{"id":205982,"date":"2025-06-20T19:49:10","date_gmt":"2025-06-20T19:49:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/205982\/"},"modified":"2025-06-20T19:49:10","modified_gmt":"2025-06-20T19:49:10","slug":"europa-draengt-den-iran-zu-verhandlungen-mit-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/205982\/","title":{"rendered":"Europa dr\u00e4ngt den Iran zu Verhandlungen mit den USA"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 20.06.2025 20:39 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mehr als drei Stunden dauerte das Treffen europ\u00e4ischer Au\u00dfenminister mit ihrem iranischen Amtskollegen in Genf. Die Ergebnisse sind \u00fcbersichtlich: Alle sind offen f\u00fcr weitere Gespr\u00e4che. Europa aber will die USA mit am Verhandlungstisch.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDeutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien haben erstmals nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran mit der F\u00fchrung in Teheran pers\u00f6nlich verhandelt. Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul nannte die Gespr\u00e4che nach dem Ende des Treffens in Genf &#8222;ernsthaft&#8220;. Es sei der Eindruck entstanden, dass die iranische Seite grunds\u00e4tzlich bereit sei, \u00fcber alle Fragen weiter zu sprechen, so der CDU-Politiker.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;F\u00fcr uns Europ\u00e4er ist wichtig, dass wir beteiligt werden&#8220;, so Wadephul. &#8222;Aber vor allen Dingen ist von gro\u00dfer Bedeutung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika an diesen Verhandlungen und einer L\u00f6sung beteiligt werden.&#8220; F\u00fcr die Bundesregierung habe dabei Priorit\u00e4t, dass die Sicherheitsinteressen des Staates Israel gewahrt blieben.<\/p>\n<p>    Verhandlungen mit den USA gefordert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAn den Gespr\u00e4chen mit dem iranischen Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi in Genf nahmen neben Wadephul auch noch die Au\u00dfenminister Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens sowie die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas teil. Frankreichs Au\u00dfenminister Jean-No\u00ebl Barrot sagte, das Treffen k\u00f6nne den Weg f\u00fcr richtige Verhandlungen mit dem Iran ebnen. Auch der britische Au\u00dfenminister David Lammy betonte die Notwendigkeit weiterer Treffen: &#8222;Wir wollen die laufenden Gespr\u00e4che und Verhandlungen mit dem Iran fortsetzen und dr\u00e4ngen den Iran, seine Gespr\u00e4che mit den USA fortzusetzen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAraghtschi hatte vor dem Treffen Verhandlungen angesichts der anhaltenden israelischen Angriffe abgelehnt. Solange diese Attacken nicht aufh\u00f6rten, gebe es grunds\u00e4tzlich keinen Raum f\u00fcr Gespr\u00e4che und Diplomatie, sagte Araghtschi dem iranischen Staatsfernsehen. Man sei nicht bereit, mit irgendjemandem zu verhandeln. Insbesondere gebe es keinen Kontakt mit den USA.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach dem Treffen heute sagte Araghtschi, sein Land sei bereit, weiter auf Diplomatie zu setzen. Ein erneutes Treffen in naher Zukunft sei m\u00f6glich. Die Diskussionen in Genf seien ernsthaft und von Respekt gepr\u00e4gt gewesen. Er betonte aber: &#8222;Solange die Angriffe Israels andauern, werden wir mit keiner Partei verhandeln.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Ungerechtfertigter und verbrecherischer Krieg&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einer Rede vor dem UN-Menschenrechtsrat hatte Araghtschi zuvor eine sch\u00e4rfere Tonart gew\u00e4hlt. Dort forderte er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe Israels auf sein Land zu verurteilen. &#8222;Jede Rechtfertigung dieses ungerechten und verbrecherischen Krieges k\u00e4me einer Komplizenschaft gleich&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAraghtschi warf Israel wegen dessen Vorgehen im Gazastreifen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.<\/p>\n<p>    Au\u00dfenminister: &#8222;Iran ist jetzt am Zug&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWadephul hatte vor dem Treffen betont, dass er mit Blick auf eine diplomatische Initiative den n\u00e4chsten Schritt von Teheran erwarte. Der Iran sei &#8222;jetzt am Zug&#8220;. Er forderte &#8222;die ernsthafte Bereitschaft&#8220; des Iran, &#8222;auf jede Anreicherung von nuklearem Material zu verzichten, was in Richtung einer atomaren Bewaffnung gehen k\u00f6nnte&#8220;. Nur dann k\u00f6nne es weitere Verhandlungen geben, so der CDU-Politiker.