{"id":204051,"date":"2025-06-20T02:13:01","date_gmt":"2025-06-20T02:13:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204051\/"},"modified":"2025-06-20T02:13:01","modified_gmt":"2025-06-20T02:13:01","slug":"grossbritannien-und-die-eu-brexit-als-dauerzustand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204051\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien und die EU: Brexit als Dauerzustand"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 27.12.2024 10:46 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>&#8222;Get Brexit done&#8220; hie\u00df einst das Versprechen der Konservativen. Doch so einfach ist es nicht, Brexit scheint ein chronisches Problem zu sein. Nun wollen die Briten einen neuen Deal mit der EU aushandeln. Doch was ist m\u00f6glich?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/christoph-proessl-105.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christoph Pr\u00f6ssl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/christoph-proessl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Get Brexit done&#8220; war einst das Versprechen von Boris Johnson. Der Satz des damaligen britischen Premiers hatte etwas Endg\u00fcltiges. So, als k\u00f6nnte man einen Haken hinter den Austritt aus der Europ\u00e4ischen Union machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch so einfach ist es nicht. Das Vereinigte K\u00f6nigreich ist ausgetreten, doch das Verh\u00e4ltnis zur EU ist immer wieder auf dem Pr\u00fcfstand. Der heutige Premier Keir Starmer will mit der EU-Kommission verhandeln. Es geht um einen besseren Deal. Den Menschen solle es besser gehen mit einem neuen Abkommen, sagte Starmer der Zeitung The Sun in einem Videointerview.<\/p>\n<p>    Dramatische R\u00fcckg\u00e4nge beim Umsatz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGerade erst gibt es neue Zahlen, die deutlich machen, wie wichtig die Europ\u00e4ische Union als Handelspartner f\u00fcr Gro\u00dfbritannien ist. In den Jahren 2021 und 2022 haben britische Firmen 32,5 Milliarden Euro weniger Umsatz mit Europa verzeichnet &#8211; wegen des Brexits, hei\u00dft es in einer Studie der London School of Economics.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor allem kleinere und mittelst\u00e4ndische Unternehmen haben ihren Handel mit der EU eingestellt oder stark einschr\u00e4nken m\u00fcssen. Die B\u00fcrokratie ist gro\u00df, die Kosten hoch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie britische Regierung ist unter Druck, es fehlen Einnahmen, das Wirtschaftswachstum k\u00f6nnte st\u00e4rker sein. Gerade erst war Finanzministerin Rachel Reeves beim Treffen der europ\u00e4ischen Finanzminister.<\/p>\n<p>    Ein inzwischen ungew\u00f6hnlicher Besuch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllein das ist eine Nachricht wert, weil unter der konservativen Regierung ein solcher Besuch undenkbar war. In Br\u00fcssel unterstrich die Labour-Politikerin die Bedeutung des &#8222;reset&#8220;, der Neuausrichtung der Beziehungen zur EU: &#8222;Wir m\u00fcssen mehr tun, um unser Wachstum anzuschieben, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und den Handel zu f\u00f6rdern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnfang 2025 d\u00fcrften die Gespr\u00e4che f\u00fcr ein Veterin\u00e4rabkommen Fahrt aufnehmen. Wenn britische Lebensmittelproduzenten und Landwirtschaftsbetriebe sich an europ\u00e4ische Standards hielten, w\u00fcrde das den Handel wahrscheinlich vereinfachen. Kontrollen, B\u00fcrokratie, Papierkram k\u00f6nnten wegfallen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Brexit-Bef\u00fcrworter ist das ein Albtraum. In der Zeitung The Sun hei\u00dft es bereits: &#8222;Brussels wants to take back control&#8220; &#8211; &#8222;Br\u00fcssel will wieder die Kontrolle \u00fcbernehmen&#8220;. Die \u00dcberschrift ist in Anlehnung an ein politischen Schlagwort der Brexitbef\u00fcrworter formuliert: &#8222;Take back control&#8220; &#8211; &#8222;\u00fcbernimm die Kontrolle&#8220;, hatten sie sich mit Blick auf das Vereinigte K\u00f6nigreich ausgedacht.<\/p>\n<p>    Labour in der Defensive<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Labour-Regierung muss deswegen immer wieder deutlich machen, dass es nicht darum geht, den Brexit r\u00fcckabzuwickeln.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nFinanzministerin Rachel Reeves sagte entsprechend: &#8222;Im Wahlprogramm haben wir versprochen, das Wachstum zu f\u00f6rdern. Wir haben aber auch gesagt, es wird keine R\u00fcckkehr in den EU-Binnenmarkt geben, keine Zollunion, keine Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd damit steht die britische Regierung wieder da, wo sie schon mal stand, vor all den komplizierten Fragen und auch den Forderungen der EU: kein &#8222;cherry picking&#8220;, das hei\u00dft im \u00fcbertragenen Sinne, die Briten k\u00f6nnen sich nicht nur die Rosinen rauspicken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin wichtiger Punkt: Wer ist zust\u00e4ndig im Falle eines Rechtsstreits? Die Briten lehnen eine Zust\u00e4ndigkeit des Europ\u00e4ischen Gerichtshofes ab. Und die Europ\u00e4er haben ihre eigenen Interessen: Es geht um Fischerei und die Freiz\u00fcgigkeit f\u00fcr Sch\u00fcler und Studentinnen, was die Briten bislang ablehnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Get Brexit done&#8220; war also eher eine Illusion. &#8222;Leben mit dem Brexit&#8220; w\u00e4re passender gewesen.<\/p>\n<p>    Und dann sind da noch die USA<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Gespr\u00e4che mit der Europ\u00e4ischen Union sind auch deswegen so brisant, weil sich aus britischer Sicht die Frage stellt, ob Vereinbarungen mit der EU m\u00f6glicherweise einem Abkommen mit den USA im Weg stehen k\u00f6nnten. Darauf schielt die britische Regierung immer noch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Hoffnung ist, zwei Pferde gleichzeitig zu reiten, von Abkommen mit beiden Wirtschaftsr\u00e4umen profitieren zu k\u00f6nnen. Oder verhindern Zusagen an die Europ\u00e4er alle Flexibilit\u00e4t und die von Brexit-Bef\u00fcrwortern gepriesenen Vorteile des Austritts aus der EU?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ist schwierig einzusch\u00e4tzen &#8211; auch angesichts der Ank\u00fcndigung des designierten US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump, Handelsz\u00f6lle einzuf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.12.2024 10:46 Uhr &#8222;Get Brexit done&#8220; hie\u00df einst das Versprechen der Konservativen. 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