{"id":204924,"date":"2025-06-20T10:18:18","date_gmt":"2025-06-20T10:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204924\/"},"modified":"2025-06-20T10:18:18","modified_gmt":"2025-06-20T10:18:18","slug":"us-firmen-praegen-handel-zwischen-eurozone-und-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/204924\/","title":{"rendered":"US-Firmen pr\u00e4gen Handel zwischen Eurozone und USA"},"content":{"rendered":"<p>DJ EZB: US-Firmen pr\u00e4gen Handel zwischen Eurozone und USA\n<\/p>\n<p>Von Paul Hannon\n<\/p>\n<p>DOW JONES&#8211;Fast ein Drittel des \u00dcberschusses der Eurozone im Warenhandel mit den USA entf\u00e4llt auf den Verkauf von Produkten, die von Tochtergesellschaften amerikanischer Unternehmen hergestellt werden, die auch f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil des Defizits der Eurozone im Dienstleistungsverkehr verantwortlich sind, erkl\u00e4rte die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB).\n<\/p>\n<p>In ihrem j\u00fcngsten Economic Bulletin erkl\u00e4rten die \u00d6konomen der Zentralbank, dass die Wirtschaft der Eurozone kleiner w\u00e4re, wenn die von diesen Tochtergesellschaften ausgef\u00fchrten T\u00e4tigkeiten als Reaktion auf h\u00f6here Z\u00f6lle oder \u00c4nderungen der US-Steuerpolitik in die USA zur\u00fcckverlagert w\u00fcrden. Die Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigung und die Einkommen w\u00e4ren aber wahrscheinlich begrenzt.\n<\/p>\n<p>&#8222;\u00dcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg k\u00f6nnte die Produktivit\u00e4t leiden, wenn die Binnenwirtschaft nicht mehr von den positiven Spillover-Effekten profitiert&#8220;, schreiben die EZB-\u00d6konomen.\n<\/p>\n<p>Die Untersuchung der EZB verdeutlicht die Komplexit\u00e4t der Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen der Eurozone und den USA sowie die \u00fcberragende Rolle Irlands in der transatlantischen Wirtschaft.\n<\/p>\n<p>Viele der US-Unternehmen, die zum Waren\u00fcberschuss der Eurozone beitragen, haben ihren Sitz in Irland und stellen Arzneimittel her. Sie importieren aber auch Dienstleistungen aus den USA, zum Beispiel die Nutzung von geistigem Eigentum, w\u00e4hrend sie gleichzeitig hohe Gewinne an ihre amerikanischen Anteilseigner zur\u00fcckschicken.\n<\/p>\n<p>Der EZB zufolge werden sich die Waren-, Dienstleistungs- und Gewinnstr\u00f6me zwischen den USA und der Eurozone im Jahr 2024 weitgehend ausgleichen, selbst wenn die Eurozone einen gro\u00dfen \u00dcberschuss im Warenverkehr aufweist.\n<\/p>\n<p>&#8222;Die Leistungsbilanz des Euro-W\u00e4hrungsgebiets mit den Vereinigten Staaten war im Jahr 2024 nahezu ausgeglichen, da der zunehmende \u00dcberschuss im Warenhandel fast vollst\u00e4ndig durch Defizite im Dienstleistungshandel und bei den Ertr\u00e4gen aus Direktinvestitionen ausgeglichen wurde&#8220;, erkl\u00e4rte die EZB.\n<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4fte von multinationalen US-Unternehmen in der Eurozone trugen laut EZB &#8222;erheblich&#8220; zu diesen Str\u00f6men bei. Die \u00d6konomen der EZB sch\u00e4tzten, dass 30 Prozent des Warenhandels\u00fcberschusses der Eurozone auf die Verk\u00e4ufe von US-Unternehmen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, w\u00e4hrend dieselben Unternehmen 90 Prozent des Dienstleistungsdefizits der Eurozone ausmachen.\n<\/p>\n<p>&#8222;Der wachsende Warenhandels\u00fcberschuss gegen\u00fcber den Vereinigten Staaten ist vor allem auf einen deutlichen Anstieg der Ausfuhren pharmazeutischer Erzeugnisse zur\u00fcckzuf\u00fchren, der gr\u00f6\u00dftenteils auf die Handelsstr\u00f6me irischer Tochtergesellschaften multinationaler Unternehmen aus den USA zur\u00fcckgeht&#8220;, so die EZB.\n<\/p>\n<p>Irland kann der Pharmaindustrie nicht nur qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte anbieten, die mit den US-amerikanischen Vorschriften vertraut sind, sondern ist auch attraktiv, um ihre Steuerlast zu senken. Pr\u00e4sident Donald Trump hat deutlich gemacht, dass er ungl\u00fccklich dar\u00fcber ist, dass ein so gro\u00dfer Anteil der Pharmaproduktion f\u00fcr den US-Verbrauch im Ausland angesiedelt ist.\n<\/p>\n<p>Die \u00d6konomen der EZB warnten davor, dass h\u00f6here Z\u00f6lle auf Importe aus der Eurozone US-Unternehmen dazu veranlassen k\u00f6nnten, einen Teil ihrer Produktion zur\u00fcck ins Land oder an andere Standorte zu verlagern. Dies w\u00fcrde zwar die Wirtschaft der Eurozone verkleinern, h\u00e4tte aber nach Ansicht der EZB weitaus geringere Auswirkungen auf Besch\u00e4ftigung und Einkommen, da diese T\u00e4tigkeiten sehr kapitalintensiv und nicht arbeitsplatzintensiv sind und die meisten Gewinne in die USA zur\u00fcckflie\u00dfen.\n<\/p>\n<p>Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com\n<\/p>\n<p>DJG\/DJN\/apo\/mgo\n<\/p>\n<p>(END) Dow Jones Newswires\n<\/p>\n<p>June 20, 2025 05:05 ET (09:05 GMT)\n<\/p>\n<p>Copyright (c) 2025 Dow Jones &amp; Company, Inc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"DJ EZB: US-Firmen pr\u00e4gen Handel zwischen Eurozone und USA Von Paul Hannon DOW JONES&#8211;Fast ein Drittel des \u00dcberschusses&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4508,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,33871,45817,3986,13,14,15,66723,12,4017,4018,4016,64,4019,4020,66724],"class_list":{"0":"post-204924","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eurozone","11":"tag-firmen","12":"tag-handel","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-prgen","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-united-states","19":"tag-united-states-of-america","20":"tag-us","21":"tag-usa","22":"tag-vereinigte-staaten","23":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","24":"tag-zwischen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114715184566210145","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=204924"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204924\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=204924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=204924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=204924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}