{"id":209811,"date":"2025-06-22T07:37:10","date_gmt":"2025-06-22T07:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209811\/"},"modified":"2025-06-22T07:37:10","modified_gmt":"2025-06-22T07:37:10","slug":"was-aus-frueheren-drittligisten-geworden-ist-17-viktoria-berlin-liga3-online-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209811\/","title":{"rendered":"Was aus fr\u00fcheren Drittligisten geworden ist #17: Viktoria Berlin \u2013 liga3-online.de"},"content":{"rendered":"<p><strong>Insgesamt 68 Mannschaften spielten seit der Saison 2008\/2009 in der 3. Liga. W\u00e4hrend einige Klubs den Sprung in die Bundesliga geschafft haben, sind andere Vereine vom Radar der breiten \u00d6ffentlichkeit verschwunden. liga3-online.de holt diese Klubs nun wieder hervor. Heute: der FC Viktoria Berlin, der nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost jetzt in der Oberliga kickt.<\/strong><\/p>\n<p>Kurzes Intermezzo in der 3. Liga<\/p>\n<p>Nur ein einziges Jahr spielte der Deutsche Meister von 1908 in der 3. Liga. Der Aufstieg nach Quotientenregel in der Corona-Saison 2020\/21 der Regionalliga Nordost war der gr\u00f6\u00dfte Erfolg in der j\u00fcngeren Vereinsgeschichte. Die Euphorie beim Traditionsverein war enorm \u2013 sie reichte aber nicht, um sich langfristig im Profifu\u00dfball zu etablieren. Auf Platz 17 ging es 2021\/22 gemeinsam mit Schlusslicht T\u00fcrkg\u00fcc\u00fc M\u00fcnchen, den W\u00fcrzburger Kickers und Mitaufsteiger TSV Havelse, der nun wieder in die 3. Liga zur\u00fcckgekehrt ist, direkt wieder runter in die Regionalliga.<\/p>\n<p>In der Nordost-Staffel war die Viktoria dann auf der Suche nach Konstanz. Auf Platz elf in der Saison 2022\/23 folgte ein starker dritter Platz 2023\/24. Mit 63 Z\u00e4hlern landeten die Hauptst\u00e4dter hinter Meister Energie Cottbus (71 Punkten) und dem Greifswalder FC (68 Z\u00e4hler). Ein Hauch Profifu\u00dfball schwebte \u00fcber dem Vereinsgel\u00e4nde \u2013 doch nur ein Jahr sp\u00e4ter ist davon nichts mehr zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Absturz in die Oberliga und Insolvenzverfahren<\/p>\n<p>32 Punkte und Rang 17 bedeuten den Abstieg in die Oberliga. Damit endete endg\u00fcltig der Traum, sich mit dem Verein kurzfristig wieder im Profifu\u00dfball zu etablieren. Neben der sportlichen Folge, zur kommenden Saison nur noch f\u00fcnftklassig am Ball zu sein, steht der Klub wirtschaftlich vor gro\u00dfen Herausforderungen.<\/p>\n<p>Anfang Juni hat das Amtsgericht Charlottenburg ein vorl\u00e4ufiges Insolvenzverfahren gegen die FC Viktoria 1889 Fu\u00dfball GmbH er\u00f6ffnet. Das vorl\u00e4ufige Insolvenzverfahren l\u00e4uft solange, bis \u00fcber den eigentlichen Insolvenzantrag entschieden worden sei, hei\u00dft es. Damit soll sichergestellt werden, dass das Verm\u00f6gen der GmbH des M\u00e4nnerfu\u00dfballs bis zu besagter Entscheidung gesch\u00fctzt und erhalten bleibe. Gl\u00e4ubiger d\u00fcrfen somit vorerst keine Zwangsvollstreckungen durchf\u00fchren. Der Insolvenzverwalter hat nun den Auftrag, zu pr\u00fcfen, ob die vorhandenen Mittel ausreichen, um ein regul\u00e4res Verfahren zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Bezirksliga-Klub von Star-Streamer Elias Nerlich kauft Vereinsgel\u00e4nde<\/p>\n<p>Dabei war zuletzt durch den Verkauf des bisherigen Vereinsgel\u00e4ndes am Wildspitzweg in Mariendorf Geld in die Kassen gekommen.\u00a0Das Gel\u00e4nde geh\u00f6rt nun Delay Sports. Der Verein von Streamer Elias Nerlich stieg zum dritten Mal in Folge auf und geht nun in der Bezirksliga an den Start. Um sich k\u00fcnftig professioneller aufzustellen und gro\u00dfe Visionen wie einen eigenen Campus verwirklichen zu k\u00f6nnen, erwarb Delay Sports die bisherige Viktoria-Heimat f\u00fcr mehrere Millionen Euro. Sportlich ein R\u00fcckschlag f\u00fcr den Traditionsklub \u2013 wirtschaftlich dagegen eine hilfreiche Einnahmequelle.<\/p>\n<p>Mit Weitsicht hat der Verkauf des Vereinsgel\u00e4ndes aber auch finanziell und strukturell negative Folgen f\u00fcr die Viktoria. Es besteht keine geordnete Infrastruktur mehr. Ohne eigenes Gel\u00e4nde wird der Verein Mietkosten f\u00fcr Trainings- und Spielst\u00e4tten tragen m\u00fcssen. Das f\u00fchrt auch zu einer externen Abh\u00e4ngigkeit von Drittanbietern und macht es schwieriger, Vereinsentscheidungen zu treffen.<\/p>\n<p>Neuanfang in Oberliga mit kleinem Etat<\/p>\n<p>Der bisherige Regionalliga-Kader wird die Viktoria gr\u00f6\u00dftenteils verlassen. Dazu geh\u00f6rt auch Noah Jones, der \u2013 im Gesamtkontext etwas ironisch \u2013 in der Kleinfeldliga von Elias Nerlich und Toni Kroos (Icon League) zuletzt beim Final 8 in Berlin mit dem Siegtor f\u00fcr den FC Berlin City zum gefeierten Spieler avancierte. \u201cDas Format in der Icon League zeigt, dass Stra\u00dfenfu\u00dfball immer noch existiert und bedeutsam ist\u201d, so Jones, dessen fu\u00dfballerische Zukunft nach dem Ende bei Viktoria Berlin noch offen ist. Neben Jones waren auch andere Protagonisten des FC Berlin City von der Viktoria \u2013 unter anderem Coach Sven K\u00f6rner.<\/p>\n<p>Nach dem Abstieg bleibt den Hauptst\u00e4dtern nichts anderes \u00fcbrig, als den Etat zu verkleinern und den Fokus auf regionale Talente zu setzen. Gro\u00dfe Investitionen geh\u00f6ren vorerst der Vergangenheit an. Wie es genau weitergeht, steht aktuell noch in den Sternen. Was au\u00dfer Frage steht, dass Fans in der 3. Liga die Viktoria wohl l\u00e4nger nicht im Stadion sehen werden.<\/p>\n<p>\nDas k\u00f6nnte Sie auch interessieren\n<\/p>\n<p>\nAuch interessant<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Insgesamt 68 Mannschaften spielten seit der Saison 2008\/2009 in der 3. Liga. 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