{"id":205584,"date":"2025-06-20T16:15:12","date_gmt":"2025-06-20T16:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/205584\/"},"modified":"2025-06-20T16:15:12","modified_gmt":"2025-06-20T16:15:12","slug":"arbeitszeit-debatte-droht-deutschland-ein-wohlstandsverlust","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/205584\/","title":{"rendered":"Arbeitszeit-Debatte: Droht Deutschland ein Wohlstandsverlust?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17\">Frauen in Deutschland waren dabei mehr als viermal so h\u00e4ufig in Teilzeit (48 Prozent) wie M\u00e4nner (12 Prozent). Dies sei kein Ausdruck von Faulheit, sondern von Notwendigkeit, sagt Windscheid-Profeta. Viele besch\u00e4ftigte Frauen arbeiteten in Teilzeit, weil Betreuungsangebote f\u00fcr Kinder oder Pflegebed\u00fcrftige fehlten. Ein weiterer Grund ist <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/ratgeber\/steuern-recht\/steuererklaerung\/id_81082962\/ehegattensplitting-2025-fuer-wen-es-sich-besonders-lohnt.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das Ehegattensplitting<\/a>, das Paare beg\u00fcnstigt, bei denen ein Partner deutlich mehr verdient. F\u00fcr den anderen Partner lohnt es sich dann h\u00e4ufig nicht, selbst zu arbeiten oder aufzustocken.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch trotzdem h\u00e4lt Windscheid-Profeta die hohe Quote f\u00fcr ein Problem. &#8222;Viele wollen mehr arbeiten, aber bleiben in der Teilzeitfalle h\u00e4ngen&#8220;, sagt der Soziologe. Die Teilzeitfalle beschreibt ein strukturelles Problem: Wer einmal in Teilzeit arbeitet, bleibt oft dauerhaft darin gefangen und hat somit geringeres Einkommen, schlechtere Aufstiegschancen und langfristig niedrigere Rentenanspr\u00fcche<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch IW-\u00d6konom Holger Sch\u00e4fer sieht die vielen Besch\u00e4ftigten, die nicht Vollzeit arbeiten, kritisch. In dieser Gruppe stecke das gr\u00f6\u00dfte Potenzial, um die Quote der Arbeitsstunden zu erh\u00f6hen. &#8222;Die Teilzeitler sind die am niedrigsten h\u00e4ngenden Fr\u00fcchte&#8220;, sagt Sch\u00e4fer.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Um eine Trendwende einzuleiten, br\u00e4uchte es keine moralischen Appelle. Der \u00d6konom erkl\u00e4rt: &#8222;Jeder bestimmt selbst, wie viel er arbeitet&#8220;, das sei keine Entscheidung von Politik oder \u00d6konomie. Doch die Politik k\u00f6nne die Rahmenbedingungen \u00e4ndern, um l\u00e4ngeres Arbeiten attraktiver zu machen. Deshalb m\u00fcsse der Staat etwa die Betreuungs-Infrastruktur ausbauen und die Abgabenbelastung verringern, damit eine Erh\u00f6hung der Stunden m\u00f6glich wird und sich auch lohnt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Zudem solle die schwarz-rote Koalition einige ihrer Gesetzesvorhaben stoppen. Dazu z\u00e4hlt er etwa die Familienstartzeit, die einen zweiw\u00f6chigen Urlaub f\u00fcr den Partner nach der Geburt eines Kindes vorsieht, sowie das Familienpflegegeld, das Menschen ausgezahlt werden soll, die ihre Erwerbst\u00e4tigkeit f\u00fcr die Pflege von Angeh\u00f6rigen aussetzen. Dies seien zwar &#8222;ehrenwerte Zielsetzungen&#8220;, doch letztlich &#8222;staatliche Pr\u00e4mien daf\u00fcr, dass jemand nicht arbeitet&#8220;, so Sch\u00e4fer.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Eine H\u00fcrde f\u00fcr die Erh\u00f6hung der Arbeitsstunden d\u00fcrften jedoch die Arbeitnehmer selbst sein. Denn nach ihrem Wunschwochenpensum gefragt, erkl\u00e4rte im Jahr 2023 eine Mehrheit, dass sie eher weniger Zeit im Job verbringen wollen. Laut Sozio-\u00f6konomischem Panel w\u00fcnschten sich die Menschen in Deutschland im Schnitt eine w\u00f6chentliche Arbeitszeit von 32,8 Stunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frauen in Deutschland waren dabei mehr als viermal so h\u00e4ufig in Teilzeit (48 Prozent) wie M\u00e4nner (12 Prozent).&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":205585,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[326,66904,1141,1173,29,66903,548,775,30,2526,1565,23139,12645,1420,57493,1209,56295,3917,379,4026,226,66905],"class_list":{"0":"post-205584","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-326","9":"tag-arbeitsstunde","10":"tag-arbeitszeit","11":"tag-bundesregierung","12":"tag-deutschland","13":"tag-eike-windscheid-profeta","14":"tag-eu","15":"tag-friedrich-merz","16":"tag-germany","17":"tag-gewerkschaften","18":"tag-griechenland","19":"tag-holger-schaefer","20":"tag-institut-der-deutschen-wirtschaft","21":"tag-koeln","22":"tag-neuseeland","23":"tag-nordrhein-westfalen","24":"tag-oecd","25":"tag-polen","26":"tag-rente","27":"tag-spanien","28":"tag-t-online","29":"tag-viertagewoche"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114716588555691059","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=205584"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205584\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/205585"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=205584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=205584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=205584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}