u2013 nach jahrzehntelangem Untertauchen in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/S%C3%BCdamerika\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S\u00fcdamerika<\/a> und einer R\u00fcckkehr nach <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die eher geringe Strafe sei trotz des geplanten schweren Anschlags angemessen, da es letztlich beim Versuch geblieben sei. Zudem sei seit der Tat viel Zeit vergangen, die T\u00e4ter seien zur\u00fcckgekehrt und h\u00e4tten gestanden \u2013 so begr\u00fcndete das Berliner Kammergericht sein Urteil. Vorausgegangen war eine sogenannte Verst\u00e4ndigung zwischen den Prozessbeteiligten, die auch Gest\u00e4ndnisse der beiden beinhaltete.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Krauth, heute 65 Jahre alt, und Walter, 62, sowie ein inzwischen gestorbener Komplize hatten als Gruppe unter dem Namen \u201eDas K.O.M.I.T.E.E.\u201c einen Anschlag geplant, wie sie zugaben: Mit selbst gemischtem Sprengstoff wollten sie im April 1995 eine Baustelle in Berlin-Gr\u00fcnau in die Luft jagen, um zu verhindern, dass dort eine Abschiebehaftanstalt entsteht. Zuf\u00e4llig tauchte eine Polizeistreife auf, der Anschlag wurde vereitelt. Die Polizisten fanden den als gestohlen gemeldeten Lieferwagen samt Sprengstoff im Laderaum und Flugbl\u00e4ttern in der Fahrerkabine. Darauf stand: \u201eAchtung Lebensgefahr. Sprengung des Knastgeb\u00e4udes!\u201c Diese Zettel wollten die T\u00e4ter an alle Eing\u00e4nge der Baustelle h\u00e4ngen, um Bauarbeiter zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Polizei fand aber auch Ausweispapiere der T\u00e4ter. Das Trio floh, tauchte unter und sp\u00e4ter in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Venezuela\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Venezuela<\/a> wieder auf und wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht. Um das Leben im Untergrund beenden zu k\u00f6nnen, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/venezuela-linksextremismus-anschlag-berlin-flucht-deal-gericht-prozess-li.3217376\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lie\u00dfen Krauth und Walter \u2013 der dritte Beteiligte war 2021 verstorben \u2013 schlie\u00dflich ihre Anw\u00e4lte einen Deal mit der Bundesanwaltschaft schlie\u00dfen<\/a>: eine R\u00fcckkehr nach Deutschland samt Gest\u00e4ndnis f\u00fcr milde Strafen im Gegenzug. So gaben die beiden auch zu, mit der Gruppe \u201eDas K.O.M.I.T.E.E.\u201c im Jahr 1994 das B\u00fcro eines Kreiswehrersatzamts in Brandenburg angez\u00fcndet zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30 Jahre nach einem gescheiterten linksextremen Sprengstoffanschlag in Berlin sind zwei T\u00e4ter zu einer zweij\u00e4hrigen Gef\u00e4ngnisstrafe auf Bew\u00e4hrung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20245,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,148,12623,16,1991,149,1700],"class_list":{"0":"post-20244","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leserdiskussion","12":"tag-linksextremismus","13":"tag-politik","14":"tag-suedamerika","15":"tag-sueddeutsche-zeitung","16":"tag-venezuela"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114312409575715585","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20244"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20244\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}