{"id":204351,"date":"2025-06-20T05:01:10","date_gmt":"2025-06-20T05:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204351\/"},"modified":"2025-06-20T05:01:10","modified_gmt":"2025-06-20T05:01:10","slug":"irans-un-botschafter-im-interview-europa-traegt-mitschuld-am-iranisch-israelischen-konflikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204351\/","title":{"rendered":"Irans UN-Botschafter im Interview: Europa tr\u00e4gt Mitschuld am iranisch-israelischen Konflikt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>&#8222;Wir glauben, dass das Mindeste, was die Europ\u00e4er tun k\u00f6nnen, darin besteht, Israel ausdr\u00fccklich zu verurteilen und ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Israel einzustellen&#8220;, sagte der iranische Botschafter und st\u00e4ndige Vertreter bei den Vereinten Nationen in Genf, Ali Bahraini, im Interview mit Euronews.<\/p>\n<p>Europa habe zu dem Konflikt zwischen Israel und dem Iran begetragen, so Bahraini. Durch sein Z\u00f6gern, Israels Aggression zu verurteilen und durch seine Unf\u00e4higkeit, das Atomabkommen von JCPOA 2015 aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>&#8222;Die Straffreiheit, die Israel gew\u00e4hrt wurde, ermutigt es, weiterhin neue Verbrechen zu begehen. Und diese Straffreiheit ist auf die Unt\u00e4tigkeit der Europ\u00e4er zur\u00fcckzuf\u00fchren, von den USA und dem Sicherheitsrat&#8220;, erkl\u00e4rte Bahraini.<\/p>\n<p>&#8222;Wir bitten und fordern Europa auf, Israel zu dr\u00e4ngen, die Aggression zu beenden. Europa sollte seiner Verantwortung gerecht werden und der Straffreiheit, die Israel genie\u00dft, ein Ende setzen. Europa sollte aufh\u00f6ren, Israel finanziell, milit\u00e4risch oder durch Nachrichtendienste zu helfen oder zu unterst\u00fctzen. Und Europa sollte eine starke Rolle dabei spielen, den USA und Israel zu erkl\u00e4ren, dass die iranische Nukleartechnologie nicht etwas ist, das sie zerst\u00f6ren k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>E3 treffen iranischen Au\u00dfenminister zu Atomgepr\u00e4chen<\/p>\n<p>Bahraini sagte, dass das, was er als &#8222;Versagen Europas&#8220; bezeichnete, den Au\u00dfenministern Frankreichs, Deutschlands und Gro\u00dfbritanniens &#8211; gemeinsam bekannt als die E3 &#8211; am Freitag bei Gespr\u00e4chen in Genf vorgelegen werde.<\/p>\n<p>Die vier Au\u00dfenminister treffen sich, um \u00fcber das iranische Atomprogramm zu sprechen, das im Mittelpunkt des aktuellen Konflikts mit Israel steht.<\/p>\n<p>Seit dem R\u00fcckzug der USA aus dem urspr\u00fcnglichen Atomabkommen 2018 durch Donald Trump betrachtet der Iran die Einigung als ung\u00fcltig und hat die Urananreicherung fortgesetzt. Derzeit liegt sie bei 60 Prozent. Das ist technisch gesehen zwar immer noch unter dem waffenf\u00e4higen Niveau von 90 Prozent, aber weit \u00fcber den 3,67 Prozent, die damals im Abkommen festgelegt wurden.<\/p>\n<p>Der Iran sagt sein Atomprogramm sei friedlich und diene ausschlie\u00dflich zivilen Zwecken. Israel hingegen behauptet, Teheran arbeite auf den Bau einer Atomwaffe hin, die gegen Israel eingesetzt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt noch ein Zeitfenster f\u00fcr Diplomatie&#8220;<\/p>\n<p>Bahraini sagte Euronews, dass es immer noch ein Zeitfenster f\u00fcr die Diplomatie gebe, um ein neues Atomabkommen zu erreichen. Aber zuerst m\u00fcsse Israel die Angriffe stoppen.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr unser Volk und unser Land ist es jetzt die erste Priorit\u00e4t, die Aggression und die Angriffe zu stoppen&#8220;, sagte er gegen\u00fcber Euronews.<\/p>\n<p>&#8222;Ich pers\u00f6nlich kann mir nicht vorstellen, dass es im Moment wahrscheinlich ist, eine Art von diplomatischer Idee oder Initiative zu finden, weil es f\u00fcr uns unangemessen w\u00e4re, im Moment \u00fcber irgendetwas anderes nachzudenken oder zu reden, als die Aggressoren zu stoppen&#8220;, betonte Bahraini.<\/p>\n<p>Der milit\u00e4rische Konflikt ist l\u00e4ngst auch zu einem Konflikt der Worte geworden. Zwischen dem Iran und Israel, aber auch von  Donald Trum.