{"id":208228,"date":"2025-06-21T16:29:17","date_gmt":"2025-06-21T16:29:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/208228\/"},"modified":"2025-06-21T16:29:17","modified_gmt":"2025-06-21T16:29:17","slug":"klassik-fulminante-opening-night-beim-martha-argerich-festival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/208228\/","title":{"rendered":"Klassik: Fulminante \u201eOpening Night\u201c beim Martha Argerich Festival"},"content":{"rendered":"<p>Die legend\u00e4re Pianistin Martha Argerich er\u00f6ffnet ihr Festival in der Laeiszhalle gemeinsam mit den Weltstars Maxim Vengerov an der Violine und Mischa Maisky am Cello mit Werken von Beethoven und Haydn. Das Publikum erlebte einen Abend voller Emotionen und musikalischer H\u00f6hepunkte.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">In der Opening Night macht jedes Festival der Klassik klar, was es zu bieten hat. Das gilt auch f\u00fcr das Martha Argerich Festival, das am Freitagabend in der Laeiszhalle mit einem unvergesslichen Konzertereignis begann. Die 84-j\u00e4hrige Klaviervirtuosin, Namens- und Gastgeberin des Festivals der Symphoniker Hamburg, bat zwei alte Freunde auf die B\u00fchne der Laeishalle. Gemeinsam mit den Weltstars Mischa Maisky am Cello und Maxim Vengerov an der Geige sorgte Argerich f\u00fcr einen gro\u00dfen Abend mit Werken von Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn.<\/p>\n<p>Sarabande von Bach f\u00fcr Hamas-Geisel Alon Ohel<\/p>\n<p>Den Auftakt des Konzerts bestritt die legend\u00e4re Pianistin nach der Begr\u00fc\u00dfung des Publikums durch den Symphoniker-Intendanten Daniel K\u00fchnel allerdings allein. Sie widmete die Sarabande aus der 2. Partita von Johann Sebastian Bach dem seit knapp zwei Jahren von Hamas-Terroristen im Gaza-Streifen festgehaltenen israelischen Pianisten Alon Ohel. Ihr Spiel wurde zu einem ergreifenden Appell f\u00fcr Frieden und Freiheit.  <\/p>\n<p>Zu Beginn des regul\u00e4ren Programms spielte Argerich anschlie\u00dfend gemeinsam mit Maxim Vengerov die Violinsonate Nr. 8 G-Dur von Beethoven. Hier wurden schon all jene Qualit\u00e4ten offenbar, durch die das Konzert bis zum Ende bestechen sollte. Technisch sind alle drei Musiker brillant, sie k\u00f6nnen sich also ganz dem Zusammenspiel widmen, das hier in drei Dialoge und in ein harmonisches Gespr\u00e4ch zu Dritt m\u00fcndete. Hohes Tempo bedeutet dabei in den betreffenden Passagen ebenso Vergn\u00fcgen wie einf\u00fchlsames Miteinander. Jeder lie\u00df den oder die anderen aussprechen, jeder h\u00f6rte zu und nahm sich zur\u00fcck, um das gro\u00dfe Ganze der einzelnen Werke, die Essenz der Musik zum Ausdruck zu bringen. <\/p>\n<p>Mischa Maisky als kongenialer Partner der Pianistin<\/p>\n<p>Das Hamburger Publikum, das zum Husten bekanntlich ins Konzert geht, versuchte bei der Er\u00f6ffnung des Argerich Festivals, dieser T\u00e4tigkeit \u00fcberwiegend zwischen den S\u00e4tzen nachzugehen, statt dort zu applaudieren, wie es in der Elbphilharmonie inzwischen in vielen Konzerten der Fall ist. Das gelang meist recht ordentlich, auch im zweiten St\u00fcck des Abends, der Cellosonate Nr. 5 D-Dur von Beethoven, in der Mischa Maisky der Pianisten ein wahrlich kongenialer Partner war. \u00dcber Strecken sind die Streicherkonzerte Beethovens ohnehin getarnte Klavierkonzerte \u2013 und es kommt zu echten Debatten in spannungsgeladener Harmonie zwischen den Instrumenten, bei denen mal der Fl\u00fcgel, mal die Geige oder das Cello das Thema vorgibt.<\/p>\n<p>Nach der Pause legte dann wieder das Duo Vengerov und Argerich los, diesmal mit der Violinsonate Nr. 10 G-Dur Beethovens, in der Vengerov leicht und locker federnd die Klavierl\u00e4ufe umspielte, w\u00e4hrend Argerich wie stets expressiv und gef\u00fchlvoll Takt und Tiefe vorgab. Den fulminanten Abschluss des ersten Festivalabends bildete das Klaviertrio Nr. 39 G-Dur von Joseph Haydn aus dem Jahre 1795, das mit seinem dynamischen Finale f\u00fcr ein kammermusikalisches Feuerwerk sorgt. Das Publikum in der ausverkauften Laeiszhalle erhob sich zum Applaus begeistert von den St\u00fchlen. Als Zugabe spielten die drei Meister eine zauberhafte Fassung des Schubert-Lieds \u201eDu bist die Ruh\u201c, wobei Geige und Cello den Gesangspart \u00fcbernahmen.<\/p>\n<p>Yulianna Avdeeva springt f\u00fcr Ivo Pogorelich ein<\/p>\n<p>Das Martha Argerich Festival wird heute mit einem Piano-Recital von Yulianna Avdeeva fortgesetzt, die f\u00fcr den erkrankten Ivo Pogorelich einspringt. Avdeeva errang weltweite Bekanntheit, als sie 2010 den ersten Preis bei Chopin-Wettbewerb errang. Beim Festival spielt sie eine Auswahl der 24 Pr\u00e4ludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch sowie 24 Pr\u00e9ludes von Fr\u00e9d\u00e9ric Chopin. Weitere 15 Konzerte in hochkar\u00e4tiger Besetzung und mit spannender Programmierung sind beim Festival bis zum 29. Juni zu erleben. Im Anschluss an das 10. Symphoniekonzert der Symphoniker Hamburg unter Leitung von Sylvain Cambreling mit Messiaens \u201eDes Canyons aux \u00e9toiles \u2026\u201c erklingt nach der Pause das \u201eEncore\u201c zum Abschluss des Martha Argerich Festials am 29. Juni in der Laeiszhalle. Die Pianistin spielt gemeinsam mit Clara-Jumi Kang und Adiran Iliescu an der Violine, Timothy Ridout an der Bratsche sowie Jing Zhao am Cello das Klavierquintett Es-Dur von Robert Schumann. <\/p>\n<p>Das ganze Programm unter: https:\/\/www.symphonikerhamburg.de\/konzerte<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die legend\u00e4re Pianistin Martha Argerich er\u00f6ffnet ihr Festival in der Laeiszhalle gemeinsam mit den Weltstars Maxim Vengerov an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":208229,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[67473,15323,67471,29,30,692,67468,67469,67474,67470,67472],"class_list":{"0":"post-208228","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-argerich","9":"tag-balken-inbox","10":"tag-cambreling","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hamburg","14":"tag-hamburger-symphoniker","15":"tag-maisky","16":"tag-martha","17":"tag-mischa","18":"tag-sylvain"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114722305925716210","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208228","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=208228"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208228\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/208229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=208228"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=208228"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=208228"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}