{"id":205393,"date":"2025-06-20T14:37:11","date_gmt":"2025-06-20T14:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/205393\/"},"modified":"2025-06-20T14:37:11","modified_gmt":"2025-06-20T14:37:11","slug":"forschung-fuer-die-wirtschaft-sichtbar-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/205393\/","title":{"rendered":"Forschung f\u00fcr die Wirtschaft sichtbar machen"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>Premiere in Hannover: Die KnowledgeMove bot einen Streifzug durch die hannoversche Wissenschaftslandschaft. Zum Beispiel Medizin, Optik, Fertigungstechnik, Energie &#8211; und immer verbunden mit der Frage, wie Spitzenforschung f\u00fcr die Wirtschaft nutzbar wird. Die Initiative zur Konferenz kam von Hannoverimpuls. Die Nieders\u00e4chsische Wirtschaft war dabei.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Es ist kein leichtes Ziel, das sich Doris Petersen gesetzt hat. \u201eWir m\u00f6chten mit der KnowledgeMove ein m\u00f6glichst ad\u00e4quates Bild unserer Wissenschaftslandschaft zeigen\u201c, sagte die Chefin der Wirtschaftsf\u00f6rdergesellschaft Hannoverimpuls. Und weist fast im gleichen Atemzug auf allein 80 Studieng\u00e4nge an der Leibniz-Universit\u00e4t und 70 an der Hochschule Hannover hin. Hinzu kommen im Wissenschaftsbetrieb der Landeshauptstadt unter anderem die Schwergewichte Medizinische Hochschule und die Tier\u00e4rztliche Hochschule.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/assets.coco-online.de\/89141747828055-jYIROljJ\/digitales-gehirn-circuit-baum_large_w.jpg\" data-lightbox=\"1750430228\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"aspect-ratio:768\/432;\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/digitales-gehirn-circuit-baum_medium_w.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"432\" title=\"\" data-media-id=\"208510\"\/><\/a>Symbol der KnowledgeMove 2025.<\/p>\n<p>Die KnowledgeMove ist eine neue Veranstaltung, ein Konferenzformat, getragen von Hannoverimpuls, der Leibniz-Uni, der Hochschule Hannover und unterst\u00fctzt von vielen weiteren Institutionen, darunter die IHK Hannover sowie die \u201eNieders\u00e4chsische Wirtschaft\u201c als Medienpartnerin. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es leichter gewesen, sich auf einzelne Gebiete zu konzentrieren, erkl\u00e4rte Petersen bei der Premiere. Aber ganz bewusst habe man sich f\u00fcr die Vielfalt entschieden, obwohl das die Sache eben nicht leichter mache.<\/p>\n<p>Es geht, darauf deutet schon der Name hin, um Wissenstransfer von der Forschung in die Wirtschaft. Wobei Prof. Dr. Volker Epping, Pr\u00e4sident der Leibniz-Universit\u00e4t Hannover, gleich pr\u00e4zisierte: Nicht die Einbahnstra\u00dfe, also den blo\u00dfen Transfer wolle man erreichen, sondern vielmehr den Austausch mit der Wirtschaft.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/assets.coco-online.de\/89141750408767-SYlozm3C\/km-podium-web_large_w.jpg\" data-lightbox=\"1750430228\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"aspect-ratio:768\/511;\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/km-podium-web_medium_w.jpg\" alt=\"Podiumsdiskussion bei Hannover Impuls mit Teilnehmern\" width=\"768\" height=\"511\" title=\"Podiumsdiskussion bei Hannover Impuls\" data-media-id=\"212163\"\/><\/a>Diskutierten zum Auftakt der KnowledgeMove: Prof. Martin Grotjahn (Hochschule Hannover), Doris Petersen (Hannoverimpuls), Moderatorin Lis Blume und Prof. Volker Epping (Leibniz-.Uni). Foto: Photodivision-DH GmbH\/Hannoverimpuls<\/p>\n<p>Was Prof. Dr. Martin Grotjahn, Vizepr\u00e4sident der Hochschule Hannover, umgehend bekr\u00e4ftigte: Schlie\u00dflich hei\u00dfen die ehemaligen Fachhochschulen heute Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaft, was die Einrichtung unmittelbar an der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft verortet. So Grotjahn.