{"id":207293,"date":"2025-06-21T07:54:09","date_gmt":"2025-06-21T07:54:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/207293\/"},"modified":"2025-06-21T07:54:09","modified_gmt":"2025-06-21T07:54:09","slug":"iran-und-israel-vorerst-keine-aussicht-auf-diplomatische-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/207293\/","title":{"rendered":"Iran und Israel: Vorerst keine Aussicht auf diplomatische L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 21.06.2025 09:31 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Gespr\u00e4che der Europ\u00e4er mit dem Iran endeten vorerst ergebnislos. US-Pr\u00e4sident Trump h\u00e4lt sie ohnehin nicht f\u00fcr zielf\u00fchrend. Er selbst scheint auf Zeit zu spielen. Israel und der Iran greifen einander unterdessen weiter an.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Krieg zwischen Israel und dem Iran erscheint eine diplomatische L\u00f6sung zunehmend ungewiss. In der Nacht lieferten sich die Erzfeinde erneute Angriffe. Trotz wachsenden Drucks auch angesichts eines m\u00f6glichen Kriegseintritts der USA an der Seite Israels lehnt der Iran nach den Worten von Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi Verhandlungen ab, solange Israels Angriffe andauerten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsraels F\u00fchrung zeigt jedoch keine Anzeichen, die vor einer Woche begonnene Milit\u00e4rkampagne im Iran einzustellen. &#8222;Wir m\u00fcssen uns auf einen l\u00e4nger dauernden Einsatz einstellen&#8220;, sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir. &#8222;Wir haben den komplexesten Einsatz unserer Geschichte begonnen.&#8220;<\/p>\n<p>    Israels Au\u00dfenminister: Iran t\u00e4uscht die Welt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael sch\u00e4tzt, dass seine Angriffe im Iran die Entwicklung einer Atombombe durch die Islamische Republik um Jahre verz\u00f6gert haben. &#8222;Ich glaube, laut den Einsch\u00e4tzungen, die wir h\u00f6ren, haben wir die M\u00f6glichkeit f\u00fcr sie, eine Atombombe zu erlangen, bereits um mindestens zwei oder drei Jahre verz\u00f6gert&#8220;, sagte der israelische Au\u00dfenminister Gideon Saar in einem Interview mit der Bild-Zeitung. Israel habe viel erreicht, werde aber &#8222;nicht aufh\u00f6ren, bis wir alles getan haben, was m\u00f6glich ist, um diese Bedrohung zu beseitigen&#8220;, sagte Saar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einem anderen Interview mit dem japanischen Fernsehsender NHK betonte er: &#8222;Wir werden nicht zulassen, dass der Iran wie Nordkorea wird. Der Iran hat versucht, den Weg Nordkoreas einzuschlagen, weil er glaubt, dass die Sicherheit seines Regimes durch Atomwaffen gew\u00e4hrleistet wird.&#8220; Das werde man im Iran nicht zulassen. Auf die Frage von NHK, ob Israel bereit sei, eine diplomatische L\u00f6sung im Konflikt mit dem Iran zu akzeptieren, sagte Saar: &#8222;Pers\u00f6nlich glaube ich nicht, dass der Iran eine (diplomatische) L\u00f6sung anstrebt. Der Iran versucht, die internationale Gemeinschaft zu t\u00e4uschen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>    Trump: &#8222;Europa kann dabei nicht helfen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump h\u00e4lt die j\u00fcngsten Vermittlungsbem\u00fchungen der Europ\u00e4er f\u00fcr nicht zielf\u00fchrend. &#8222;Der Iran will nicht mit Europa sprechen. Sie wollen mit uns sprechen. Europa kann dabei nicht helfen&#8220;, sagte Trump auf die Frage eines Journalisten, ob die Gespr\u00e4che der Europ\u00e4er hilfreich gewesen seien. Es gebe aktuell Kontakte der USA mit dem Iran, und man werde sehen, was passiere.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Au\u00dfenminister von Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien hatten sich am Freitag in Genf mit ihrem iranischen Kollegen Araghtschi getroffen. Die Europ\u00e4er und auch die iranische Seite wollen die Gespr\u00e4che fortsetzen. Araghtschi betonte allerdings: &#8222;Solange die Angriffe Israels andauern, werden wir mit keiner Partei verhandeln.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZu einer Forderung aus Teheran, wonach es vor Verhandlungen eine Waffenruhe br\u00e4uchte, sagte Trump, es sei schwierig, das von Israel zu verlangen, weil Israel in dem Krieg aktuell gewinne. Eine solche Forderung w\u00e4re einfacher, wenn die eine Seite nicht die Oberhand h\u00e4tte. Trump will diplomatischen Bem\u00fchungen eigenen Angaben vom Donnerstag zufolge noch bis zu zwei Wochen Zeit geben, bevor er eine Entscheidung \u00fcber eine m\u00f6gliche Kriegsbeteiligung der USA trifft.<\/p>\n<p>    Iran: Wissen nicht, ob wir den USA noch vertrauen k\u00f6nnen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einem Gespr\u00e4ch mit dem US-Sender NBC News in Genf zweifelte Irans Au\u00dfenminister daran, dass Washington an diplomatischen Bem\u00fchungen zur Beendigung des Krieges interessiert ist. Araghtschi \u00e4u\u00dferte den Verdacht, dass die USA vorherige Verhandlungen mit der Islamischen Republik nur als Deckmantel f\u00fcr Israels Offensive nutzten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Sie hatten vielleicht diesen Plan im Kopf und brauchten die Verhandlungen nur, um ihn zu verschleiern&#8220;, sagte Araghtschi. &#8222;Wir wissen nicht, wie wir ihnen noch vertrauen k\u00f6nnen. Was sie getan haben, war in Wirklichkeit ein Verrat an der Diplomatie&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>    Weitere gegenseitige Angriffe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie israelische Luftwaffe griff unterdessen erneut Ziele im mehr als 1.000 Kilometer entfernten Iran an. Israel nahm zum einen die Atomanlage Isfahan ins Visier, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete. Dabei sei es nicht zum Austritt gef\u00e4hrlicher Substanzen gekommen. Isfahan ist eine der gr\u00f6\u00dften Anlagen im umstritten Nuklearprogramm des Iran.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIranischen Medien und dem israelischen Verteidigungsministerium zufolge wurde au\u00dferdem ein Geb\u00e4ude in der Stadt Ghom attackiert. Mindestens eine Person sei dabei get\u00f6tet worden. Laut Israel handelt es sich um einen langj\u00e4hrigen Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden, einer Sondereinheit f\u00fcr Auslandseins\u00e4tze der m\u00e4chtigen Iranischen Revolutionsgarden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Iran feuerte seinerseits f\u00fcnf Raketen auf Israel ab, wie ein israelischer Milit\u00e4rvertreter mitteilte. Berichte \u00fcber Opfer oder Einschl\u00e4ge in Israel liegen jedoch noch nicht vor. Tr\u00fcmmer einer abgefangenen Rakete verursachten Medien zufolge zwar ein Feuer auf dem Dach eines Wohnhauses, Sch\u00e4den in Wohnungen gebe es aber wohl nicht. Am Freitag waren bei einem iranischen Raketenbeschuss in der israelischen Mittelmeerstadt Haifa laut dem Rettungsdienst mindestens 23 Menschen verletzt worden, drei davon schwer.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.06.2025 09:31 Uhr Die Gespr\u00e4che der Europ\u00e4er mit dem Iran endeten vorerst ergebnislos. 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