{"id":202649,"date":"2025-06-19T12:57:09","date_gmt":"2025-06-19T12:57:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202649\/"},"modified":"2025-06-19T12:57:09","modified_gmt":"2025-06-19T12:57:09","slug":"schuetzinnen-der-st-sebastianus-bruderschaft-feiern-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202649\/","title":{"rendered":"Sch\u00fctzinnen der St. Sebastianus Bruderschaft feiern Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Sch\u00fctzenfest in Wittlaer beginnt traditionell an Fronleichnam. Bereits um 9 Uhr morgens wurde auch in diesem Jahr im Festzelt am Grenzweg ein Gottesdienst gefeiert, dem eine feierliche Prozession durch den Stadtteil folgte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor dem Festzelt versammelten sich einige Frauen und sprachen \u00fcber die Anf\u00e4nge ihrer Zeit als erste weibliche Sch\u00fctzen: Bianca Japcke, Julia Gotzes, Heike Bernshausen, Karla Schmitz, Andrea Kappert und Melanie N\u00fchlen. Inzwischen sind 25 Jahre vergangen, eine lange Zeit, auch f\u00fcr die Erinnerung. Melanie N\u00fchlen war 13 Jahre alt, als sie der Wittlaerer Bruderschaft beitrat. In der Festschrift zum diesj\u00e4hrigen Fest schreibt sie: \u201eSchon als kleines M\u00e4dchen wollte ich unbedingt in die Bruderschaft. Wenn das Tambourcorps in der N\u00e4he spielte, rannten wir zur Stra\u00dfe, um den Kl\u00e4ngen der Marschmusik zu lauschen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nat\u00fcrlich gab es damals auch Widerst\u00e4nde. \u201eWir sind eine Bruderschaft, keine Geschwisterschaft\u201c, hie\u00df es. Kaspar Hilger, der Pressesprecher der Wittlaerer Sch\u00fctzen, erz\u00e4hlt ebenfalls von kritischen Stimmen, die aber irgendwann verstummten. Sp\u00e4testens als die Satzung ge\u00e4ndert wurde und Frauen volle Mitgliedsrechte erhielten. Wie beeinflusst das Sch\u00fctzin-Sein das Leben \u00fcber das Jahr hinweg?<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Isabelle Grabinsky vom Tambourcorps erz\u00e4hlt von den w\u00f6chentlichen Proben und vielerlei Auftritten auf Festen in den benachbarten Gemeinden. \u201eUnd dann kommen noch die \u00fcblichen Sachen, die im Dorf anfallen, da m\u00fcsste man jetzt eine ganz lange Liste machen.\u201c Zu nennen sind vor allem der St. Martins-Umzug, Spendensammlungen und die Pflege der Kriegsgr\u00e4ber. Nicht zu vergessen das Sch\u00fctzenfest, dessen Organisation einen erheblichen Zeitaufwand mit sich bringt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht alle der acht Wittlaerer Kompanien nehmen Frauen auf, die Erw\u00e4hnung dieses Punkts erzeugt Heiterkeit in der Runde. Kaspar Hilger blickt nach vorn: \u201eIch glaube, \u00fcber Sch\u00fclersch\u00fctzinnen und Jungsch\u00fctzinnen wird der Weg f\u00fcr alle Teile der Bruderschaft geebnet.\u201c Bei einem Mitgliederstand von knapp 160 sind 38 Frauen doch eine beachtliche Zahl, findet die Gespr\u00e4chsrunde. Eine knappe Antwort gibt es auf die Frage nach den Unterschieden im m\u00e4nnlichen oder weiblichen Sch\u00fctzenleben: \u201eDa sind einfach keine Unterschiede\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das betrifft auch den Nachwuchs. Wer einmal an dem Leben der Sch\u00fctzenfamilie teilgenommen hat, will bleiben, davon ist Melanie N\u00fchlen \u00fcberzeugt: \u201eEin Beispiel daf\u00fcr, dass Uniform nicht wehtut, ist der Vater meiner Kinder. Eigentlich wollte er nie Uniform tragen. Doch nach nur einem Sch\u00fctzenfest wurde er Mitglied. Heute ist er nicht nur stellvertretender Zugf\u00fchrer unserer Kompanie, sondern strebt auch das Amt des Schie\u00dfmeisters an.\u201c Und das Schie\u00dfen? Da halten es die Damen \u00e4hnlich wie die meisten m\u00e4nnlichen Mitglieder: mal ist man mehr, mal weniger aktiv, aber beim j\u00e4hrlichen Schie\u00dfen auf den Vogel am Hochstand wollen fast alle mitmachen. Eine Sch\u00fctzenschwester war sogar schon mal Sch\u00fctzenk\u00f6nigin und sp\u00e4ter Traditionsk\u00f6nigin: Andrea Kappert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die St. Sebastianus Bruderschaft Wittlaer kann auf eine stolze Tradition zur\u00fcckblicken. Gegr\u00fcndet 1431 geh\u00f6rt sie zu den \u00e4ltesten in der Region. An Fronleichnam geh\u00f6rte der Nachmittag der Jugend und den Kindern. Sogar ein Zauberer war im Festzelt zu Gast. Am Freitag wird es einen Sternmarsch zur Pfarrkirche St. Remigius geben, gefolgt von einer Kranzniederlegung am Ehrenmal. Zusammen mit den Tambourcorps aus Wittlaer und Kaiserswerth sowie dem Musikverein Stein ist ein Platzkonzert geplant. Nach einem Gro\u00dfen Zapfenstreich wird die Partyband Roland Br\u00fcggen zum Tanz aufspielen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Samstag fr\u00fch geschieht das traditionelle Wecken durch das Tambourcorps. Ein Event, auf das sich die weiblichen Mitglieder besonders freuen. Am Sonntag findet erneut ein Festgottesdienst statt, anschlie\u00dfend das gro\u00dfe Schie\u00dfen auf den K\u00f6nigs- und den Prinzenvogel. Die neuen Majest\u00e4ten werden bei ihrem feierlichen Umzug durch das Dorf von allen Aktiven begleitet, bevor sie im Festzelt gekr\u00f6nt werden. Mit einem weiteren Zapfenstreich und der Gratulation der neuen Majest\u00e4ten findet das diesj\u00e4hrige Sch\u00fctzenfest dann seinen Abschluss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Sch\u00fctzenfest in Wittlaer beginnt traditionell an Fronleichnam. 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