{"id":207774,"date":"2025-06-21T12:26:17","date_gmt":"2025-06-21T12:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/207774\/"},"modified":"2025-06-21T12:26:17","modified_gmt":"2025-06-21T12:26:17","slug":"im-schatten-alter-baeume-diese-historischen-biergaerten-in-bayern-sind-besonders-schoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/207774\/","title":{"rendered":"Im Schatten alter B\u00e4ume: Diese historischen Bierg\u00e4rten in Bayern sind besonders sch\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p>Es sind die wahrscheinlich lebendigsten Denkm\u00e4ler, die wir haben, sagt Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege (BLfD): Bayerns <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/biergaerten\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bierg\u00e4rten<\/a>. Sie w\u00fcrden die Geschichte des Freistaats auf ihre ganz eigene Weise erz\u00e4hlen. \u201eSie faszinieren durch ihre Vielfalt und sind Orte der Begegnung: offen, gesellig, voller Geschichte.\u201c Bierg\u00e4rten gehen auf das 16. Jahrhundert zur\u00fcck, als Bier nur zwischen Ende September und Ende April gebraut wurde.<\/p>\n<p>Bierg\u00e4rten entstanden h\u00e4ufig unter den zur K\u00fchlung der Brauereikeller angelegten gro\u00dfen B\u00e4umen \u2013 die man bis heute sehen kann. Traditionellerweise darf man in den Biergarten Speisen von zu Hause mitbringen \u2013 auch heute ist das oft noch der Brauch. Getr\u00e4nke m\u00fcssen allerdings vor Ort erworben werden.<\/p>\n<p>M\u00fcnchens \u00e4ltester Biergarten<\/p>\n<p>Er ist M\u00fcnchens \u00e4ltester Biergarten: der Augustinerkeller in der Arnulfstra\u00dfe. \u00dcber 5000 Menschen finden dort unter dem gr\u00fcnen Bl\u00e4tterdach im Freien Platz.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1574312_augustinerkeller_artikelbild_1Ek_py_zRr9gY.jpg\" alt=\"F\u00fcr \u00fcber 5000 Menschen hat der Augustinerkeller in M\u00fcnchen Platz.\" title=\"F\u00fcr \u00fcber 5000 Menschen hat der Augustinerkeller in M\u00fcnchen Platz.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      F\u00fcr \u00fcber 5000 Menschen hat der Augustinerkeller in M\u00fcnchen Platz.<br \/>\n      \u00a9 Augustinerkeller<\/p>\n<p>    F\u00fcr \u00fcber 5000 Menschen hat der Augustinerkeller in M\u00fcnchen Platz.<\/p>\n<p>von Augustinerkeller <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Erstmals erw\u00e4hnt wurde der Augustinerkeller 1812, sein heutiges Erscheinungsbild erhielt er nach einem gro\u00dfen Umbau im Jahr 1896. Seine Beliebtheit ist seitdem ungebrochen, auch wenn er heute um zwei Eigenheiten \u00e4rmer ist als im vorletzten Jahrhundert.<\/p>\n<p>So geh\u00f6rt beispielsweise der ber\u00fchmte \u201eBierochse\u201c der Vergangenheit an: Dieser trottete bis 1891 in der heutigen Halle im Kreis und bef\u00f6rderte \u00fcber ein Windensystem Bier aus dem Keller nach oben zu den G\u00e4sten.<\/p>\n<p>Auch der letzte Richtplatz M\u00fcnchens, der direkt gegen\u00fcber auf dem Marsfeld lag, ist Geschichte. 1854 wurde dort zum letzten Mal mit dem Schwert hingerichtet, 1861 kam die Guillotine gl\u00fccklicherweise letztmalig zum Einsatz.<\/p>\n<p>Forchheim: Bier verwahrt in unterirdischen G\u00e4ngen<\/p>\n<p>Im 17. Jahrhundert wurde der Grundstein f\u00fcr den Kellerwald im oberfr\u00e4nkischem Forchheim gelegt. Die Brauer begannen, in Oberfranken unterg\u00e4riges Bier herzustellen, das l\u00e4nger haltbar war.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1574313_der-forchheimer-kellerwald_artikelbild_1Ek_qz_pPyWaO.jpg\" alt=\"Der Forchheimer Kellerwald.\" title=\"Der Forchheimer Kellerwald.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Der Forchheimer Kellerwald.<br \/>\n      \u00a9 Forchheim Tourismusmanagement<\/p>\n<p>    Der Forchheimer Kellerwald.<\/p>\n<p>von Forchheim Tourismusmanagement <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Damit es jedoch auch w\u00e4hrend der warmen Monate k\u00fchl gelagert werden konnte, wurden im Forchheimer Kellerwald kilometerlange unterirdische G\u00e4nge gegraben.