{"id":203074,"date":"2025-06-19T16:51:12","date_gmt":"2025-06-19T16:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/203074\/"},"modified":"2025-06-19T16:51:12","modified_gmt":"2025-06-19T16:51:12","slug":"kein-gruener-stahl-arcelormittal-stoppt-plaene-fuer-werk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/203074\/","title":{"rendered":"Kein &#8222;gr\u00fcner Stahl&#8220; \u2013 ArcelorMittal stoppt Pl\u00e4ne f\u00fcr Werk"},"content":{"rendered":"<p>Konzern stoppt Pl\u00e4ne <\/p>\n<p>Aus Bremen kommt nun doch kein &#8222;gr\u00fcner Stahl&#8220;<\/p>\n<p>19.06.2025 &#8211; 18:44 UhrLesedauer: 3 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2025\/06\/bCZtxGGYChXP\/1661x491:2339x1316\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/blick-auf-das-stahlwerk-von-arcelormittal-in-bremen-archivbild-der-umbau-hin-zu-einer-klimafreundlichen-produktion-wurde-gestoppt.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/blick-auf-das-stahlwerk-von-arcelormittal-in-bremen-archivbild-der-umbau-hin-zu-einer-klimafreundlic.jpeg\" alt=\"Blick auf das Stahlwerk von ArcelorMittal in Bremen (Archivbild): Der Umbau hin zu einer klimafreundlichen Produktion wurde gestoppt.\" title=\"Blick auf das Stahlwerk von ArcelorMittal in Bremen (Archivbild): Der Umbau hin zu einer klimafreundlichen Produktion wurde gestoppt.\" width=\"2339\" height=\"1316\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex h-full w-full max-w-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Blick auf das Stahlwerk von ArcelorMittal in Bremen (Archivbild): Der Umbau hin zu einer klimafreundlichen Produktion wurde gestoppt. (Quelle: IMAGO\/Eckhard Stengel)<\/p>\n<p>Vorlesen<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline group grid items-center rounded-8 bg-whitelilac text-black grid-cols-[min-content_34px] gap-8 px-8 py-[6px] text-12 hover:bg-magenta hover:text-whitelilac hover:dark:text-salemsfur\" href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAqBwgKMIK-twswj9nOAw\" aria-label=\"Auf Google News folgen\">News folgen<\/a><img style=\"--width:16;--height:16\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg\" alt=\"Teilen Menu auf machen\" title=\"Teilen Menu auf machen\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:contrast-200 group-hover:grayscale group-hover:invert dark:group-hover:invert dark:contrast-200 dark:grayscale dark:invert\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">ArcelorMittal zieht sich vom &#8222;gr\u00fcnen Stahl&#8220; in Bremen zur\u00fcck und begr\u00fcndet den Schritt mit wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Senat zeigt sich entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">R\u00fcckschlag f\u00fcr den Umbau der Stahlindustrie in Deutschland: ArcelorMittal stoppt die Pl\u00e4ne zur Dekarbonisierung der Flachstahlwerke in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/bremen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bremen<\/a> und <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/eisenhuettenstadt\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eisenh\u00fcttenstadt<\/a>. Als Gr\u00fcnde nannte der Konzern die aktuelle Marktlage und fehlende Wirtschaftlichkeit einer CO\u2082-armen Stahlproduktion. Die zugesagten staatlichen F\u00f6rdermittel f\u00fcr den &#8222;gr\u00fcnen Stahl&#8220; werden nicht genutzt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">ArcelorMittal betonte, zur Bekanntgabe der Entscheidung verpflichtet zu sein. Der Vertrag mit der <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/bundesregierung\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesregierung<\/a> \u00fcber 1,3 Milliarden Euro F\u00f6rdermittel sah einen Baustart bis Juni 2025 vor. Geplant waren Direktreduktionsanlagen (mit Wasserstoff) und Elektrolichtbogen\u00f6fen (mit Strom).<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Wir wissen die Finanzierung durch die Bundesregierung und das Land Bremen sowie die Unterst\u00fctzung des Landes Brandenburg f\u00fcr dieses Projekt zu sch\u00e4tzen&#8220;, sagte Geert Van Poelvoorde, Chef von ArcelorMittal Europe. Aber selbst mit der finanziellen Unterst\u00fctzung sei die Wirtschaftlichkeit der Umstellung nicht ausreichend gegeben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Bremer Senat sprach von einer &#8222;Absage der Dekarbonisierung der H\u00fctten&#8220;. Man sei tief entt\u00e4uscht und ver\u00e4rgert, da Politik und Unternehmen lange gemeinsam an einer Perspektive f\u00fcr das Stahlwerk gearbeitet h\u00e4tten. Das Land Bremen hatte rund 250 Millionen Euro f\u00fcr den Umbau zugesagt.<\/p>\n<p>Bovenschulte: &#8222;Schwerer Schlag f\u00fcr Wirtschaftsstandort Bremen&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">B\u00fcrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte: &#8222;Dass ArcelorMittal sich von der Transformation der Stahlindustrie verabschiedet, ist nicht nur ein schwerer Schlag f\u00fcr den Bremer Wirtschaftsstandort und f\u00fcr die Zukunft der H\u00fctte. Es ist vor allem ein schwerer Schlag f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten und ihre Familien.&#8220; Bovenschulte forderte vom Konzern ein klares Bekenntnis zum Standort und zur Stahlproduktion in Bremen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) sagte, die Landesregierung tue alles, um gemeinsam mit Besch\u00e4ftigten, Stadt und Konzern die Arbeitspl\u00e4tze im Werk Eisenh\u00fcttenstadt zu sichern: &#8222;Der Industriestandort Deutschland und Europa darf nicht gef\u00e4hrdet werden.