\u00a0<\/p>\n<p>Rund 200 Teilnehmede z\u00e4hlte die Premiere. Als Veranstalterin sieht Doris Petersen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Hannoverimpuls, Potenzial f\u00fcr die Zukunft: \u201eDie gro\u00dfe Resonanz zeigt: Es gibt einen echten Bedarf an diesem Austauschformat.&#8220; Petersen w\u00fcnscht sich weitere, regelm\u00e4\u00dfige Auflagen der KnowledgeMoive mit mit wechselnden Jahresthemen und weiteren Partnerorganisationen.<\/p>\n<p>Forschung, Ausgr\u00fcndung, Zusammenschl\u00fcsse: An nahezu 30 Einzelbeispielen wurde bei der KnowledgeMove Mitte Juni einen ganzen Tag lang die Wissenschafts-DNA der Region Hannover gezeigt. Bei aller Vielfalt standen aber dann noch vier Themengebiete im Mittelpunkt: Nachhaltigkeit, Gesundheit, Infrastruktur, Digitalisierung. Im Themenraum \u201eDigitale Innovationen und Gesundheit\u201c reichten die Beitr\u00e4ge von KI-basierter Entscheidungsunterst\u00fctzung \u00fcber Gef\u00e4\u00dfprothesen aus dem 3D-Drucker bis hin zu Erfahrungsberichten, die die Fallstricke und Erfolgsfaktoren von Technologietransfer zeigten. Hier weitere Beispiele:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Corlife \u2013 Ausgr\u00fcndung der MHH\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Eine Ausgr\u00fcndung aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist \u201eCorlife\u201c. Das 2006 in Hannover gegr\u00fcndet Unternehmen entwickelt innovative Implantate f\u00fcr das Herz und das Gef\u00e4\u00dfsystem und ist heute der f\u00fchrende Anbieter von zellfreien kardiovaskul\u00e4ren Allotransplantaten in Europa. Vorl\u00e4ufer des Unternehmens war ein Labor, in dem Prof. Dr. Axel Haverich, Direktor der Klinik f\u00fcr Herz-, Thorax, Transplantations- und Gef\u00e4\u00dfchirurgie der MHH, Technologien zur Dezellularisierung von Transplantaten auf Gef\u00e4\u00dfe und Herzklappen anwendete. Dr. Michael Harder, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Corlife oHG, erl\u00e4uterte, wie zellfreie Herzklappentransplantate eine nat\u00fcrliche Alternative zu herk\u00f6mmlichen Prothesen bieten. Das Unternehmen bearbeitet Gewebespenden, um sie f\u00fcr ein breites Spektrum von Patientinnen und Patienten vertr\u00e4glich zu machen. Diese zellfreien Herzklappentransplantate haben etwa gegen\u00fcber Herzklappen aus Carbon den Vorteil, dass sie nicht klappern. Diese Transplantate seien jedoch sehr teuer, so der Mediziner, und w\u00fcrden vor allem bei jungen Menschen von den Krankenkassen bezahlt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Anomalie-Detektion<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dr. Bodo Rosenhahn arbeitet am Institut f\u00fcr Informationsverarbeitung der Leibniz Universit\u00e4t Hannover und ist Direktor des auf KI und digitale Transformation spezialisierten Forschungszentrums L3S. Der studierte Informatiker skizzierte, wie es m\u00f6glich ist Anomalien &#8211; etwa in der Produktion \u2013 zu erkennen. Mit sogenannten Normalizing-Flows ist es m\u00f6glich, Produktionsanlagen zu optimieren und zu verhindern, dass die Produktion unterbrochen werden muss. Das KI-Service Zentrum KISSKI bietet hier einen niederschwelligen Zugang an.