{"id":204061,"date":"2025-06-20T02:19:18","date_gmt":"2025-06-20T02:19:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204061\/"},"modified":"2025-06-20T02:19:18","modified_gmt":"2025-06-20T02:19:18","slug":"fehlende-wirtschaftlichkeit-arcelormittal-gibt-plaene-fuer-gruenen-stahl-in-deutschland-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204061\/","title":{"rendered":"Fehlende Wirtschaftlichkeit: ArcelorMittal gibt Pl\u00e4ne f\u00fcr &#8222;gr\u00fcnen Stahl&#8220; in Deutschland auf"},"content":{"rendered":"<p>                    Fehlende Wirtschaftlichkeit<br \/>\n                ArcelorMittal gibt Pl\u00e4ne f\u00fcr &#8222;gr\u00fcnen Stahl&#8220; in Deutschland auf<\/p>\n<p>\t\t\t\t              19.06.2025, 19:21 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Mit Milliarden wollten Bund und L\u00e4nder den Umbau der Stahlproduktion bei ArcelorMittal hin zu mehr Umweltvertr\u00e4glichkeit unterst\u00fctzen. Nun zieht der Konzern die Rei\u00dfleine. Keine Aussicht auf Profitabilit\u00e4t und die Branchenkrise seien die Gr\u00fcnde. Zwei Bundesl\u00e4nder sorgen sich nun um die Werksstandorte.<\/strong><\/p>\n<p>Der Stahlkonzern ArcelorMittal stoppt seine Pl\u00e4ne f\u00fcr umweltfreundlich produzierten Stahl in den Werken in Bremen und Eisenh\u00fcttenstadt in Brandenburg. Man k\u00f6nne seine Pl\u00e4ne zur Dekarbonisierung der beiden Flachstahlwerke &#8222;leider nicht weiterverfolgen&#8220;, hie\u00df es. Grund seien die Marktsituation und die fehlende Wirtschaftlichkeit einer CO2-reduzierten Stahlproduktion.<\/p>\n<p>Die Ampel-Regierung hatte im vergangenen Jahr F\u00f6rdergelder in Milliardenh\u00f6he f\u00fcr die industrielle Transformation in Deutschland bereitgestellt &#8211; darunter f\u00fcr die Umstellung von Produktionsprozessen auf neue Energietr\u00e4ger. ArcelorMittal sollte f\u00fcr die Standorte Bremen und Eisenh\u00fcttenstadt 1,3 Milliarden Euro F\u00f6rdergeld bekommen. Insgesamt sollte das Gesamtprojekt 2,5 Milliarden Euro kosten.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sollten Elektrolichtb\u00f6gen gebaut werden, die mit erneuerbarem Strom und einem erh\u00f6hten Einsatz von Recyclingschrott Stahl produzieren. In Bremen sollte zudem eine Direktreduktionsanlage entstehen, in der aus Eisenerz zun\u00e4chst mit Erdgas und langfristig mit gr\u00fcnem Wasserstoff ein Stahl-Vorprodukt hergestellt wird. Gr\u00fcner Wasserstoff wird mit erneuerbaren Energien hergestellt.<\/p>\n<p>Doch &#8222;es wird immer deutlicher, dass die Energiewende in allen Bereichen langsamer als erwartet vorankommt&#8220;, erkl\u00e4rte der Konzern. &#8222;Dazu geh\u00f6rt auch, dass gr\u00fcner Wasserstoff noch keine tragf\u00e4hige Energiequelle ist&#8220; und die Stahlproduktion auf Erdgasbasis als \u00dcbergangsl\u00f6sung nicht wettbewerbsf\u00e4hig sei. Zugleich stehe der europ\u00e4ische Stahlmarkt &#8222;unter einem beispiellosen Druck aufgrund der schwachen Nachfrage und der hohen Importe&#8220;.<\/p>\n<p>Der Vertrag mit der Bundesregierung \u00fcber die F\u00f6rderung habe den Beginn der Bauarbeiten bis Juni 2025 vorgesehen. Daher sei ArcelorMittal jetzt verpflichtet, der Regierung offiziell mitzuteilen, dass es die Investitionen &#8222;nicht weiterf\u00fchren kann&#8220;. Der Konzern halte an dem Ziel fest, die CO2-Bilanz seiner Anlagen weiter zu verbessern. Es erscheine allerdings zunehmend unwahrscheinlich, die CO2-Reduktionsziele bis 2030 zu erreichen, erkl\u00e4rte ArcelorMittal.<\/p>\n<p>Konzernchef Geert Van Poelvoorde betonte, h\u00f6chste Priorit\u00e4t sei derzeit, &#8222;die Stahlnachfrage in Europa so wiederzubeleben, dass europ\u00e4ische Hersteller auch daran teilhaben k\u00f6nnen&#8220;. Die hohen Importe seien ein gro\u00dfes Problem &#8211; n\u00f6tig sei eine Begrenzung. &#8222;Wenn das erreicht ist, wird die Branche auch in einer viel besseren Position sein, um Investitionen in die Dekarbonisierung voranzutreiben.&#8220;<\/p>\n<p>   <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/25846554-1750351198000\/16-9\/750\/483293509.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">     <img decoding=\"async\" alt=\"In Bremen sollten neben Elektrolichtb\u00f6gen auch eine Direktreduktionsanlage gebaut werden.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/483293509.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">In Bremen sollten neben Elektrolichtb\u00f6gen auch eine Direktreduktionsanlage gebaut werden.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: picture alliance\/dpa)<\/p>\n<p>Bremens B\u00fcrgermeister Andreas Bovenschulte zeigte sich entt\u00e4uscht und sprach von einem schweren Schlag &#8222;f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten und ihre Familien&#8220;. Der SPD-Politiker Bovenschulte forderte vom Konzern ein Bekenntnis zum Werk und der Stahlproduktion in Bremen. Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke sagte, die Landesregierung unternehme alles, um mit den Besch\u00e4ftigten, dem B\u00fcrgermeister, dem Unternehmen sowie allen Beteiligten die Arbeitspl\u00e4tze im Stahlwerk in Eisenh\u00fcttenstadt zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Stahlindustrie ist einer der gr\u00f6\u00dften CO2-Emittenten in Deutschland. Sie spielt damit eine Schl\u00fcsselrolle, damit in Deutschland Klimaziele erreicht werden. Eine Schl\u00fcsselrolle bei der Dekarbonisierung soll statt Kokskohle der Einsatz von &#8222;gr\u00fcnem&#8220; Wasserstoff zur Stahlerzeugung spielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fehlende Wirtschaftlichkeit ArcelorMittal gibt Pl\u00e4ne f\u00fcr &#8222;gr\u00fcnen Stahl&#8220; in Deutschland auf 19.06.2025, 19:21 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":204062,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,66330,1890,2420,3364,29,7996,1520,30,13,10268,14,15,12,55215,5702,55],"class_list":{"0":"post-204061","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-arcelormittal","11":"tag-brandenburg","12":"tag-bremen","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-dietmar-woidke","16":"tag-energiewende","17":"tag-germany","18":"tag-headlines","19":"tag-konjunktur","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-stahlbranche","24":"tag-wasserstoff","25":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114713301073701167","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=204061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204061\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/204062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=204061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=204061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=204061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}