{"id":206276,"date":"2025-06-20T22:28:18","date_gmt":"2025-06-20T22:28:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/206276\/"},"modified":"2025-06-20T22:28:18","modified_gmt":"2025-06-20T22:28:18","slug":"grossbritannien-macht-schritt-hin-zu-legaler-sterbehilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/206276\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien macht Schritt hin zu legaler Sterbehilfe"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_politik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 20.06.2025, 22:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/autor\/sebastian-borger-8q0zervb9.html\" title=\"Zur Autorenseite von Sebastian Borger\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" borger=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sebastian Borger<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/38668200-die-mehrheit-der-menschen-in-grossbritannien-unterstuetzt-die-initiative-2hVhWf9Hfwfe.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"Die Mehrheit der Menschen in Gro&#xDF;britannien unterst&#xFC;tzt die Initiative. \"\/>Die Mehrheit der Menschen in Gro\u00dfbritannien unterst\u00fctzt die Initiative.  \u00a9\u00a0IMAGO\/WIktor Szymanowicz<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Nach monatelanger Debatte stimmt das britische Unterhaus der begrenzten Freigabe zu. Die Abstimmung in der zweiten Kammer des Parlaments steht noch bevor.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Lautstarke Kundgebungen vor dem Palast von Westminster, emotionale Schlagzeilen der Londoner Tageszeitungen \u2013 wie zu Beginn der knapp siebenmonatigen Debatte \u00fcber eine begrenzte Freigabe der Sterbehilfe in England und Wales prallten auch am Freitag wieder die Meinungen aufeinander.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Am Ende des vierst\u00fcndigen letzten Austausches von Argumenten gaben die Abgeordneten im britischen Unterhaus mit 314:291 Stimmen den Weg f\u00fcr die Reform frei. Nach der Zustimmung im Unterhaus muss nun im n\u00e4chsten Schritt das Oberhaus dar\u00fcber entscheiden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Initiative stammt von der Labour-Politikerin Kim Leadbeater, die argumentiert, die neue Regelung biete Todkranken in der letzten Phase ihres Lebens eine \u201emitf\u00fchlende und sichere Wahlm\u00f6glichkeit\u201c. Von Regierungschef Keir Starmer ist bekannt, dass er die Rechtsreform unterst\u00fctzt. Sterbe-Helfer:innen m\u00fcssen derzeit mit einem Ermittlungsverfahren rechnen, gehen im Normalfall aber straffrei aus. De jure aber bleibt die Androhung einer Gef\u00e4ngnisstrafe von bis zu 14 Jahren f\u00fcr Beihilfe zum Suizid bestehen.<\/p>\n<p>Breite Mehrheit unterst\u00fctzt Reform<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Leadbeaters \u00fcberarbeiteter Plan sieht die Pr\u00fcfung des Suizidwunsches von Schwerstkranken mit einer Lebenserwartung von weniger als einem Jahr durch mindestens zwei \u00c4rzt:innen vor. Ausdr\u00fccklich soll es in den Gespr\u00e4chen auch um eine m\u00f6gliche palliative Pflege gehen. Mit ihrer Unterschrift sollen die \u00c4rzt:innen garantieren, dass die Sterbewilligen geistig gesund sind und keine Anzeichen von \u00e4u\u00dferem Druck vorliegen. Allen Umfragen des vergangenen Jahrzehnts zufolge stimmen die Menschen in Gro\u00dfbritannien mit einer Zweidrittelmehrheit der Reform zu. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die eigentlich viel ger\u00fchmte Hospizbewegung auf der Insel steckt in einer tiefen Krise. Palliativpflege wird nur zu einem Drittel staatlich unterst\u00fctzt, den Rest m\u00fcssen Wohlfahrtsverb\u00e4nde und Lobbygruppen aus Spendenmitteln finanzieren. Das hat die ohnehin knappe Zahl von Hospizen weiter reduziert. Die Folge sind immer wieder w\u00fcrdelose Sterbeverl\u00e4ufe in Sechsbettzimmern ohne Privatsph\u00e4re. Die Verbesserung solcher Zust\u00e4nde wird seit Jahren gefordert, worauf viele Gegner:innen der Reform hinwiesen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ohnehin war auch diesmal die Debatte von gegenseitigem Respekt gepr\u00e4gt. Seine Gegnerschaft basiere \u201eweder auf religi\u00f6sem Glauben noch auf Unkenntnis\u201c, teilte James Cleverly als prominenter Sprecher der Reform-Skeptiker:innen mit. Vielmehr halten viele Abgeordnete die bisher durchgesetzten Einschr\u00e4nkungen und Kontrollen nicht f\u00fcr ausreichend. Im Verlauf der Beratungen gaben die Bef\u00fcrworter:innen den Plan auf, jeden Fall durch eine Richterin am High Court \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dagegen hatte sich Justizministerin Shabana Mahmood unter Hinweis auf die \u00dcberlastung der Gerichte gewehrt. Sie steht dem neuen Gesetz weiterhin ebenso ablehnend gegen\u00fcber wie Gesundheitsminister Wesley Streeting. Angesichts des Zustandes in der Palliativpflege h\u00e4tten Todkranke \u201ekeine echte Alternative\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Politik Stand: 20.06.2025, 22:23 Uhr Von: Sebastian Borger DruckenTeilen Die Mehrheit der Menschen in Gro\u00dfbritannien unterst\u00fctzt die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":206277,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-206276","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114718055296622537","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/206276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=206276"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/206276\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/206277"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=206276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=206276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=206276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}