{"id":204153,"date":"2025-06-20T03:09:12","date_gmt":"2025-06-20T03:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204153\/"},"modified":"2025-06-20T03:09:12","modified_gmt":"2025-06-20T03:09:12","slug":"eilantrag-abgewiesen-sylter-goldschakal-darf-doch-geschossen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204153\/","title":{"rendered":"Eilantrag abgewiesen: Sylter Goldschakal darf doch geschossen werden"},"content":{"rendered":"<p>                    Eilantrag abgewiesen<br \/>\n                Sylter Goldschakal darf doch geschossen werden<\/p>\n<p>\t\t\t\t              19.06.2025, 19:52 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Auf der Nordseeinsel Sylt hat ein Goldschakal Dutzende Schafe gerissen. Die Beh\u00f6rden erlaubten daraufhin seine T\u00f6tung. Dies besch\u00e4ftigt nun die Gerichte. Das zust\u00e4ndige Verwaltungsgericht best\u00e4tigte die Jagderlaubnis &#8211; doch der Gerichtsweg ist noch nicht abschlie\u00dfend beschritten.<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Nordseeinsel Sylt darf der zum Abschuss freigegebene wilde Goldschakal, der f\u00fcr die T\u00f6tung von fast 80 L\u00e4mmern verantwortlich gemacht wird, wieder gejagt werden. Das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag gegen die Entnahme des Tiers ab. Es liege eine &#8222;zul\u00e4ssige Ausnahme zum T\u00f6tungsverbot&#8220; vor, argumentierte das Gericht. Die Jagd auf den Schakal war wegen des Eilverfahrens ausgesetzt worden. Gegen den Beschluss kann Beschwerde am Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.<\/p>\n<p>Das Tier hatte nach Angaben des Landesumweltministeriums im Mai auf Sylt innerhalb weniger Tage nachweislich 76 L\u00e4mmer gerissen. In weiteren F\u00e4llen habe eine sp\u00e4te Meldung einen Gennachweis verhindert. Zum Schutz der unter anderem f\u00fcr den K\u00fcstenschutz wichtigen Deichsch\u00e4ferei auf der Insel folgte daher Anfang Juni die Ausnahmegenehmigung f\u00fcr einen Abschuss des \u00fcblicherweise streng gesch\u00fctzten Raubtiers. Die dauerhafte Anwesenheit des Schakals sei nicht tragbar, hie\u00df es zur Begr\u00fcndung. Wenige Tage nach der erteilten Genehmigung ging jedoch ein Widerspruch dagegen bei Gericht ein &#8211; die Jagd wurde daher vorerst ausgesetzt.<\/p>\n<p>Das Gericht stufte die Genehmigung aber nun als rechtens ein. Sie diene der &#8222;Abwendung eines ernsten landwirtschaftlichen Schadens&#8220;. Durch das Tier habe eine &#8222;\u00dcbert\u00f6tung&#8220; stattgefunden. Eine zumutbare Alternative zur T\u00f6tung des Goldschakals, etwa ihn einzufangen, sei &#8222;nicht gegeben&#8220;. Im Ergebnis \u00fcberwiege das \u00f6ffentliche Interesse am Vollzug der Ausnahmegenehmigung. Gegen den Gerichtsbeschluss kann Beschwerde beim Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.<\/p>\n<p>Goldschakale sind streng gesch\u00fctzt und d\u00fcrfen normalerweise nicht gejagt werden. Ausnahmen sind dem Landesministerium zufolge nur in Sonderf\u00e4llen unter strengen Voraussetzungen m\u00f6glich. Goldschakale sind gr\u00f6\u00dfer als F\u00fcchse, aber deutlich kleiner als W\u00f6lfe. Ihr urspr\u00fcngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von S\u00fcdostasien bis nach S\u00fcdosteuropa, seit einigen Jahrzehnten breiten sie sich allerdings auch in Mitteleuropa aus. In Deutschland wurde erstmals 2017 ein Tier nachgewiesen.<\/p>\n<p>Die nachtaktiven Goldschakale leben \u00e4hnlich wie F\u00fcchse meist in kleinen Familienverb\u00e4nden. Sie sind anpassungsf\u00e4hige Allesfresser, die sich etwa von kleineren bis mittelgro\u00dfen S\u00e4ugetieren, V\u00f6geln, Insekten, Aas und Beeren ern\u00e4hren. Genproben best\u00e4tigten, dass ein Goldschakal die L\u00e4mmer auf Sylt gerissen hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eilantrag abgewiesen Sylter Goldschakal darf doch geschossen werden 19.06.2025, 19:52 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":204154,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,30,13,984,14,15,7292,12,1886,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-204153","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-headlines","11":"tag-international","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-nordsee","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-tiere","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114713497742571512","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=204153"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204153\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/204154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=204153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=204153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=204153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}