{"id":202885,"date":"2025-06-19T15:05:21","date_gmt":"2025-06-19T15:05:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202885\/"},"modified":"2025-06-19T15:05:21","modified_gmt":"2025-06-19T15:05:21","slug":"putin-offen-fuer-gespraech-mit-merz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/202885\/","title":{"rendered":"Putin offen f\u00fcr Gespr\u00e4ch mit Merz"},"content":{"rendered":"<p>St. Petersburg (dpa) &#8211; Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat sich zu einem Gespr\u00e4ch mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) bereiterkl\u00e4rt. Wenn Merz anrufen und reden wolle, dann sei Russland offen f\u00fcr diese Kontakte, sagte Putin in St. Petersburg der Deutschen Presse-Agentur. \u00abWir sind immer daf\u00fcr offen.\u00bb<\/p>\n<p>Mit Blick auf seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine sagte der Pr\u00e4sident, dass Russland Deutschland nicht als neutral und deshalb nicht als Vermittler in dem Konflikt sehe. Deutschland stehe auf der Seite der Ukraine, liefere Panzer an das Land und sei so an den Kampfhandlungen beteiligt.<\/p>\n<p>Der Kremlchef \u00e4u\u00dferte sich bei einem Treffen mit Vertretern gro\u00dfer internationaler Nachrichtenagenturen &#8211; erstmals \u00f6ffentlich zum Kanzler seit dessen Wahl im Mai. Merz hatte seit seinem Amtsantritt bisher keinen Kontakt zu Putin, forderte den Kremlchef aber wiederholt in Reden und auch in Kiew zu einer Waffenruhe im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auf &#8211; ohne Erfolg.<\/p>\n<p>Die deutsch-russischen Beziehungen sind auf dem Tiefpunkt. Vor allem Merz steht in Moskau in der Kritik, auf Konfrontation mit Russland aus zu sein. Russland st\u00f6rt sich an den Waffenlieferungen an die Ukraine und warnt besonders davor, Kiew den Marschflugk\u00f6rper Taurus f\u00fcr Angriffe auf russisches Gebiet zu liefern. Putin sagte nun, dass die deutsche Hilfe keinen Einfluss habe auf den Gang der Kampfhandlungen in der Ukraine.<\/p>\n<p>F\u00fcr Moskau gilt Deutschland als feindliches Land<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, hatte unl\u00e4ngst in einer Botschaft an den Bundestag vor einer Eskalation der Lage zwischen beiden L\u00e4ndern gewarnt. Konkreter Anlass waren \u00c4u\u00dferungen von Merz. Wolodin sagte: \u00abWir wissen, dass die deutsche Regierung plant, eine Raketenproduktion in der Ukraine aufzubauen. Damit wird die BRD immer mehr in ein milit\u00e4risches Vorgehen gegen Russland hineingezogen.\u00bb<\/p>\n<p>Im russischen Angriffskrieg hat sich die deutsche Politik an die Seite der Ukraine gestellt; Moskau stuft Deutschland deshalb als feindliches Land ein. Wolodin behauptete zwar, Russland habe \u00abkeinen einzigen Schritt gegen die Interessen Deutschlands gemacht\u00bb. Er unterschlug damit aber eine ganze Reihe Aktionen, f\u00fcr die Russland verantwortlich gemacht wird: Sie reichen vom Hackerangriff auf den Bundestag 2015, die Ermordung eines Georgiers durch einen russischen Geheimdienstler 2019 in Berlin, einen Brandanschlag auf ein Frachtflugzeug bis zu j\u00fcngsten Spionageakten gegen die Bundeswehr.<\/p>\n<p>Auftakt zu St. Petersburger Internationalem Wirtschaftsforum<\/p>\n<p>Die traditionelle Fragerunde Putins mit westlichen Journalisten ging am ersten Tag des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) diesmal im sanierten Konservatorium der Millionenmetropole \u00fcber die B\u00fchne. Kremlsprecher Dmitri Peskow erkl\u00e4rte, dass Putin im Gespr\u00e4ch mit westlichen Nachrichtenagenturen die russische Position m\u00f6glichst ungefiltert transportieren wolle.<\/p>\n<p>Russland nutzt das Forum, um sich der Welt zu pr\u00e4sentieren und der vom Westen angestrebten internationalen Isolation zu trotzen. Zudem gilt das SPIEF als Schauplatz f\u00fcr die Umgehung der Sanktionen gegen die Rohstoffmacht. Moskau selbst bezeichnet die Strafma\u00dfnahmen als illegal. Angesetzt ist unter anderem ein Business-Dialog Russland-USA nach der Wiederann\u00e4herung beider L\u00e4nder unter US-Pr\u00e4sident Donald Trump.<\/p>\n<p>20.000 Teilnehmer aus 140 L\u00e4ndern erwartet<\/p>\n<p>In diesem Jahr werde bis Samstag nach Angaben der Organisatoren rund 20.000 Teilnehmer aus 140 L\u00e4ndern zum gr\u00f6\u00dften Wirtschaftsereignis des Landes erwartet. Kremlchef Putin h\u00e4lt an diesem Freitag \u2013 wie jedes Jahr \u2013 eine wirtschaftspolitische Rede und beantwortet auf einem Podium Fragen.<\/p>\n<p>Trotz der eingeschr\u00e4nkten Wirtschaftskontakte besuchen viele Unternehmer und Redner aus westlichen Staaten das Forum. Zwar verzeichnet Russland dank Kriegswirtschaft und Rohstoffverk\u00e4ufen weiterhin ein vergleichsweise hohes Wachstum. Zu schaffen machen dem Land aber eine hohe Inflation und ein hoher Leitzins, der Investitionen teuer macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"St. Petersburg (dpa) &#8211; Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat sich zu einem Gespr\u00e4ch mit Kanzler Friedrich Merz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":202886,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,508,30,8221,4046,62,1209,307,9986,5225,4418],"class_list":{"0":"post-202885","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-diplomatie","11":"tag-germany","12":"tag-konflikte","13":"tag-krieg","14":"tag-medien","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-russland","17":"tag-staatsoberhaupt","18":"tag-welthandel","19":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114710651164672029","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=202885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/202885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/202886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=202885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=202885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=202885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}