{"id":209248,"date":"2025-06-22T02:07:15","date_gmt":"2025-06-22T02:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209248\/"},"modified":"2025-06-22T02:07:15","modified_gmt":"2025-06-22T02:07:15","slug":"hitze-im-sommer-was-kliniken-und-pflegeheime-jetzt-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209248\/","title":{"rendered":"Hitze im Sommer \u2013 was Kliniken und Pflegeheime jetzt tun"},"content":{"rendered":"<p>Vorlesen<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline group grid items-center rounded-8 bg-whitelilac text-black grid-cols-[min-content_34px] gap-8 px-8 py-[6px] text-12 hover:bg-magenta hover:text-whitelilac hover:dark:text-salemsfur\" href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAqBwgKMLWxtQswwszMAw\" aria-label=\"Auf Google News folgen\">News folgen<\/a><img style=\"--width:16;--height:16\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg\" alt=\"Teilen Menu auf machen\" title=\"Teilen Menu auf machen\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:contrast-200 group-hover:grayscale group-hover:invert dark:group-hover:invert dark:contrast-200 dark:grayscale dark:invert\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Hohe Temperaturen sind f\u00fcr Menschen in Pflegeheimen und Krankenh\u00e4usern eine zus\u00e4tzliche Belastung. Das sagen die Einrichtungen zur Herausforderung durch Sommerhitze.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Sommer in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/berlin\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> werden hei\u00dfer und hei\u00dfer. In den vergangenen vier Jahren gab es 90 Hitzetage in der Stadt, also Tage mit mehr als 30 Grad im Schatten. 854 Menschen starben in diesem Zeitraum an den Folgen der Hitze allein in der Hauptstadt, so die Statistik Berlin-Brandenburg. Zu den besonders gef\u00e4hrdeten Gruppen z\u00e4hlen alte Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Hitze geh\u00f6rt zum gr\u00f6\u00dften durch die Klimakrise bedingten Gesundheitsrisiko in Deutschland, teilt die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) auf Anfrage von t-online mit. Nicht nur die Patientenversorgung stelle aufgrund ver\u00e4nderter Krankheitsbilder eine Belastung f\u00fcr das Gesundheitssystem dar, auch die Arbeitsbedingungen f\u00fcr das Pflegepersonal w\u00fcrden zus\u00e4tzlich belastet.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Um Krankenh\u00e4user bei Hitze zu unterst\u00fctzen, ist die BKG dem Aktionsb\u00fcndnis &#8222;Hitzeschutz Berlin&#8220; beigetreten. Dieses stellt Informationen und Schulungsma\u00dfnahmen zum Hitzeschutz bereit. Au\u00dferdem empfiehlt das B\u00fcndnis den Krankenh\u00e4usern, einen sogenannten Musterhitzeschutzplan umzusetzen. Darin enthalten sind Empfehlungen wie &#8222;Temperaturreduktion in Innenr\u00e4umen&#8220; oder die &#8222;Anpassung der Behandlungspraxis und des Arbeitsschutzes&#8220;, etwa durch k\u00fchlende Hitzeschutzwesten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Mittelfristig sieht die BKG aber vor allem baulichen Handlungsbedarf. So m\u00fcssten die Fassaden der Geb\u00e4ude besser ged\u00e4mmt und Hitzeschutz bei der Planung von Neubauten von vornherein mitgedacht werden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Anfrage an die Senatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit: Gibt es F\u00f6rderprogramme, welche die Kliniken und Heime beim baulichen Hitzeschutz unterst\u00fctzen? Eine konkrete Antwort gibt es nicht, sondern lediglich den Hinweis, dass es wegen der zahlreichen Hitzetoten &#8222;viele Ma\u00dfnahmen im Land und in den Bezirken&#8220; zur Hilfestellung gebe \u2013 etwa durch die Kampagne &#8222;B\u00e4renhitze&#8220; und das Aktionsb\u00fcndnis &#8222;Hitzeschutz Berlin&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Zus\u00e4tzlich habe der Senat im Mai 2024 die Erarbeitung eines landesweiten Hitzeaktionsplans beschlossen, der in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, so die Senatsverwaltung weiter. Darin enthalten seien konkrete Ma\u00dfnahmen zu Trinkwasserangeboten, Hitzehilfen und Schutzr\u00e4umen. Von einer finanziellen Unterst\u00fctzung ist nicht die Rede.