{"id":209653,"date":"2025-06-22T06:01:10","date_gmt":"2025-06-22T06:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209653\/"},"modified":"2025-06-22T06:01:10","modified_gmt":"2025-06-22T06:01:10","slug":"most-von-den-fildern-er-vergleicht-seine-baeume-gerne-mit-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209653\/","title":{"rendered":"Most von den Fildern: Er vergleicht seine B\u00e4ume gerne mit Menschen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Most von den  Fildern: Er vergleicht seine B\u00e4ume gerne mit Menschen\" title=\"Most von den  Fildern: Er vergleicht seine B\u00e4ume gerne mit Menschen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/media.media.043b626a-8ca4-4490-8a76-3dd2579c4a25.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tHelmut Steckroth trinkt gerne Most.\u00a0Foto: Kanter\t\t\t<\/p>\n<p>Helmut Steckroth k\u00fcmmert sich in Leinfelden-Echterdingen um mehr als 50 Obstb\u00e4ume. Aus dem Wiesenobst gewinnt er sein Lieblingsgetr\u00e4nk, f\u00fcr das er jetzt ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Nein, gesprochen hat Helmut Steckroth mit seinen Obstb\u00e4umen noch nicht. Der 75-J\u00e4hrige streicht ihnen auch nicht liebevoll \u00fcber die Rinde, aber er vergleicht sie gerne mit Menschen. Die von den immer hei\u00dfer werdenden Sommern gestresst sind, sich auch ausruhen m\u00fcssen und krank werden k\u00f6nnen. \u201eManche werden uralt, machen sterben jung\u201c, sagt er. Den schwarzen Rindenbrand, eine Pilzkrankheit, beispielsweise bekommen gerade junge B\u00e4ume. \u201eDas tut mir dann so leid\u201c, sagt er. \u201eDenn da kann man gar nichts machen.\u201c<\/p>\n<p>Der 75-J\u00e4hrige k\u00fcmmert sich allein in Echterdingen um 28 Obstb\u00e4ume, 25 weitere nennt er in Stetten sein Eigen. Neben Zwetschgen und Mirabellen wachsen vor allem \u00c4pfel und Birnen auf seinen Streuobstwiesen. Das St\u00fcckle in Echterdingen liegt fast in der Einflugschneise des nahen Airports. Alle paar Minuten rauschen lautstark die Flieger dar\u00fcber. Helmut Steckroth st\u00f6rt das nicht. Er hat fr\u00fcher selbst am Flughafen gearbeitet, dort Passagierbusse gesteuert. <\/p>\n<p>Er und seine Frau Anita wollen das Wiesenobst nicht essen oder verkaufen. Vielmehr trinkt das Ehepaar gerne Most \u2013 und zwar bis zu 300 Liter pro Jahr. Helmut Steckroth setzt deshalb auf alte Sorten wie die \u00d6sterreichische Weinbirne, den Steinenbronner S\u00e4mling, den Mostapfel Jakob Lebel oder den roten Boskoop. <\/p>\n<p>Faules Obst verdirbt den Most <\/p>\n<p>Alle drei bis vier Wochen f\u00e4hrt der Mann aus Stetten gerade zu seinem Echterdinger St\u00fcckle. Dort setzt er sich dann auf seinen Aufsitzrasenm\u00e4her, um das Gras kurz zu halten. Sonst macht es im Herbst zu viel M\u00fche das Fallobst aufzuklauben, erkl\u00e4rt er. \u201eLeicht sch\u00fctteln an jedem Ast \u2013 und dann immer wieder auflesen\u201c, so beschreibt er seine Methode, um an die reifen, schon recht weichen Fr\u00fcchte zu gelangen. \u201eSie d\u00fcrfen auf keinen Fall faul sein\u201c, wei\u00df er. Das w\u00fcrde den Most verderben. <\/p>\n<p>Eine Woche lang m\u00fcssen die \u00c4pfel und Birnen in K\u00f6rben und Kisten ruhen, bevor sie gekeltert werden. Seine Ernte bringt er zu einer Mosterei nach Unteraichen, um sein Lieblingsgetr\u00e4nk noch am gleichen Tag in einem geliehenen Transportfass in seinen Keller nach Stetten zu bringen. <\/p>\n<p> Jetzt im Juni muss Helmut Steckroth die wilden Triebe, die sogenannten Wasserschosse, an den \u00c4sten seiner Obstb\u00e4ume entfernen, \u201edamit die Kraft nicht ins Holz, sondern in die Frucht geht\u201c, erkl\u00e4rt er. Wichtig ist auch hier die Art und Weise. \u201eDen Trieb kr\u00e4ftig nach unten rei\u00dfen\u201c, sagt er. Und zeigt auch gleich, wie das geht. Wer sich wundert, dass einige seiner Obstb\u00e4ume bisher nur wenige Fr\u00fcchte tragen, erf\u00e4hrt, dass B\u00e4ume auch mal m\u00fcde sind, sich einen Sommer lang ausruhen m\u00fcssen, um im n\u00e4chsten Jahr umso besser zu tragen. Wenn also eine Zwetschge in einem Jahr so viele Fr\u00fcchte hatte, dass er ihre \u00c4ste mit St\u00e4ben aus Holz st\u00fctzen musste, damit sie nicht abbrechen, dann ist f\u00fcr den Mann aus Stetten klar, dass der Ertrag an diesem Baum im n\u00e4chsten Jahr eher mau ausfallen wird.<\/p>\n<p>Seine Streuobstwiesen haben schon sein Vater und zuvor sein Gro\u00dfvater bewirtschaftet. Schon als Kind hat er seinem Vater dabei immer wieder zugeschaut. Allerdings nicht oft genug, wie er jetzt bedauert. Denn: \u201eEr hat die Obstb\u00e4ume auch veredeln k\u00f6nnen\u201c, sagt er. Gro\u00dfe Experimente wagt der Stettener nicht mit seinem Most. Dennoch hat er im April bei der Mostprobe der Echterdinger Tracht den ersten Preis geholt. Seit knapp zwei Jahrzehnten macht er bei dieser Probe spa\u00dfeshalber mit, wie er sagt. Die Urkunde und den Mostkrug, die er nun gewonnen hat, haben einen Ehrenplatz in seiner K\u00fcche bekommen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Helmut Steckroth trinkt gerne Most.\u00a0Foto: Kanter Helmut Steckroth k\u00fcmmert sich in Leinfelden-Echterdingen um mehr als 50 Obstb\u00e4ume. 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