&#8220; Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) sagte: &#8222;Wir bedauern, dass das Unternehmen die zugesagte F\u00f6rderung aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen und F\u00f6rderauflagen sowie dem gro\u00dfen Wettbewerbsdruck auf den internationalen Stahlm\u00e4rkten nicht in Anspruch nimmt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">ArcelorMittal will sich in Bremen und Eisenh\u00fcttenstadt nun auf die Planung von Elektrolichtbogen\u00f6fen konzentrieren \u2013 um vorbereitet zu sein, wenn diese wirtschaftlich betrieben werden k\u00f6nnen. Urspr\u00fcnglich sollten bis zum Jahr 2030 je ein Hochofen in Bremen und Eisenh\u00fcttenstadt ersetzt werden. In Bremen war der Bau einer Direktreduktionsanlage sowie eines Elektrolichtbogenofens geplant. Perspektivisch sollten beide mit &#8222;gr\u00fcnem&#8220; Wasserstoff betrieben werden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Voraussetzung f\u00fcr den Umbau seien laut Konzern wettbewerbsf\u00e4hige Strompreise und ausreichend verf\u00fcgbarer Wasserstoff. Aktuell gilt Wasserstoff jedoch als knapp und teuer. Zudem beklagen Unternehmen in Deutschland seit Jahren hohe Strompreise im internationalen Vergleich.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Stahlindustrie geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften CO\u2082-Verursachern in Deutschland. Sie ist entscheidend, um die nationalen Klimaziele zu erreichen. Direktreduktionsanlagen (DRI), die statt Kokskohle &#8222;gr\u00fcnen&#8220; Wasserstoff nutzen, gelten dabei als zentral. &#8222;Gr\u00fcn&#8220; ist Wasserstoff, wenn er aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne gewonnen wird. ArcelorMittal erkl\u00e4rte, &#8222;gr\u00fcner&#8220; Wasserstoff sei noch keine tragf\u00e4hige Energiequelle und DRI-Anlagen auf Erdgasbasis als \u00dcbergangsl\u00f6sung wirtschaftlich nicht tragbar.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Umstellung vom Hochofen zum Elektrolichtbogenofen bedeutet den Wechsel von Kohle zu Strom und Erdgas. Doch: &#8222;Die aktuellen Strompreise in Deutschland sind sowohl im internationalen Vergleich als auch im Vergleich zu den europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern hoch.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Neue Elektrolichtbogen\u00f6fen entstehen deshalb zun\u00e4chst in L\u00e4ndern mit g\u00fcnstiger und planbarer Stromversorgung. So will ArcelorMittal den n\u00e4chsten Ofen im franz\u00f6sischen D\u00fcnkirchen bauen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Trotz allem h\u00e4lt der Konzern an seinen Klimazielen fest \u2013 auch wenn es laut eigener Einsch\u00e4tzung immer unwahrscheinlicher wird, die CO\u2082-Vorgaben bis 2030 einzuhalten. &#8222;Es wird immer deutlicher, dass die Energiewende in allen Bereichen langsamer als erwartet vorankommt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Stahlindustrie in Deutschland steckt in Schwierigkeiten. 2024 blieb die Rohstahlproduktion auf &#8222;Rezessionsniveau&#8220;, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilte. Gr\u00fcnde sind billige Importe aus <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/china\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> und die hohen Stromkosten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Poelvoorde betonte, die europ\u00e4ische Stahlindustrie stehe unter immensem Druck, wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben \u2013 auch ohne zus\u00e4tzliche Dekarbonisierungskosten. &#8222;Die Europ\u00e4ische Kommission und ihre Mitgliedstaaten unternehmen Schritte, um dieses Problem mit dem Aktionsplan f\u00fcr Stahl und Metalle zu l\u00f6sen.&#8220; Das dauere jedoch zu lange. Europa k\u00f6nne eine starke Stahlindustrie erhalten, m\u00fcsse aber entschlossener handeln.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ex-Wirtschaftsminister <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/robert-habeck\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Robert Habeck<\/a> (Gr\u00fcne) hatte milliardenschwere F\u00f6rderungen f\u00fcr den Umbau der Stahlindustrie initiiert. Er sprach von einem zentralen Beitrag zum Klimaschutz. Die Stahlprojekte sollten zugleich die Nachfrage nach Wasserstoff entscheidend anschieben. <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/bremen\/id_100350920\/eu-billigt-milliarden-fuer-gruenen-stahl-aus-bremen.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier lesen Sie mehr dazu.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Konzern stoppt Pl\u00e4ne Aus Bremen kommt nun doch kein &#8222;gr\u00fcner Stahl&#8220; 19.06.2025 &#8211; 18:44 UhrLesedauer: 3 Min. Blick&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":203075,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[5964,722,24238,66330,1890,2420,1173,3364,29,43395,66331,663,3934,30,184,939,4464,5702,20642],"class_list":{"0":"post-203074","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-umbau","9":"tag-722","10":"tag-andreas-bovenschulte","11":"tag-arcelormittal","12":"tag-brandenburg","13":"tag-bremen","14":"tag-bundesregierung","15":"tag-de","16":"tag-deutschland","17":"tag-eisenhuettenstadt","18":"tag-elektrolichtbogenofen","19":"tag-europa","20":"tag-europe","21":"tag-germany","22":"tag-spd","23":"tag-stahl","24":"tag-stahlindustrie","25":"tag-wasserstoff","26":"tag-wirtschaftsstandort"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114711067612698525","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=203074"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203074\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/203075"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=203074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=203074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=203074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}