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Hulls: Forschung zur Stadtentwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Da lohnt sich mal eine Abk\u00fcrzung: Hulls steht f\u00fcr Hannover-Hildesheim Urban Living Lab for Sustainability. Und dahinter verbirgt sich ein Forschungsprojekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung, konkret vor Ort in einem hannoverschen Stadtteil. Dabei werden verschiedenste Themen verkn\u00fcpft, etwa Bebauung, Versorgung, Mobilit\u00e4t. Als Kooperationsprojekt weist Hulls \u00fcber die Region hinaus: Vorgestellt wurde das Projekt bei der KnowledgeMove durch Prof. Dr. Maylin Wartenberg von der Hochschule Hannover zusammen mit Prof. Dr. Till B\u00f6ttger von der HAWK, der Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaft und Kunst mit den Standorten in Hildesheim, Holzminden und G\u00f6ttingen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Optisch industriell anwendbar machen<\/strong><\/p>\n<p>Zu den Aush\u00e4ngeschildern der hannoverschen Forschungslandschaft geh\u00f6rt die Optik. Unter anderem seit vielen Jahren mit dem Laser Zentrum Hannover. Dr. Moritz Hinkelmann arbeitet ist dort an einem Projekt, das vom Land und von der Volkswagenstiftung gef\u00f6rdert wird. Es geht darum, r\u00e4umlich und technische aufwendige Technologien f\u00fcr die industrielle Anwendung tauglich zu machen \u2013 \u201esie auf einen Chip zu bringen\u201c, wie Hinkelmann erkl\u00e4rte: kleiner, energieeffizienter und f\u00fcr die Massenproduktion geeignet.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Kulturerbe unter Wasser sch\u00fctzen<\/strong><\/p>\n<p>Nochmal Optik und Laser: Im europaweiten Projekt Nerites \u2013 so hei\u00dft in der griechischen Mythologie der Wagenlenker des Meeresgottes Poseidon \u2013 geht es darum, im Meer versunkenes Kulturgut zu sch\u00fctzen. Aus Hannover kommt eine Lasertechnik, dies es erm\u00f6glicht, Ver\u00e4nderungen zu erfassen. Zum Beispiel an Schiffswracks: Ein Pilotstandort ist Fournoi in der \u00c4g\u00e4is, wo vor einigen Jahren fast 60 zum Teil antike Wracks entdeckt wurden \u2013 die h\u00f6chste Dichte, so der im Laserzentrum f\u00fcr Nerites zust\u00e4ndige Dr. Marcel Rieck. Bedeutung einer solchen Technik f\u00fcr die Wirtschaft? Das Vorg\u00e4ngerprojekt Robust nutzte die Lasertechnik zur Rohstoffanalyse.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<strong>IHK-Angebote f\u00fcr den Wissenstransfer\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/assets.coco-online.de\/89141750347826-hLD2UhRu\/img-9861-beschnitten-web_large_w.jpg\" data-lightbox=\"1750430228\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"aspect-ratio:768\/542;\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/img-9861-beschnitten-web_medium_w.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"542\" title=\"\" data-media-id=\"212022\"\/><\/a>Christian Treptow, Innovationsexperte der IHK Hannover. Foto: Barbara D\u00f6rmer<\/p>\n<p>Christian Treptow, Experte f\u00fcr Innovation, Forschung und Transfer bei der Industrie- und Handelskammer Hannover, die die KnowledgeMove unterst\u00fctzt hat, skizzierte, wie die IHK ihre Angebote f\u00fcr den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft organisiert und Projekte dadurch in die Umsetzung kommen. Die \u201eIHK-Praxistour Industrie 4.0\u201c zeige seit 2016 praxisnah und kompakt neue M\u00f6glichkeiten, technische Entwicklungen und Anwendungen in einem kleinen Teilnehmerkreis. Das von der IHK mit Partnern angebotene Format biete eine Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen mit anderen Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften aus Unternehmen sowie Expertinnen und Experten zu diskutieren. Im Gespr\u00e4chskreis \u201eLean&#8220; treffen sich haupts\u00e4chlich Fachleute aus dem produzierenden Gewerbe zum Informations- und Erfahrungsaustausch \u00fcber Erfolge und Probleme auf dem Weg hin zu einer \u201eschlanken&#8220; Produktion und effizienteren Abl\u00e4ufen der indirekten Bereiche.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Premiere in Hannover: Die KnowledgeMove bot einen Streifzug durch die hannoversche Wissenschaftslandschaft. 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