{"id":204136,"date":"2025-06-20T03:00:13","date_gmt":"2025-06-20T03:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204136\/"},"modified":"2025-06-20T03:00:13","modified_gmt":"2025-06-20T03:00:13","slug":"weimer-und-banaszak-geraten-aneinander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204136\/","title":{"rendered":"Weimer und Banaszak geraten aneinander"},"content":{"rendered":"<p>Vorlesen<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline group grid items-center rounded-8 bg-whitelilac text-black grid-cols-[min-content_34px] gap-8 px-8 py-[6px] text-12 hover:bg-magenta hover:text-whitelilac hover:dark:text-salemsfur\" href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEIJQzYzeY7hM4UzfQTU6gT8qFAgKIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_\/sections\/CAQqKggAIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_KhQICiIQglDNjN5juEzhTN9BNTqBPzDJh8gG?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" aria-label=\"Auf Google News folgen\">News folgen<\/a><img style=\"--width:16;--height:16\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg\" alt=\"Teilen Menu auf machen\" title=\"Teilen Menu auf machen\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:contrast-200 group-hover:grayscale group-hover:invert dark:group-hover:invert dark:contrast-200 dark:grayscale dark:invert\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Felix Banaszak wirft Wolfram Weimer eine geistige N\u00e4he zur neuen Rechten vor. Der Kulturstaatsminister ist bei &#8222;Lanz&#8220; emp\u00f6rt und spricht von Cancel Culture.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;V\u00f6lkisch&#8220; contra &#8222;Cancel Culture&#8220;: Der politische Kulturkampf war am Donnerstagabend bei &#8222;Markus Lanz&#8220; im vollen Gange. Ausgetragen wurde er vom neuen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und dem Gr\u00fcnen-Parteichef Felix Banaszak. Letzterer hatte gravierende Zweifel an der Gesinnung des konservativen Publizisten ge\u00e4u\u00dfert. Weimers Ansichten etwa zu Familie und dem Staat gehe &#8222;durchaus auch \u00fcber das Konservative hinaus&#8220; und verharmlose Ansichten von Rechtsau\u00dfen.<\/p>\n<ul class=\"text-18 leading-17 block pl-24 *:pb-16 *:before:inline-block *:before:size-8 *:before:mt-0 *:before:mr-12 *:before:mb-2 *:before:-ml-[20px] *:before:bg-magenta\">\n<li class=\"\">Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister<\/li>\n<li class=\"\">Felix Banaszak, Gr\u00fcnen-Co-Vorsitzender<\/li>\n<li class=\"\">Julia L\u00f6hr, Journalistin (&#8222;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8220;)<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es stehe der Vorwurf des V\u00f6lkischen im Raum, stellte Lanz fest, wobei Banaszak betonte, dass dies nicht seine Wortwahl gewesen war. Er warf Weimer vor, sich in einem Gastbeitrag f\u00fcr die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; auf den 1936 gestorbenen Philosophen Oswald Spengler (&#8222;Der Untergang des Abendlandes&#8220;) bezogen zu haben. Der sei eine zentrale Figur der Neurechten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Das nenne ich eine Form von Cancel Culture&#8220;, wehrte sich Weimer bei &#8222;Lanz&#8220; und bezichtigte Banaszak, ihn &#8222;mundtot&#8220; machen und stigmatisieren zu wollen. Er stehe fest in der politischen Mitte und habe sich in dem Gastbeitrag genau mit der Frage besch\u00e4ftigt, wie der rechte Spuk bek\u00e4mpft werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Lanz nahm Weimer gegen Angriffe Banaszaks in Schutz, zeigte aber Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Kritik f\u00fcr den Publizisten \u2013 und hatte ein umstrittenes Zitat aus dessen 2018 erschienenen Buch &#8222;Das konservative Manifest&#8220; parat. Darin hatte Weimar auf Spengler verwiesen: &#8222;W\u00e4hrend Generationen um Generationen in einer Jahrtausende w\u00e4hrenden Selbstverst\u00e4ndlichkeit die Fortdauer der eigenen Familie, des eigenen Blutes, der Sippe, des Stammes, der Nation, der Kultur, der Zivilisation als einen heiligen Moment des Lebens begriffen haben, so bricht dieses Bewusstsein in Scherben.