{"id":202872,"date":"2025-06-19T14:58:13","date_gmt":"2025-06-19T14:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202872\/"},"modified":"2025-06-19T14:58:13","modified_gmt":"2025-06-19T14:58:13","slug":"prozess-beginnt-im-november-vor-dem-eugh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202872\/","title":{"rendered":"Prozess beginnt im November vor dem EuGH"},"content":{"rendered":"<p>Vorlesen<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline group grid items-center rounded-8 bg-whitelilac text-black grid-cols-[min-content_34px] gap-8 px-8 py-[6px] text-12 hover:bg-magenta hover:text-whitelilac hover:dark:text-salemsfur\" href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEIJQzYzeY7hM4UzfQTU6gT8qFAgKIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_\/sections\/CAQqKggAIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_KhQICiIQglDNjN5juEzhTN9BNTqBPzDMh8gG?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" aria-label=\"Auf Google News folgen\">News folgen<\/a><img style=\"--width:16;--height:16\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg\" alt=\"Teilen Menu auf machen\" title=\"Teilen Menu auf machen\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:contrast-200 group-hover:grayscale group-hover:invert dark:group-hover:invert dark:contrast-200 dark:grayscale dark:invert\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Waren Online-Gl\u00fccksspiele hierzulande jahrelang gesetzeswidrig? Diese Frage soll bald der Europ\u00e4ische Gerichtshof kl\u00e4ren. Sollte er sie mit Ja beantworten, droht der Sportwettenindustrie eine milliardenschwere Klagewelle.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dieses Versprechen klingt f\u00fcr viele Sportwetten-Fans fast zu sch\u00f6n, um wahr zu sein: Geld, das man beim Online-Gl\u00fccksspiel verloren hat, kann man sich zur\u00fcckholen. Das stellen hierzulande immer mehr Kanzleien und sogenannte Prozessfinanzierer in Aussicht, werben offensiv damit. Sie haben sich darauf spezialisiert, gegen Anbieter von Sportwetten und auch Online-Casinos gerichtlich vorzugehen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Worauf sich die Kl\u00e4ger berufen: Zahlreiche Sportwetten-Anbieter wie unter anderem Tipico, Betano oder bwin haben in Deutschland zwischen 2013 und 2021 ohne eine deutsche Lizenz agiert. Folglich w\u00e4ren ihre Angebote illegal und die geschlossenen Vertr\u00e4ge zwischen Anbieter und Spieler nichtig. Einige Gerichte hierzulande f\u00e4llten bereits Urteile zugunsten der Spieler, Tausende Verfahren laufen derzeit noch.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wichtig: Es geht dabei ausschlie\u00dflich um online abgeschlossene Wetten in besagtem Zeitraum. Von einem m\u00f6glichen R\u00fcckforderungsvolumen von 20 Milliarden Euro ist die Rede.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Erst im Jahr 2021 wurde der deutsche Markt von Online-Gl\u00fccksspielen mit dem neuen Gl\u00fccksspielstaatsvertrag offiziell und einheitlich geregelt. Vorher war der hiesige Markt unreguliert, es gab entsprechend auch keine Lizenzen, die Anbieter h\u00e4tten erwerben k\u00f6nnen. Wetten boten sie dennoch an. Die einen behaupten, genau das war illegal. Die anderen, n\u00e4mlich die Sportwetten-Anbieter, beziehen sich auf geltendes Europarecht, wonach ihre Gesch\u00e4fte erlaubt waren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Gespannt wartet die Branche daher auf eine Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs in Luxemburg. Dort ist der Leitprozess der Hamburger Prozessfinanzierer Gamesright gegen den gr\u00f6\u00dften Wettanbieter in Deutschland, Tipico, inzwischen gelandet.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Nachdem der <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/bgh\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesgerichtshof<\/a> (BGH) Anfang 2024 noch einen Hinweisbeschluss herausgegeben hatte, der zugunsten der Spieler ausfiel, setzte das oberste deutsche Gericht das Verfahren anschlie\u00dfend jedoch aus und gab den Fall zum Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) nach Luxemburg weiter, wo er abschlie\u00dfend entschieden werden soll. Nach t-online-Informationen beginnt die Verhandlung im November dieses Jahres.