<\/p>\n<p>Der Transport des Bieres in die Stadt war m\u00fchsam, doch die L\u00f6sung war nicht fern: B\u00e4nke und Tische auf die Keller gestellt &#8211; geboren waren die Kellerwirtschaften. 23 Kellerwirtschaften laden noch heute auf einer Fl\u00e4che von 20.000 Quadratmetern zur Einkehr ein.<\/p>\n<p>Chiemgau: Das einstige Tor zur Welt<\/p>\n<p>Eines der \u00e4ltesten Gasth\u00e4user mit Biergartenbetrieb im Chiemgau ist \u201eD\u2019Feldwies\u201c in \u00dcbersee. Erstmals urkundlich erw\u00e4hnt wurde das Gasthaus 1554, der heutige Bau stammt aus dem 17. Jahrhundert.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1574314_d-feldwies-in-uebersee_artikelbild_1Ek_rc_jC481c.jpg\" alt=\"\u201eD\u2019 Feldwies\u201c in \u00dcbersee.\" title=\"\u201eD\u2019 Feldwies\u201c in \u00dcbersee.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      \u201eD\u2019 Feldwies\u201c in \u00dcbersee.<br \/>\n      \u00a9 Michael Forstner\/BLfD<\/p>\n<p>    \u201eD\u2019 Feldwies\u201c in \u00dcbersee.<\/p>\n<p>von Michael Forstner\/BLfD <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>F\u00fcr Fuhrknechte aus dem Achental und Tirol war das Gasthaus einst das Tor zur Welt: Hier warteten sie an der M\u00fcndung der Tiroler Ache in den Chiemsee auf die \u00dcberfahrt zu den Inseln. Der Hafenbetrieb war lange Zeit die wirtschaftliche Grundlage f\u00fcr den kleinen Ort.<\/p>\n<p>Anfang der 2000er wurde das Gasthaus mithilfe lokaler Firmen und der B\u00fcrger renoviert &#8211; die Gemeinde, die das Geb\u00e4ude erwarb, verf\u00fcgte damals nicht \u00fcber die n\u00f6tigen Mittel. Und so k\u00f6nnen dort auch heute noch Kaiserschmarrn, Kn\u00f6del und Zwiebelrostbraten verzehrt werden.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in die 50er: Einkehr im Fliegenpilz in Lindau<\/p>\n<p>Ein Denkmal in Form eines Fliegenpilzes befindet sich im schw\u00e4bischen Lindau. Die kleinen Milchpilze wurden in den 1950er Jahren entworfen, um den Absatz von Milch w\u00e4hrend des wirtschaftlichen Aufschwungs anzukurbeln.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/bayern\/bayerns-schoenste-denkmalgeschuetzte-freibaeder-art-1000723\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1473932_mehrzumthema_1CPNYy_wTHmAr.jpg\" alt=\"Das Badehaus in Lindau-Aeschach.\" title=\"Das Badehaus in Lindau-Aeschach.\" width=\"696\" height=\"390\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/bayern\/bayerns-schoenste-denkmalgeschuetzte-freibaeder-art-1000723\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bayerns sch\u00f6nste denkmalgesch\u00fctzte Freib\u00e4der        <\/a><\/p>\n<p>              <img decoding=\"async\" alt=\"AZ-Plus\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/design\/images\/badge-azplus.svg\"\/>                <\/p>\n<p>                X<\/p>\n<p>Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugef\u00fcgt. <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/meine-az\/merkliste\/\" title=\"Zur Merkliste\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                zur Merkliste<br \/>\n                <\/a>  <\/p>\n<p>Zudem war Alkohol damals erst ab 21 Jahren erlaubt, weshalb viele Kioske sich auf alkoholfreie Getr\u00e4nke spezialisierten.<\/p>\n<p>Die Milchindustrie produzierte diese Kioske in Serie f\u00fcr viele europ\u00e4ische L\u00e4nder. Insgesamt verlie\u00dfen laut dem BLfD 49 Milchpilze das Werk in Wangen im Allg\u00e4u, heute gibt es weltweit nur noch acht Exemplare.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1574315_der-milchpilz-in-lindau_artikelbild_1Ek_rT_xsMmrp.jpg\" alt=\"Der Milchpilz in Lindau.\" title=\"Der Milchpilz in Lindau.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Der Milchpilz in Lindau.<br \/>\n      \u00a9 Hari Pulko<\/p>\n<p>    Der Milchpilz in Lindau.