{"id":206602,"date":"2025-06-21T01:25:10","date_gmt":"2025-06-21T01:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/206602\/"},"modified":"2025-06-21T01:25:10","modified_gmt":"2025-06-21T01:25:10","slug":"bremen-seltene-mutation-ungeklaert-experten-raetseln-ueber-phaenomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/206602\/","title":{"rendered":"Bremen: Seltene Mutation ungekl\u00e4rt | Experten r\u00e4tseln \u00fcber Ph\u00e4nomen"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Gut zwei Millionen Rehe leben in Deutschlands Natur. Sehr seltene Exemplare sehen jedoch ganz anders aus als ihre Artgenossen. Experten r\u00e4tseln \u2013 und das bis heute.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es gibt sie in H\u00fclle und F\u00fclle. Man trifft sie vor allem im Wald und auf Wiesen, neben der Autobahn kann man sie sehen und auch in stadtnahe Gebiete verlaufen sie sich: Rehe. F\u00fcr die allermeisten Menschen d\u00fcrfte der Anblick der bis zu 35 Kilogramm schweren Tiere keine Seltenheit sein. Immerhin liegt ihre Population Sch\u00e4tzungen zufolge in Deutschland heute bei rund 2,5 Millionen Exemplaren. Dabei gibt es sehr seltene Ausnahmen, die sich ausschlie\u00dflich im Nordwesten Deutschlands aufhalten: schwarze Rehe.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">K\u00f6rperbau, Gewicht, Geweih \u2013 die schwarzen Rehe unterscheiden sich in ihrer Anatomie nicht von ihren rotbraunen Artgenossen. Doch mit ihrem dunkelgrauen bis tiefschwarzen Fellkleid heben sie sich optisch deutlich von den &#8222;normalen&#8220; Wildtieren ab. Was die Rehe in &#8222;Sonderlackierung&#8220; noch deutlich besonderer macht, ist ihr Verbreitungsgebiet: Beinahe ausschlie\u00dflich im Nordwesten Deutschlands kann man sie antreffen. Warum das so ist, dar\u00fcber r\u00e4tseln Fachleute bis heute.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das Ph\u00e4nomen der schwarzen Rehe nennen Experten Melanismus. Bekannt ist, dass diese Tiere durch einen Gendefekt vermehrt schwarze Pigmente bilden und sich deshalb auch ihr Fell schwarz f\u00e4rbt. Warum diese \u00e4u\u00dferst seltenen Tiere jedoch fast ausschlie\u00dflich in den Tiefebenen zwischen Ems und <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/elbe\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elbe<\/a> zu finden sind und sich nicht fl\u00e4chendeckend in anderen Teilen Deutschlands verteilen, dar\u00fcber liegen Fachleuten bislang keine Erkenntnisse vor.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Geschichte der schwarzen Rehe geht, je nach Quelle, bis vor das Jahr 1000 zur\u00fcck. Gerade im Bereich um Haste bei <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/hannover\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hannover<\/a> sollen bereits damals erste Exemplare gesichtet worden sein. Noch heute tr\u00e4gt die Gemeinde in ihrem Wappen einen schwarzen Rehbock, der das Schaumburger Nesselblatt \u00fcberspringt. Weitere Berichte belegen zudem, dass das schwarze Reh sp\u00e4testens im 16. Jahrhundert auch im Bereich Verden, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/osnabrueck\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Osnabr\u00fcck<\/a> und im Landkreis L\u00fcchow-Dannenberg sesshaft wurde.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Vereinzelt wurden Tiere im Taunus, an der Grenze von Niedersachsen zu Nordrhein-Westfalen und in Unterfranken gesichtet. Allerdings soll es sich dabei um wenige Exemplare beziehungsweise isolierte Best\u00e4nde gehandelt haben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wie viele schwarze Rehe es in Deutschland gibt, ist nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. Nach Einsch\u00e4tzung von Fachleuten tritt die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/hautkrankheiten\/id_47927616\/pigmentstoerung-ursachen-behandlung-der-weissfleckenkrankheit.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pigmentst\u00f6rung<\/a> (das betrifft auch wei\u00dfe Rehe, also Albinos) in einem Verh\u00e4ltnis von 1:10.000 auf. Sprich: Eines von zehntausend geborenen Rehen ist schwarz oder wei\u00df. Das liege in erster Linie daran, dass sich die vorherrschende r\u00f6tliche F\u00e4rbung dominant vererbe. Andere Berechnungen sagen, bis zu 20 Prozent aller Rehe im Nordwesten k\u00f6nnten schwarz sein. Konkrete Zahlen liegen jedoch nicht vor.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Fachzeitschriften zufolge str\u00f6mten bis vor einigen Jahren zahlreiche J\u00e4ger, vor allem aus dem Ausland, nach Norddeutschland, um die besonderen Tiere schie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Sie gelten bis heute als beliebte Troph\u00e4en. Da der Bestand jedoch \u2013 trotz nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rter Zahlen \u2013 als gering eingestuft wird, wurde diesem Vorgehen bald Einhalt geboten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im Bereich Haste, dort, wo das schwarze Reh urspr\u00fcnglich herzukommen scheint, hatten J\u00e4ger bis zum Jahr 1933 fast alle Rehe mit rotbrauner F\u00e4rbung geschossen, um den Bestand an schwarzen Rehen in die H\u00f6he treiben. Das Unterfangen gelang, sodass die Quote der seltenen Tiere auf 90 Prozent angehoben werden konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gut zwei Millionen Rehe leben in Deutschlands Natur. 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