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-1\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/gamesright-co-foundern-christoph-gerstner-rechts-und-hannes-beuck-links-zusammen-mit-dem-markenbotsc.jpeg\" alt=\"Gamesright Co-Foundern Christoph Gerstner (rechts) und Hannes Beuck (links) zusammen mit dem Markenbotschafter Marcell Jansen.\" title=\"Gamesright Co-Foundern Christoph Gerstner (rechts) und Hannes Beuck (links) zusammen mit dem Markenbotschafter Marcell Jansen.\" width=\"1194\" height=\"672\" class=\"h-full w-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/>Die Gamesright-Gr\u00fcnder Christoph Gerstner (r.) und Hannes Beuck (l.) zusammen mit dem Markenbotschafter und Ex-Nationalspieler Marcell Jansen. (Quelle: Gamesright)<\/a><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dort soll entschieden werden, ob das Fehlen einer Lizenz den Gl\u00fccksspielanbietern negativ ausgelegt werden kann, auch wenn diese im betreffenden Zeitraum keine Gelegenheit hatten, eine zu beantragen \u2013 und Wettende ihre Eins\u00e4tze entsprechend zur\u00fcckfordern k\u00f6nnen oder nicht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Tipico beruft sich darauf, dass sein Online-Angebot nach europ\u00e4ischem Recht zu jeder Zeit legal war: &#8222;Bis Oktober 2020 durfte Tipico auf Basis der bereits seit 2004 erteilten maltesischen Sportwettlizenz und auf Basis der Dienstleistungsfreiheit des Binnenmarktes der Europ\u00e4ischen Union ihr Angebot auch in Deutschland legal anbieten&#8220;, hie\u00df es im letzten Jahr vonseiten des Gl\u00fccksspiel-Unternehmens im <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/ndr\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NDR<\/a>.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Gamesright h\u00e4lt dagegen, Mitgr\u00fcnder Hannes Beuck sagt zu t-online: &#8222;Die rechtliche Grundlage daf\u00fcr ist eindeutig: Zwischen 2013 und 2021 waren viele Anbieter ohne g\u00fcltige Lizenz aktiv, ihre Angebote damit verboten. Vertr\u00e4ge mit diesen Anbietern sind nach \u00a7 134 BGB nichtig, was bedeutet, dass Verluste r\u00fcckforderbar sind.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Unternehmen wie Gamesright vermitteln den Spielern dabei Anw\u00e4lte und \u00fcbernehmen die Prozesskosten gegen eine Provision im Erfolgsfall oder kaufen Ihnen ihre Forderungen direkt ab.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wer kann sein Geld zur\u00fcckfordern? Alle Spieler mit Wohnsitz in Deutschland, die im genannten Zeitraum bei Online-Sportwetten verloren haben. Beuck erkl\u00e4rt: &#8222;Erfahrungsgem\u00e4\u00df lohnt sich eine R\u00fcckforderung ab etwa 2.000\u202fEuro \u2013 bei geringeren Summen kann der Aufwand den potenziellen Ertrag \u00fcbersteigen. Grunds\u00e4tzlich gilt: Je h\u00f6her der Verlust, desto wirtschaftlicher ist das Verfahren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Er verspricht: &#8222;F\u00fcr unsere Kunden besteht dabei kein Kostenrisiko, da wir nach dem Prinzip des Erfolgshonorars arbeiten.&#8220; Eine Vorpr\u00fcfung von m\u00f6glichen R\u00fcckforderungsanspr\u00fcchen sei f\u00fcr den Kunden kostenlos und unverbindlich.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Tipico seinerseits weist die Vorw\u00fcrfe entschieden zur\u00fcck. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Axel Hefer \u00e4u\u00dferte sich k\u00fcrzlich in der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220; (FAZ) \u00fcberzeugt davon, dass man &#8222;auf Grundlage der EU-rechtlichen Regelungen das Richtige gemacht&#8220; habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"VorlesenNews folgenArtikel teilen Waren Online-Gl\u00fccksspiele hierzulande jahrelang gesetzeswidrig? Diese Frage soll bald der Europ\u00e4ische Gerichtshof kl\u00e4ren. 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