{"id":208272,"date":"2025-06-21T16:51:14","date_gmt":"2025-06-21T16:51:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/208272\/"},"modified":"2025-06-21T16:51:14","modified_gmt":"2025-06-21T16:51:14","slug":"blutspenden-in-halle-gemeinsam-leben-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/208272\/","title":{"rendered":"Blutspenden in Halle: Gemeinsam Leben retten"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Halle\/MZ.<\/strong> &#8211; An diesem Montag, 23.\u2005Juni, verwandelt sich das Verlagsgeb\u00e4ude der Mitteldeutschen Zeitung an der Delitzscher Stra\u00dfe 65 in ein kleines Zentrum der Lebensrettung. Von 10 bis 14\u2005Uhr l\u00e4dt das Universit\u00e4tsklinikum Halle (UKH) zur <a href=\"https:\/\/www.mz.de\/lokal\/halle-saale\/warum-zur-blutspende-klaviermusik-zu-horen-ist-4048961\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00f6ffentlichen Blutspende<\/a> \u2013 offen f\u00fcr Mitarbeitende ebenso wie f\u00fcr alle Hallenser.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Was viele nicht wissen: Die Mehrheit der Blutkonserven landet nicht auf der Intensivstation, sondern wird f\u00fcr Routineeingriffe, Chemotherapien oder chronische Erkrankungen ben\u00f6tigt. \u201eEs ist der klinische Alltag, der die Versorgung so essenziell macht\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Julian Hering, Leiter der Transfusionsmedizin am Universit\u00e4tsklinikum. Spektakul\u00e4re Notf\u00e4lle, in denen dutzende Konserven in kurzer Zeit gebraucht werden, machen nur einen Bruchteil aus.<\/p>\n<p>Blutspenden in Halle: Momentan leere Lager<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Umso dr\u00e4ngender ist die Lage im Sommer: Urlaubszeit, Semesterferien und Einschr\u00e4nkungen nach Auslandsreisen. \u201eGerade in diesen Wochen sind unsere Lager angespannt\u201c, sagt Hering. \u201eDann m\u00fcssen wir teilweise Konserven von anderen Blutspendediensten zukaufen, um unsere Patienten zu versorgen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Dabei gilt: Blut kann bislang nicht k\u00fcnstlich ersetzt werden. \u201eSeit etwa zwanzig Jahren gibt es Versuche, die Wirkung von Blutzellen im Labor nachzubilden. Einige Pr\u00e4parate existieren \u2013 allerdings nur f\u00fcr den milit\u00e4rischen Bereich, weil sie eine hohe Toxizit\u00e4t haben\u201c, erkl\u00e4rt Hering. \u201eIm zivilen medizinischen Alltag ist das keine Option. Ein echter Durchbruch ist bislang nicht gelungen. Deshalb bleiben wir a<a href=\"https:\/\/www.mz.de\/leben\/gesundheit\/mit-diesem-wissen-sind-sie-fit-fur-ihre-erste-blutspende-4064348\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">uf menschliche Spenden angewiesen<\/a>.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die Aktion bei der MZ ist Teil einer ganzen Reihe mobiler Termine, die das UKH organisiert \u2013 im Umland, an Hochschulen, in Betrieben. Ziel ist es, auch Menschen zu erreichen, die nicht regelm\u00e4\u00dfig ins Klinikum kommen. \u201eWir versuchen, dorthin zu gehen, wo die Menschen sind \u2013 und wenn sie nicht zur Spende in das Klinikum kommen k\u00f6nnen, kommen wir eben zu ihnen\u201c, sagt Bernhard Schulze, Referent f\u00fcr Spenderwerbung am UKH. Dass der Termin bei der Mitteldeutschen Zeitung stattfindet, sei dabei kein Zufall. \u201eSo ein Ort bringt vieles mit, was wir brauchen: eine gute Infrastruktur, viele Mitarbeitende, eine hohe Bekanntheit \u2013 und eine Leserschaft, die dem Haus vertraut,\u201c so Schulze. \u201eDas ist ein sch\u00f6nes Umfeld \u2013 und f\u00fcr viele eine niedrigschwellige Gelegenheit, sich einzubringen.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"fp-lazyload lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/511212bd-86cf-418f-b54d-24f002c34788.jpeg\"  data- style=\"display: block; width: 100%;\" loading=\"lazy\" alt=\"Blutspenden kann Leben retten.\"\/>Blutspenden kann Leben retten.<\/p>\n<p> (Foto: Hauke-Christian Dittrich\/dpa)<\/p>\n<p>Voraussetzungen zum Blutspenden<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Blutspenden ist dabei weniger kompliziert, als viele denken: Wer zwischen 18 und 68 Jahren alt ist, mindestens 50 Kilogramm wiegt und sich gesund f\u00fchlt, kann mitmachen. \u201eWichtig ist, vorher gut zu trinken, zwischen einem und 1,5\u2005Liter, und gut zu fr\u00fchst\u00fccken. Und wer sich nicht ganz sicher ist, wird vor Ort von unseren \u00c4rztinnen und \u00c4rzten eingesch\u00e4tzt,\u201c erkl\u00e4rt Hering.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Nach der Spende gibt es einen Imbiss und eine kleine Aufwandsentsch\u00e4digung. \u201eF\u00fcr manche ist das ein richtiges Ritual geworden. Sie kommen regelm\u00e4\u00dfig her, manchmal auch als Gruppe von Kollegen, spenden und essen danach gemeinsam. Das ist eine richtig sch\u00f6ne Stimmung in der Cafeteria\u201c, sagt Schulze mit einem L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>So viele Blutkonserven werden an der Uniklinik Halle jedes Jahr ben\u00f6tigt<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">J\u00e4hrlich werden am UKH rund 14.000 Blutkonserven und 4.000\u2005Blutpl\u00e4ttchenpr\u00e4parate ben\u00f6tigt. Letztere kann das Klinikum vollst\u00e4ndig selbst abdecken. F\u00fcr die roten Blutk\u00f6rperchen jedoch \u2013 die klassischen Konserven \u2013 reichen die Spenden nicht aus. \u201eWir liegen immer noch 30 Prozent unter dem Bedarf, den wir haben\u201c, berichtet Hering.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Deshalb z\u00e4hlt jede einzelne: \u201eBlutspenden ist wahrscheinlich die einfachste Form, Leben zu retten\u201c, sagt Schulze. \u201eEs kostet wenig Zeit, tut nicht weh \u2013 und kann f\u00fcr jemanden den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Der 23. Juni bietet also nicht nur die M\u00f6glichkeit, sich einen Bonus f\u00fcrs Gewissen zu holen. Sondern vor allem: ein oder sogar mehrere Leben zu retten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Halle\/MZ. &#8211; An diesem Montag, 23.\u2005Juni, verwandelt sich das Verlagsgeb\u00e4ude der Mitteldeutschen Zeitung an der Delitzscher Stra\u00dfe 65&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":208273,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,4062,17332,13,14,15,17331,860,12],"class_list":{"0":"post-208272","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-halle","15":"tag-halle-saale","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-saale","20":"tag-sachsen-anhalt","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114722392150863540","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=208272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208272\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/208273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=208272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=208272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=208272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}