<\/p>\n<p>von Hari Pulko <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Der erste Serienpilz ging, wohl auch wegen der geografischen N\u00e4he, nach Lindau und wurde 1952 in der N\u00e4he des Toskanaparks aufgestellt. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde er zum Sina-Kinkelin-Platz auf der Insel versetzt, wo er bis heute steht.<\/p>\n<p>Bad Kissingen: Erfrischung im Caf\u00e9-Pavillon<\/p>\n<p>In Unterfranken lockt nach einem Bad im Terrassenschwimmbad Bad Kissingen eine Abk\u00fchlung im Caf\u00e9-Pavillon. Anfang der 1950er Jahre wurden das Bad und das Caf\u00e9 mithilfe der US-Armee erbaut.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1574317_der-cafe-pavillon-im-terrassenschwimmbad-bad-kissingen_artikelbild_1Ek_sC_hZrpoh.jpg\" alt=\"Der Caf\u00e9-Pavillon im Terrassenschwimmbad Bad Kissingen.\" title=\"Der Caf\u00e9-Pavillon im Terrassenschwimmbad Bad Kissingen.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Der Caf\u00e9-Pavillon im Terrassenschwimmbad Bad Kissingen.<br \/>\n      \u00a9 Bad Kissingen\/Mario Selzer<\/p>\n<p>    Der Caf\u00e9-Pavillon im Terrassenschwimmbad Bad Kissingen.<\/p>\n<p>von Bad Kissingen\/Mario Selzer <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Als Zeugnis der Zeit des Wiederaufbaus und typisches Beispiel des 1950er-Jahre-Stils wurden 1994 zuerst der Caf\u00e9-Pavillon und 1996 das gesamte Terrassenbad mit Umkleidekabinen als Ensemble zum Denkmal erkl\u00e4rt, hei\u00dft es vom BLfD. Mit einzigartigem Ausblick \u00fcber das Saale-Ufer bis hin zu den Bergen der Rh\u00f6n l\u00e4sst sich hier der Aufbruchsstimmung der Nachkriegsjahre nachsp\u00fcren.<\/p>\n<p>Passau: Von Ritterspielen und Hochzeiten<\/p>\n<p>Hier wurden schon 1358 Ritterspiele und Hochzeiten gefeiert \u2013 auch heute kann man hier noch bayerische Schmankerl und k\u00fchles Bier genie\u00dfen. Der Hacklberg, gegen\u00fcber der Passauer Altstadt am n\u00f6rdlichen Donauufer, z\u00e4hlt zu den bekanntesten Bierg\u00e4rten Niederbayerns.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1574318_der-hacklberg-in-passau_artikelbild_1Ek_tl_1vpNrm.jpg\" alt=\"Der Hacklberg in Passau.\" title=\"Der Hacklberg in Passau.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Der Hacklberg in Passau.<br \/>\n      \u00a9 Michael Forstner\/BLfD<\/p>\n<p>    Der Hacklberg in Passau.<\/p>\n<p>von Michael Forstner\/BLfD <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Im Mittelalter residierten hier auf dem Gutshof die F\u00fcrstbisch\u00f6fe. Anfang des 17. Jahrhunderts entstand direkt gegen\u00fcber die f\u00fcrstbisch\u00f6fliche Wei\u00dfbierbrauerei, die &#8211; inzwischen wieder im Eigentum des Bistums Passau &#8211; mit ihren historischen Geb\u00e4uden vom einstigen Wohlstand zeugt.<\/p>\n<p>1692 folgte eine aufwendige Umgestaltung des Sommersitzes mit Pavillons, Wasserspielen und barocker Gartenkunst.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sind die wahrscheinlich lebendigsten Denkm\u00e4ler, die wir haben, sagt Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":207775,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[9515,772,3899,1057,3536,29,30,26645,1268,7106],"class_list":{"0":"post-207774","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-ausflugstipps","9":"tag-bayern","10":"tag-biergarten","11":"tag-chiemgau","12":"tag-denkmalschutz","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-lindau","16":"tag-muenchen","17":"tag-passau"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114721350437134168","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=207774"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207774\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/207775"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=207774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=207774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=207774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}