<\/p>\n<p>Auf die Frage von Reportern, ob er beabsichtige, das US-Milit\u00e4r in den Konflikt einzubeziehen, um an der Seite Israels den Iran anzugreifen, sagte Trump: &#8222;Vielleicht tue ich es, vielleicht auch nicht. Niemand wei\u00df, was ich tun werde.&#8220;<\/p>\n<p>Israels Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu interpretierte diese \u00c4u\u00dferungen als Zeichen der Unterst\u00fctzung und dankte Trump in einer Fernsehansprache sp\u00e4ter daf\u00fcr, dass er &#8222;zu uns steht&#8220;.<\/p>\n<p>Darauch hin erkl\u00e4rte die iranische Botschaft bei den Vereinten Nationen, dass kein Vertreter des Landes &#8222;vor den Toren des Wei\u00dfen Hauses kriechen&#8220; werde, um ein Atomabkommen mit den USA zu erreichen. Bahraini sagte, f\u00fcr ihn sei klar, dass &#8222;die USA bei dem, was Israel jetzt tut, mitschuldig sind&#8220;.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rschl\u00e4ge gegen USA<\/p>\n<p>Er sagte, der Iran werde sehr entschlossen reagieren, wenn die USA &#8222;die roten Linien \u00fcberschreiten&#8220;. Er schloss milit\u00e4rische Schl\u00e4ge gegen das Land nicht aus. &#8222;Unsere Streitkr\u00e4fte beobachten die Situation. Es ist ihre Sache zu entscheiden, wie sie reagieren wollen&#8220;, sagte der iranische UN-Botschafter.<\/p>\n<p>&#8222;Was ich Ihnen mit Sicherheit sagen kann, ist, dass unsere Streitkr\u00e4fte die Situation sehr gut im Griff haben und die Bewegungen der USA sehr genau einsch\u00e4tzen und berechnen k\u00f6nnen. Und sie wissen, wo die USA angegriffen werden sollten&#8220;, warnte Bahraini.<\/p>\n<p>Irans Stellung im Nahen Osten geschw\u00e4cht<\/p>\n<p>Der Iran finanziert eine Reihe von militanten Gruppen in der Region, darunter die Hamas im Gazastreifen, die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen. Auch wenn die Gruppen unterschiedliche Ziele verfolgen, verbindet sie ihr Hass auf Israel. <\/p>\n<p>Als Israel vergangene Woche den Iran angriff und dieser zur\u00fcckschlug, wurden Bef\u00fcrchtungen laut, dass die militanten Gruppen an Teherans Seite mitk\u00e4mpfen k\u00f6nnten &#8211; als Gegenleistung f\u00fcr die iranische Finanzierung und Ausbildung. Bislang ist das nicht geschehen.<\/p>\n<p>&#8222;Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir zuversichtlich, dass wir Israel eigenst\u00e4ndig besiegen und die Aggression stoppen k\u00f6nnen, ohne dass wir bei irgendjemandem um Hilfe bitten werden&#8220;, erkl\u00e4rte Bahraini.<\/p>\n<p>&#8222;Ich pers\u00f6nlich glaube, dass Israel keine Einheit ist, mit der man verhandeln kann. Was wir tun m\u00fcssen, ist, die Aggression zu stoppen, und wir m\u00fcssen Israel zeigen, dass es nicht in der Lage ist, die roten Linien gegen\u00fcber dem Iran zu \u00fcberschreiten&#8220;, so Bahraini.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG &#8222;Wir glauben, dass das Mindeste, was die Europ\u00e4er tun k\u00f6nnen, darin besteht, Israel ausdr\u00fccklich zu verurteilen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":204352,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,66326,548,663,158,3934,3935,13,345,411,62925,14,15,12,12018],"class_list":{"0":"post-204351","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-atomabkommen-mit-iran","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-iran","18":"tag-israel","19":"tag-israel-iran-konflikt","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-vereinte-nationen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114713938107272175","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204351","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=204351"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204351\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/204352"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=204351"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=204351"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=204351"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}