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Hitzewellen stellen auch f\u00fcr das Pflegepersonal der Caritas-Kliniken eine &#8222;erhebliche Belastung&#8220; dar, teilt eine Pressesprecherin t-online auf Anfrage mit. Die Kombination aus mehr Patienten in der Notaufnahme und einer hitzebedingten zus\u00e4tzlichen k\u00f6rperlichen Anstrengung f\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei eine &#8222;doppelte Herausforderung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">\u00c4hnlich lautet die Antwort des Katharinenhofs, einem Pflege- und Seniorenwohnheim mit mehreren Standorten in Berlin. Die Einrichtung reagiere auf die hei\u00dfen Sommertage mit &#8222;Organisation und Achtsamkeit&#8220;, beispielsweise mit Klimaanlagen und einem Hitzeschutzkonzept. Darin seien Empfehlungen f\u00fcr Kleidung, Ern\u00e4hrung und Tagesabl\u00e4ufe festgehalten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch die Caritas-Krankenh\u00e4user treffen mit Hitzeschutzpl\u00e4nen Vorkehrungen f\u00fcr die hohen Temperaturen. So gebe es vermehrte Getr\u00e4nkeangebote auf den Stationen, Ventilatoren, organisatorische Anpassungen durch verlegte Therapiezeiten und eine &#8222;gezielte Entlastung besonders gef\u00e4hrdeter Patientengruppen&#8220;. Zudem bereiteten sich die Caritas-Kliniken auf den Anstieg hitzebedingter Notf\u00e4lle vor \u2013 durch Ressourcenplanung, Personalverf\u00fcgbarkeit und eine &#8222;sensibilisierte Ersteinsch\u00e4tzung&#8220; zur schnellen Identifikation von Patienten in schlechtem Zustand.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">In den Kliniken der Caritas sei an hei\u00dfen Tagen dennoch eine deutliche Zunahme von hitzebedingten Symptomen zu verzeichnen. Dazu z\u00e4hlen Herzinsuffizienz, Elektrolytverschiebungen und Verwirrtheitszust\u00e4nde.<\/p>\n<p><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/sonne-ueber-berlin.jpg\" alt=\"Sonne \u00fcber Berlin\" title=\"Sonne \u00fcber Berlin\" width=\"4000\" height=\"2667\" class=\"h-full w-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/>Sonne \u00fcber Berlin (Quelle: Florian Gaertner)<\/p>\n<p class=\"pt-8 text-14 md:pt-8 leading-17\">Damit hei\u00dfe Tage nicht noch gef\u00e4hrlicher werden, sollte \u00fcber den Tag verteilt viel und kontinuierlich getrunken werden \u2013 am besten Wasser, auf keinen Fall Alkohol. Starke k\u00f6rperliche Belastung sollte ebenso wie der Aufenthalt in der prallen Sonne vermieden werden. Tags\u00fcber k\u00f6nnen die R\u00e4ume zur Abk\u00fchlung verdunkelt werden, auch feuchte Umschl\u00e4ge an Armen, Beinen und Nacken k\u00f6nnen helfen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollte Sonnencreme aufgetragen werden. Auch Kopfbedeckung und Sonnenbrille sind wichtig.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Katharinenhof h\u00e4lt es deswegen f\u00fcr wichtig, fr\u00fchzeitig auf Warnsignale der pflegebed\u00fcrftigen Menschen zu achten und setzt auf vorbeugende Ma\u00dfnahmen. Finanzielle Unterst\u00fctzung beim Hitzeschutz erh\u00e4lt die Einrichtung vom Land Berlin nicht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Caritas-Kliniken sehen in dem Berliner Hitzeschutzplan eine sinnvolle Richtlinie. Dennoch fehle es an nachhaltigen F\u00f6rderprogrammen f\u00fcr konkrete Ma\u00dfnahmen in Kliniken, so die Caritas weiter. Man w\u00fcnsche sich vom Land Unterst\u00fctzung, beispielsweise beim baulichen Hitzeschutz, f\u00fcr personellen Ressourcen im Akutbereich oder bei der Klimatisierung. Der Bedarf sei zwar erkannt, &#8222;die Umsetzung erfordert allerdings mehr strukturelle Unterst\u00fctzung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Und auch Marc Schreiner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Berliner Krankenhausgesellschaft, richtet eine klare Forderung an die Politik. Die Berliner Krankenh\u00e4user d\u00fcrften bei der Umsetzung von langfristigen Ma\u00dfnahmen nicht alleine gelassen werden. &#8222;Damit Geb\u00e4ude und Ausstattung der Krankenh\u00e4user hitzefest gemacht werden k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen die H\u00e4user ausreichende Investitionen. Auch das Personal braucht alle notwendige Unterst\u00fctzung.&#8220; Die Politik m\u00fcsse deswegen die finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, um die Gesundheitsversorgung auch bei extremen Wetterlagen zu sichern. &#8222;Denn Hitzeschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"VorlesenNews folgenArtikel teilen Hohe Temperaturen sind f\u00fcr Menschen in Pflegeheimen und Krankenh\u00e4usern eine zus\u00e4tzliche Belastung. 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