{"id":203801,"date":"2025-06-19T23:43:20","date_gmt":"2025-06-19T23:43:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/203801\/"},"modified":"2025-06-19T23:43:20","modified_gmt":"2025-06-19T23:43:20","slug":"bremer-umweltbehoerde-reagiert-auf-wasserpflanzen-wachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/203801\/","title":{"rendered":"Bremer Umweltbeh\u00f6rde reagiert auf Wasserpflanzen-Wachstum"},"content":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<p>&#8222;Hilfe, die Algen haben meinen Po ber\u00fchrt!&#8220;, ruft auf dem Werdersee ein M\u00e4dchen in einem gro\u00dfen Schwimmreifen in Form einer Ananas. Gemeinsam mit zwei weiteren Jugendlichen kreischt und lacht sie zwischen Ekel und Spa\u00df. In diesen Tagen bemerken immer mehr Badeg\u00e4ste am Werdersee den ungew\u00f6hnlich dichten Bewuchs mit Wasserpflanzen an der Uferzone, der so manchen Schwimmer am Ufer z\u00f6gern l\u00e4sst. Wer sich davon nicht abschrecken l\u00e4sst, scheint dennoch kein so rechtes Vergn\u00fcgen am Baden zu finden. Was die Umweltbeh\u00f6rde zu den neuen Bewohnern des Werdersees sagt.<\/p>\n<p>Woher kommen die Wasserpflanzen?<\/p>\n<p>Es handelt sich um keine Algen, sondern laut Umweltbeh\u00f6rde um eine Wasserpest genannte Wasserpflanze, die \u00e4u\u00dferst wuchsfreudig ist. Bereits im Herbst vergangenen Jahres ist an einigen Stellen des Sees aufgefallen, dass die urspr\u00fcnglich aus Nordamerika stammende Pflanze den Werdersee als neue Heimat auserkoren hat. Mittlerweile hat sie sich auf weite Bereiche des Sees ausgebreitet und w\u00e4chst in gro\u00dfen Teilen der Uferzone vom Seegrund bis an die Wasseroberfl\u00e4che. <\/p>\n<p>Fachleute sprechen in diesem Fall von &#8222;invasiven Neophyten&#8220;, also neuen <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/pflanzen-q756\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pflanzen<\/a>, die sich im heimischen \u00d6kosystem \u00fcberfallartig rasch ausbreiten. Fachleute der Umweltbeh\u00f6rde vermuten, dass sie eventuell gedankenlos aus einem Aquarium im Werdersee ausgesetzt worden sein k\u00f6nnten. Ebenfalls m\u00f6glich sei ein Eintrag durch Enten, Stand-up-Paddler oder Kanuten.<\/p>\n<p>Sind die Pflanzen gef\u00e4hrlich?<\/p>\n<p>Die Pflanzen sind nicht giftig und stellen keine Gefahr f\u00fcr die Wasserqualit\u00e4t dar, versichert die Sprecherin der Umweltbeh\u00f6rde, Ramona Schlee. Eher im Gegenteil: Die Wasserpest ist daf\u00fcr bekannt, dass sie dem nat\u00fcrlichen \u00d6kosystem See \u2013 anders als Blaualgen \u2013 keinerlei Sauerstoff entzieht, sondern sogar welchen produziert. Au\u00dferdem finden Fische und andere Tiere Unterschlupf im dichten Unterwasser-Gestr\u00fcpp. Auch der Algenwuchs im See wird reguliert, weil die Wasserpest in der Lage ist, das Seewasser von zu viel N\u00e4hrstoffen zu reinigen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Ungef\u00e4hrlich, aber unangenehm auf der Haut beim Schwimmen: die Wasserpest.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Landscapesud-neustadt-werdersee-badestrand-pflanze-wasserpest.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Ungef\u00e4hrlich, aber unangenehm auf der Haut beim Schwimmen: die Wasserpest.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Roland Scheitz <\/p>\n<p>Da es sich bei der im Werdersee gefundenen Wasserpflanze allerdings um eine &#8222;schnell wachsende und konkurrenzstarke Art&#8220; handelt, die m\u00f6glicherweise Auswirkungen auf die Artenvielfalt haben kann, beh\u00e4lt die Umweltbeh\u00f6rde das vermehrte Wachstum der Wasserpest im Blick, versichert die Sprecherin. &#8222;Unsere Sorge ist, dass die Wasserpest derart \u00fcberhandnimmt, dass dadurch heimische Tiere und Pflanzen Probleme bekommen und verdr\u00e4ngt werden k\u00f6nnten&#8220;, so Schlee<\/p>\n<p>Was unternimmt die Stadt?