{"id":208382,"date":"2025-06-21T17:53:24","date_gmt":"2025-06-21T17:53:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/208382\/"},"modified":"2025-06-21T17:53:24","modified_gmt":"2025-06-21T17:53:24","slug":"berlin-zwei-von-drei-online-shops-sind-nicht-barrierefrei-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/208382\/","title":{"rendered":"Berlin | Zwei von drei Online-Shops sind nicht barrierefrei"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Berlin (dpa) &#8211; Auch kurz vor Inkrafttreten des neuen Barrierefreiheitsst\u00e4rkungsgesetzes bietet ein Gro\u00dfteil der gr\u00f6\u00dferen Webshops in Deutschland ihre digitalen Produkte und Dienstleistungen noch immer nicht barrierefrei an. Dies ergab eine Studie, die von Google, der F\u00f6rderorganisation \u00abAktion Mensch\u00bb und der Stiftung Pfennigparade in Berlin vorgestellt wurde. Danach sind nur knapp ein Drittel der 65 meistbesuchten Online-Shops in Deutschland \u00fcber die Tastatur ? und damit ohne Maus ? bedienbar.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Menschen mit Behinderung ist die Tastaturbedienbarkeit eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr den barrierefreien Zugang. Der Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr immerhin sp\u00fcrbar verbessert. 2024 waren nur 20 Prozent der popul\u00e4ren Webshops barrierefrei.\u00a0<\/p>\n<p>Hohe Geldstrafen drohen<\/p>\n<p>Den Shop-Betreibern droht k\u00fcnftig eine hohe Geldstrafe, wenn sie ihr Angebot nicht barrierefrei betreiben. Am 28. Juni endet n\u00e4mlich die Umsetzungsfrist der EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen. Sie verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten sicherzustellen, dass bestimmte Produkte und Dienstleistungen ? darunter der Online-Handel ? barrierefrei zug\u00e4nglich sind. In Deutschland wird sie durch das <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben\/barrierefreiheitsstaerkungsgesetz.html\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noopener\">Barrierefreiheitsst\u00e4rkungsgesetz<\/a> umgesetzt.\u00a0<\/p>\n<p>Das Gesetz verpflichtet Unternehmen dazu, die betroffenen Produkte und Dienstleistungen an die gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit anzupassen. Ausnahmen gelten nur f\u00fcr kleine Dienstleister mit weniger als zehn Besch\u00e4ftigten und einem Umsatz unter zwei Millionen Euro. Bei Nichterf\u00fcllung drohen Geldstrafen von bis zu 100.000 Euro.\u00a0<\/p>\n<p>Die H\u00fcrden in den Online-Shops betreffen viele Menschen: In Deutschland leben 7,8 Millionen Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung, darunter rund 350.000 Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung.\u00a0<\/p>\n<p>H\u00e4ufig keine Bedienung per Tastatur m\u00f6glich<\/p>\n<p>F\u00fcr die aktuelle Studie untersuchten Experten 65 besonders popul\u00e4re Online-Shops. Ein wichtiges Ergebnis: Nur 20 Websites (30,8 Prozent) lie\u00dfen sich \u00fcber die Tastatur und somit ohne Maus bedienen. Die Tastaturbedienbarkeit ist aber f\u00fcr viele Menschen mit Behinderung eine Grundvoraussetzung f\u00fcr barrierefreie Nutzung. Zudem bieten die meisten getesteten Webseiten keinen sichtbaren Tastaturfokus. Dies erschwert es Menschen mit eingeschr\u00e4nktem Sehverm\u00f6gen, das aktuell ausgew\u00e4hlte Element zu erkennen.\u00a0<\/p>\n<p>Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, sagte: \u00abDie Zeit der Ausreden ist vorbei ? in wenigen Tagen m\u00fcssen digitale Angebote barrierefrei sein.\u00bb Die Ergebnisse der Studie seien alarmierend: Zu viele Unternehmen n\u00e4hmen m\u00f6gliche Bu\u00dfgelder in Kauf und schl\u00f6ssen noch immer Menschen mit Behinderung und damit potenzielle Kunden aus. \u00abDabei liegt es auch in ihrem eigenen Interesse, dies zu \u00e4ndern ? denn von einem barrierefreien, komfortablen Zugang zu Webseiten profitieren letztlich alle.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Auch kurz vor Inkrafttreten des neuen Barrierefreiheitsst\u00e4rkungsgesetzes bietet ein Gro\u00dfteil der gr\u00f6\u00dferen Webshops in Deutschland&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":208383,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,2144,2062,296,1937,29,30,3986,198,1940,1938,12052],"class_list":{"0":"post-208382","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-barrierefreiheit","11":"tag-behinderung","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-news","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-handel","17":"tag-internet","18":"tag-nachrichten-aus-berlin","19":"tag-news-aus-berlin","20":"tag-online-shops"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114722636084121603","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208382","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=208382"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208382\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/208383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=208382"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=208382"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=208382"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}