&#8220; W\u00e4hrend Banaszak darin Weimers eigenes Familienbild sah, beteuerte der Autor, er habe damit lediglich die Weltsicht vor 100 Jahren wiedergegeben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Weimer bekr\u00e4ftigte in der ZDF-Talkshow zudem seinen Plan, US-Digitalkonzerne in Deutschland st\u00e4rker \u00fcber einen &#8222;Plattform-Soli&#8220; zu besteuern. &#8222;Ich halte zehn Prozent f\u00fcr angemessen&#8220;, verteidigte der Kulturstaatsminister sein Vorhaben. Julia L\u00f6hr von der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220; hatte da zwei Fragen: Warum eigentlich nur zehn Prozent und ist die Abgabe nicht blo\u00df ein Druckmittel im Zollstreit mit den <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/usa\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>, das am Ende doch nicht kommen wird?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Diesem Eindruck trat Weimer in der <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/talkshow\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Talkshow<\/a> entgegen. Au\u00dferdem drohe bei einer h\u00f6heren Abgabe die Gefahr, dass deutsche Mittelstandunternehmen dann mehr f\u00fcr Werbung auf Google &amp; Co. bezahlen m\u00fcssten. Nach jahrelanger Suche nach einer L\u00f6sung wolle er mit dem &#8222;Plattform-Soli&#8220; endlich ein Zeichen setzen. Denn die gro\u00dfen Digitalkonzerne h\u00e4tten auch hierzulande einen negativen Einfluss auf die politische Kultur und deren Polarisierung.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Daf\u00fcr stand zuletzt bei den Gr\u00fcnen vor allem Jette Nietzard. Die Chefin der Gr\u00fcnen Jugend hatte mit ihrem ver\u00e4chtlichen Pauschalurteil \u00fcber Ordnungsh\u00fcter (&#8222;Alle Polizisten sind Bastarde&#8220;) und der Weigerung, sich daf\u00fcr \u00f6ffentlich zu entschuldigen, f\u00fcr eine anhaltende Kontroverse gesorgt. &#8222;Nat\u00fcrlich w\u00e4re eine Entschuldigung angemessen gewesen&#8220;, r\u00e4umte Banaszak bei &#8222;Markus Lanz&#8220; ein.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Zwar bem\u00fchte sich der Co-Vorsitzende von <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/buendnis-90-die-gruenen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/a> zu betonen, dass die Jugendorganisation nicht f\u00fcr die Partei spreche. L\u00f6hr bezweifelte jedoch, ob W\u00e4hler oder selbst m\u00f6gliche k\u00fcnftige Koalitionspartner da differenzieren werden. Mit solchen Positionen werde es schwierig werden, wieder in Regierungsverantwortung zu kommen, prognostizierte die Journalistin: &#8222;Das ist f\u00fcr Sie halt ein Problem, als Partei&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dass die Gr\u00fcnen w\u00e4hrend der Zeit in der <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/bundesregierung\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> die Spaltung der Gesellschaft mit vorangetrieben haben, das sah auch Banaszak bei &#8222;Lanz&#8220; ein. Zugleich belie\u00df er es an diesem Abend nicht nur mit dem Angriff auf Weimer und monierte ferner die Ernennung von Katherina Reiche zur Bundeswirtschaftsministerin.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">L\u00f6hr sah darin einen &#8222;gr\u00fcnen Reflex&#8220;. Es m\u00fcsse erst geschaut werde, ob die ehemalige Vorstandsvorsitzende der E.ON-Tochter Westenergie einseitig Politik f\u00fcr ihre alte Branche oder ihren alten Arbeitgeber mache. Das genau tue Reiche ja, behauptete Banaszak an dieser Stelle. Das sei kein &#8222;Mauscheleivorwurf&#8220;, stellte er sp\u00e4ter klar. Er warf Reiche jedoch vor, als ehemalige Energiemanagerin wieder st\u00e4rker auf fossiles Gas zu setzen und dabei nicht im Sinne des Allgemeinwohls zu handeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"VorlesenNews folgenArtikel teilen Felix Banaszak wirft Wolfram Weimer eine geistige N\u00e4he zur neuen Rechten vor. 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