<\/p>\n<p>\n    Auch wenn keine Gefahr von der Wasserpest ausgehe, habe man sich dennoch entschieden, einen kleinen Teil des <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/bremens-schoenste-badeseen-aus-der-luft-spaetsommer-lockt-doc7wt36gyk5n63ubojj2p\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sees<\/a> von den Wasserpflanzen zu befreien, hei\u00dft es aktuell aus der Umweltbeh\u00f6rde. Damit unge\u00fcbte Schwimmer nicht vom K\u00f6rperkontakt mit den Pflanzen verunsichert werden &#8222;und das Badevergn\u00fcgen auch wirklich ein Vergn\u00fcgen sein kann&#8220;, sagt Beh\u00f6rdensprecherin Ramona Schlee.\n<\/p>\n<p>Offenbar haben Privatleute damit schon im Nichtschwimmerbereich begonnen: Dort liegen am Ufer gro\u00dfe Haufen herausgerissener Pflanzen und das Wasser scheint schon relativ frei von der Wasserpest zu sein.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Die komplette Wasserzone rings um den offiziellen Badestrand am Nordufer wird bis zu den Bojen von den Wasserpflanzen befreit.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1750376600_93_Landscapesud-neustadt-werdersee-badestrand-pflanze-wasserpest.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Die komplette Wasserzone rings um den offiziellen Badestrand am Nordufer wird bis zu den Bojen von den Wasserpflanzen befreit.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Roland Scheitz <\/p>\n<p>In K\u00fcrze werde ein von der Umweltbeh\u00f6rde beauftragtes Unternehmen in dem Bereich rings um den Badestrand am Nordufer die Wasserpest mitsamt ihrer Wurzeln herausrei\u00dfen, k\u00fcndigt die Umweltbeh\u00f6rde an. Konkret gehe es um die gesamte von Bojen eingerahmte Wasserzone, die im Sommer auch stundenweise von Ehrenamtlichen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft bewacht wird. <\/p>\n<p>Was sollten Schwimmerinnen und Schwimmer beachten?<\/p>\n<p>Auch wenn diese Wasserpflanzen gesundheitlich unbedenklich sind, weist die Umweltbeh\u00f6rde darauf hin, dass zum Schwimmen die offizielle Badestelle am Nordufer genutzt werden soll. Der Grund habe mit dem Umweltschutz zu tun: &#8222;In den Bereichen, an denen sich bereits wertvolle R\u00f6hrichtbest\u00e4nde angesiedelt haben, sollte kein Zugang ins Wasser erfolgen, damit die Best\u00e4nde und die neu wachsenden jungen R\u00f6hrichttriebe nicht zertrampelt werden&#8220;, teilt Beh\u00f6rdensprecherin Schlee mit. <\/p>\n<p>Werden die Wasserpflanzen wieder verschwinden?<\/p>\n<p>Davon ist momentan nicht auszugehen, &#8222;das ist aber auch nichts Schlimmes&#8220;, so Schlee. Mit der Befreiung der offiziellen Badezone werde der Bestand der Wasserpest lediglich eingehegt. So eine konkurrenzstarke Art wieder komplett aus dem See zu bekommen, sei aber nahezu unm\u00f6glich. Schlee: &#8222;Wir m\u00fcssen uns darauf einstellen, dass die Pflanze im Werdersee dauerhaft bleibt.&#8220;<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc814rn08htgn1jch8aeex\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-neustadt\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhaltsverzeichnis &#8222;Hilfe, die Algen haben meinen Po ber\u00fchrt!&#8220;, ruft auf dem Werdersee ein M\u00e4dchen in einem gro\u00dfen Schwimmreifen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":203802,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-203801","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114712687865626298","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=203801"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203801\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/203802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=203801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=203801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=203801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}