{"id":20958,"date":"2025-04-10T13:30:12","date_gmt":"2025-04-10T13:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20958\/"},"modified":"2025-04-10T13:30:12","modified_gmt":"2025-04-10T13:30:12","slug":"openai-schreibt-wirtschaftliche-blaupause-fuer-die-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/20958\/","title":{"rendered":"OpenAI schreibt wirtschaftliche Blaupause f\u00fcr die EU"},"content":{"rendered":"<p>Es sei dringlich und wichtig, dass die EU handelt, schreibt OpenAI in einem Entwurf, in dem das KI-Unternehmen aus den USA eine ganze Reihe Forderungen an die Europ\u00e4ische Union stellt. Vieles davon ist hinl\u00e4nglich bekannt, die Vorteile etwa, die KI f\u00fcr die Gesellschaft und die Wirtschaft bringen soll. Einiges davon ist vor allem aber auch schon l\u00e4ngst in der Umsetzung, etwa Einrichtungen und Initiativen, um KI zu f\u00f6rdern und zu verbreiten.<\/p>\n<p>OpenAI schreibt: &#8222;Wir sind der Meinung, dass die EU mutiger und entschlossener handeln muss, um die M\u00f6glichkeiten der KI zu maximieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie verantwortungsvoll eingesetzt wird, um m\u00f6gliche negative Auswirkungen abzumildern.&#8220; Vier Grunds\u00e4tze seien entscheidend f\u00fcr den Erfolg der EU. Chips, Daten, Energie und Talente seien ein Punkt. Die Vorschriften sollten gestrafft und aufeinander abgestimmt werden. KI solle m\u00f6glichst breit eingef\u00fchrt werden. Und zu guter Letzt m\u00fcssten europ\u00e4ische Werte widergespiegelt werden. Das Drohen vor einer chinesischen Einflussnahme sticht <a href=\"https:\/\/cdn.openai.com\/global-affairs\/2dbdb523-1a9f-4552-971d-e0948ae2abca\/openai-eu-economic-blueprint-apr-2025.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in dem ver\u00f6ffentlichten Paper<\/a> immer wieder hervor.<\/p>\n<p>Gesetze sollen vereinfacht werden<\/p>\n<p>OpenAI unterst\u00fctze den AI Act, hoffe aber zugleich auf ein &#8222;Digital Simplification Package&#8220;, gemeint ist eine Vereinfachung der KI-Regeln, da gleich zahlreiche Gesetze in der EU KI betreffen. OpenAI z\u00e4hlt 100 Gesetze und 270 Regulierer von 27 Mitgliedsstaaten. Tats\u00e4chlich ist ein \u00dcberdenken der KI-Verordnung und der Datenschutzgrundverordnung wohl aufseiten der EU bereits im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Klar, dass die EU OpenAI zufolge mehr Geld ausgeben soll. &#8222;Konkret muss Europa in der Lage sein, Rechenleistung von Weltklasse, saubere Energie im \u00dcberfluss, umfangreiche und vielf\u00e4ltige Datens\u00e4tze und qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte zu produzieren und zu nutzen.&#8220; In der Vergangenheit habe die wirtschaftliche St\u00e4rke Europas auf Infrastrukturen wie Autobahnen, Fabriken und Universit\u00e4ten beruht; &#8222;in der Zukunft der KI wird es um Supercomputer, Glasfasernetze, Stromnetze und Forschungszentren gehen.&#8220; Nun ist es allerdings kein Geheimnis, dass eine Vielzahl von Mitarbeitern bei den KI-Unternehmen in den USA aus Deutschland und Frankreich sowie China kommen. Die Grundlagenforschung in der EU hat einen guten Ruf.<\/p>\n<p>Noch mehr Geld f\u00fcr Infrastruktur<\/p>\n<p>OpenAI beschreibt Initiativen wie die auf dem AI Summit in Paris angek\u00fcndigten <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-plant-KI-Gigafactories-200-Milliarden-Euro-fuer-Aufholjagd-10278212.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">200 Milliarden Euro f\u00fcr KI-Infrastruktur<\/a> als Schritt in die richtige Richtung. Die EU m\u00f6chte eine Verdreifachung der bestehenden Kapazit\u00e4ten von Rechenzentren in den kommenden f\u00fcnf bis sieben Jahren. Geplant sind sogenannte KI-Gigafactories, die allen Nutzern offenstehen, was die EU-Kommission als einen gro\u00dfen Unterschied zu den Gro\u00dfprojekten in anderen Staaten der Welt wie den USA oder China verstanden wissen will. Das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Projekt-Stargate-soll-nur-OpenAI-zugutekommen-10256999.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Project Stargate in den USA etwa wird voraussichtlich nur OpenAI zugutekommen<\/a>.<\/p>\n<p>Es gibt zudem bereits zahlreiche Einrichtungen und Initiativen, wie etwa in Deutschland die Mission KI unter deren Dach sogenannte Datenr\u00e4ume aufgebaut werden und mit dem AI Grid ein Netzwerk, das KI-Wissenschaftler, Nachwuchstalente und Unternehmen zusammenbringen soll. Das Thema Daten ist also auch nicht exklusiv von OpenAI in dem Paper angesprochen.<\/p>\n<p>Sich selbst bringt OpenAI als zuverl\u00e4ssigen Partner ins Spiel. So beginnt das Paper mit einer Auflistung mehrerer Kooperationen mit Instituten, Universit\u00e4ten und Unternehmen aus Europa, beispielsweise dem Max-Planck-Institut in M\u00fcnchen und der Sehbehindertenhilfe Be-my-Eyes aus D\u00e4nemark. Da passt auch, dass OpenAI fordert, dass 100 Millionen Europ\u00e4er bis 2030 in KI-F\u00e4higkeiten geschult werden sollen, dazu solle es 10.000 KI-Kompetenz-Botschafter geben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wuensch-dir-was-OpenAI-veroeffentlicht-Blueprint-zur-Regulierung-10241440.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA hat OpenAI einen \u00e4hnlichen Blueprint<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Darin vergleicht das Unternehmen KI mit der Automobilindustrie und spricht von einer Reindustrialisierung.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:emw@heise.de\" title=\"Eva-Maria Wei\u00df\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">emw<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sei dringlich und wichtig, dass die EU handelt, schreibt OpenAI in einem Entwurf, in dem das KI-Unternehmen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20959,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,12939,30,13,5544,196,12940,1256,14,15,1230,12],"class_list":{"0":"post-20958","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-generative-ai","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-infrastruktur","16":"tag-it","17":"tag-it-infrastruktur","18":"tag-kuenstliche-intelligenz","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-openai","22":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114313915604558328","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20958","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20958"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20958\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20959"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20958"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20958"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20958"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}