{"id":207961,"date":"2025-06-21T14:03:09","date_gmt":"2025-06-21T14:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/207961\/"},"modified":"2025-06-21T14:03:09","modified_gmt":"2025-06-21T14:03:09","slug":"ich-hoffe-du-stirbst-deutscher-ex-profi-nennt-hauptgrund-fuer-online-hass-gegen-tennisstars","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/207961\/","title":{"rendered":"&#8222;Ich hoffe, du stirbst&#8220;: Deutscher Ex-Profi nennt Hauptgrund f\u00fcr Online-Hass gegen Tennisstars"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Ich hoffe, du stirbst&#8220;<br \/>\n                Deutscher Ex-Profi nennt Hauptgrund f\u00fcr Online-Hass gegen Tennisstars<\/p>\n<p>\t\t\t\t              21.06.2025, 14:58 Uhr<\/p>\n<p><strong>Hassnachrichten an Sportler sind ein furchtbares Ph\u00e4nomen, immer wieder legen Stars abscheuliche Botschaften an sie offen. Die ehemalige deutsche Spitzen-Tennisspielerin Andrea Petkovic sieht in Sportwetten den Hauptgrund daf\u00fcr.<\/strong><\/p>\n<p>Die ehemalige deutsche Spitzenspielerin Andrea Petkovic gibt dem Gesch\u00e4ft mit Sportwetten die Hauptschuld an Hass-Kommentaren gegen\u00fcber Tennisprofis. Dieser Punkt f\u00fchre alle ins Social-Media-Verderben. &#8222;Das sind Leute, die offenbar teilweise ihr komplettes Gehalt auf eine Spielerin oder einen Spieler setzen, auf ein Match in einem Turnier &#8211; und gar nicht auf die Idee kommen, dass das vielleicht keine gute Idee sein k\u00f6nnte&#8220;, sagte die ehemalige Weltranglisten-Neunte dem Nachrichtenportal &#8222;T-Online&#8220;.<\/p>\n<p>Einem Bericht der Damenprofi-Organisation WTA zufolge waren im vergangenen Jahr 8000 Kommentare in sozialen Medien als beleidigend, bedrohend oder gewaltt\u00e4tig eingestuft worden. 40 Prozent davon kamen von &#8222;w\u00fctenden Wettern&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Ich hoffe, du stirbst&#8220;<\/p>\n<p>Petkovic, die derzeit als Director of Excitement beim Berliner Tennisturnier im Einsatz ist, kennt die abscheulichen Nachrichten noch aus ihrer aktiven Zeit. &#8222;Bei mir waren vielleicht f\u00fcnf Prozent aller Nachrichten wirkliche Bedrohungen. Der Gro\u00dfteil aber bestand aus Beleidigungen, Beschimpfungen, Verw\u00fcnschungen. Dann schrieb mir jemand &#8218;Ich hoffe, Du stirbst'&#8220;, berichtete Petkovic.<\/p>\n<p>Verhindern konnte die mittlerweile 37-J\u00e4hrige den Hass auf Instagram und Co. nicht. Ihre L\u00f6sung: &#8222;Die ersten 20, 30 Minuten nach einem Match gibst du dein Handy der Mama, dem Papa, dem Freund, der Freundin, dem Trainer &#8211; und die gehen dann alle Nachrichten und Kommentare durch, die in der Zwischenzeit gesendet wurden. Dann geht es los: L\u00f6schen, blockieren, l\u00f6schen, blockieren. Das kann auch mal 30 Minuten dauern&#8220;.<\/p>\n<p>Zuletzt hatte die britische Tennisspielerin Katie Boulter Hasskommentare gegen sich in den sozialen Medien \u00f6ffentlich gemacht. Eine der Nachrichten, die die Weltranglisten-39. per Screenshots dem britischen Sender BBC vorlegte, hatte laut des Medienberichts den Inhalt: &#8222;Hoffentlich bekommst du Krebs.&#8220; <\/p>\n<p>Auch Morddrohungen gegen Boulter und ihre Familie seien dabei gewesen. Sie gehe jetzt damit an die \u00d6ffentlichkeit, weil solche beleidigenden und bedrohenden Inhalte zur Normalit\u00e4t geworden seien, begr\u00fcndete Boulter den Schritt. &#8222;Jedes Mal, wenn man sein Handy benutzt, wird es deutlicher&#8220;, sagte die 28-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Es falle ihr immer schwerer, zwischen echter und nur vermeintlicher Gefahr zu unterscheiden. &#8222;Ich denke, es zeigt einfach, wie verletzlich wir sind. Man wei\u00df nicht, ob diese Person vor Ort ist. Man wei\u00df nicht, ob sie in der N\u00e4he ist oder ob sie wei\u00df, wo man wohnt oder so etwas.&#8220; Boulter vermutet hinter den Absendern gr\u00f6\u00dftenteils Leute, die auf ihre Matches Geld gewettet h\u00e4tten. &#8222;Was Morddrohungen angeht, m\u00f6chte man das nicht direkt nach einer emotionalen Niederlage lesen.&#8220; Aber auch nach Siegen erhalte sie \u00e4hnliche Botschaften.<\/p>\n<p>Die Profiorganisation WTA hatte zu Beginn des vergangenen Jahres mit anderen Organisationen eine technologische L\u00f6sung eingef\u00fchrt. K\u00fcnstliche Intelligenz soll Botschaften filtern. Rund 12.000 Posts und Kommentare, die die Regeln brechen, seien so zwischen Januar und Oktober 2024 entdeckt worden. 15 Konten seien an nationale Strafverfolgungsbeh\u00f6rden weitergeleitet worden.<\/p>\n<p>FIFA filtert viele Millionen Botschaften raus<\/p>\n<p>Der Fu\u00dfball-Weltverband FIFA hatte j\u00fcngst verk\u00fcndet, seit 2022 mehr als zehn Millionen beleidigende Kommentare gegen Teams, Trainer und Sportler in sozialen Medien ausblenden lassen. Seit der Einf\u00fchrung des Dienstes zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien (SMPS) bei der Fu\u00dfball-WM Katar sei er bei insgesamt 23 Turnieren sowie bei Qualifikations- und Freundschaftsspielen eingesetzt worden, teilte die FIFA mit. <\/p>\n<p>Dabei seien bislang \u00fcber 33 Millionen Posts und Kommentare auf 15.302 Konten untersucht worden. Der Dienst nutzt nach FIFA-Angaben K\u00fcnstliche Intelligenz, um Hassnachrichten herauszufiltern, die Spielerinnen und Spielern dann nicht angezeigt werden &#8211; &#8222;zum Schutz der Betroffenen, ihrer Familien, Freundinnen und Freunde sowie ihrer Follower vor digitaler Hetze und m\u00f6glichen psychischen Belastungen&#8220;, hei\u00dft es in einer Mitteilung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Ich hoffe, du stirbst&#8220; Deutscher Ex-Profi nennt Hauptgrund f\u00fcr Online-Hass gegen Tennisstars 21.06.2025, 14:58 Uhr Hassnachrichten an Sportler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":207962,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[136],"tags":[67421,29,30,13926,265,4206],"class_list":{"0":"post-207961","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sport","8":"tag-andrea-petkovic","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hasskommentare","12":"tag-sport","13":"tag-tennis"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114721731561415928","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=207961"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207961\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/207962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=207961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=207961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=207961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}