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael k\u00f6nne sich darauf verlassen, &#8222;dass die Bundesrepublik Deutschland die Sicherheit und die Existenz des israelischen Staates immer im Auge behalten wird, verteidigen wird&#8220;, so Wadephul. Das sei Teil der deutschen Staatsr\u00e4son.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer britische Au\u00dfenminister Lammy hatte im Vorfeld der Gespr\u00e4che vor einer Eskalation im Nahen Osten gewarnt. Es sei jetzt an der Zeit, den dramatischen Szenen ein Ende zu setzen, sagte Lammy nach einem bilateralen Treffen mit US-Au\u00dfenminister Marco Rubio. Die Lage sei bedrohlich.<\/p>\n<p>    Macron k\u00fcndigt Angebot an Iran an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit Blick auf das iranische Atomprogramm hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eine R\u00fcckkehr zu Gespr\u00e4chen gefordert. &#8222;Der iranische Nuklearbereich ist eine Bedrohung und in der Sache darf es keine laxe Haltung geben&#8220;, sagte Macron vor dem Treffen. Aber niemand k\u00f6nne &#8222;ernsthaft glauben, dass dieser Gefahr allein mit dem derzeitigen Einsatz (Israels) begegnet werden kann&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs gebe sehr gut gesch\u00fctzte Werke im Iran und niemand k\u00f6nne derzeit genau sagen, wo sich das auf 60 Prozent angereicherte Uran befinde, so Macron. &#8222;Also m\u00fcssen wir die Kontrolle \u00fcber (das iranische Atom-)Programm durch technische\u00a0Expertise und Verhandlung zur\u00fcckerlangen.&#8220; Macron erkl\u00e4rte, der franz\u00f6sische, britische und deutsche Au\u00dfenminister w\u00fcrden dem iranischen Kollegen ein Angebot zu umfassenden diplomatischen und technischen Verhandlungen machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Vorschlag umfasst laut Macron mehrere Punkte: Zum einen solle die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) ihre Arbeit mit Blick auf die null (Uran-) Anreicherung wieder aufnehmen und Zugang zu allen Einrichtungen erhalten. Die ballistischen Aktivit\u00e4ten und die Finanzierung der Verb\u00fcndeten des Iran in der Region sollten beschr\u00e4nkt werden. Zudem solle die Befreiung der Geiseln Thema sein. Macron stellte jedoch nicht klar, ob damit Geiseln im Gazastreifen gemeint sind. Frankreich bezeichnet mehrere im Iran festgehaltene Franzosen ebenfalls als Geiseln.<\/p>\n<p>    Israel und Iran seit vergangener Woche im Krieg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/iran-gegenangriff-israel-isfahan-100.html\" title=\"Iran greift Israel mit Raketen an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Am vergangenen Freitag hatte Israel einen Gro\u00dfangriff auf den Erzfeind Iran begonnen<\/a>. Seither greift das israelische Milit\u00e4r immer wieder Ziele in der Islamischen Republik an, w\u00e4hrend die iranischen Streitkr\u00e4fte ihrerseits Raketen auf die Atommacht Israel abfeuern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach israelischer Darstellung ist das wichtigste Ziel des Krieges, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Die iranische F\u00fchrung hingegen dementiert seit Jahren, den Bau von Kernwaffen anzustreben &#8211; und pocht auf das Recht, Atomkraft f\u00fcr friedliche Zwecke zu nutzen.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-221866.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Kathrin Hondl, ARD Genf, tagesschau, 20.06.2025 13:10 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.06.2025 20:39 Uhr Mehr als drei Stunden dauerte das Treffen europ\u00e4ischer Au\u00dfenminister mit ihrem iranischen Amtskollegen in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":205983,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,345,411,14,15,12,6168],"class_list":{"0":"post-205982","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-iran","17":"tag-israel","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-verhandlungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114717429800085105","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=205982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205982\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/205983"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=205982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=205982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=205982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}