{"id":209979,"date":"2025-06-22T09:11:15","date_gmt":"2025-06-22T09:11:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209979\/"},"modified":"2025-06-22T09:11:15","modified_gmt":"2025-06-22T09:11:15","slug":"vor-75-jahren-mit-dem-leukoplastbomber-ins-wirtschaftswunder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/209979\/","title":{"rendered":"Vor 75 Jahren: Mit dem Leukoplastbomber ins Wirtschaftswunder"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward140.webp\" alt=\"Lloyd LP 300 (10 PS, 2 Zylinder, 75 km\/h H\u00f6chstgeschwindigkeit), Baujahre 1950-52.- Foto, undatiert (um 1950).\" title=\"Lloyd LP 300 (10 PS, 2 Zylinder, 75 km\/h H\u00f6chstgeschwindigkeit), Baujahre 1950-52.- Foto, undatiert (um 1950). | picture-alliance \/ akg-images , Dodenhoff\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 22.06.2025 05:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Am 22. Juni 1950 hat der Lloyd 300 Premiere. Er ist in Bremen und Hude entstanden. Produziert wird er in den Lloyd Motoren Werken, die zum Borgward-Konzern geh\u00f6ren. Schnell wird er zum erfolgreichsten Kleinstwagen in der fr\u00fchen Bundesrepublik.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Dirk Hempel<\/p>\n<p class=\"\">\nDer Lloyd 300 ist der erste Neubau eines echten Kleinstwagens nach dem <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/zweiter_weltkrieg\" title=\"Zweiter Weltkrieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zweiten Weltkrieg<\/a> in der Bundesrepublik. Die Konstruktion ist kurios: Die Karosserie besteht aus Sperrholz, die Verkleidung aus dem elastischen Kunstleder Sumit. Denn Stahl ist noch teuer so kurz nach der W\u00e4hrungsunion, und Carl Friedrich Wilhelm Borgward will unbedingt ein g\u00fcnstiges Auto auf den Markt bringen. Ahnt er doch, dass die Motorisierung breiter Bev\u00f6lkerungsschichten wie in den USA nun auch in Europa bevorsteht.<\/p>\n<p>    Kr\u00fcckstockschaltung und Zwischengas<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward150.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward150.webp\" alt=\"Der Lloyd 300 wurde wegen seine mit Kunststoff beplankten Holzkarosserie auch &quot;Leukoplastbomber&quot; genannt. Die Marke Lloyd geh\u00f6rte zum Borgward-Konzern und produzierte Kleinwagen im unteren Preissegment.\" title=\"Der Lloyd 300 hat eine Holzkarosserie und ist mit Kunstleder bespannt. | picture alliance \/ SZ Photo\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Der Lloyd 300 hat eine Holzkarosserie und ist mit Kunstleder bespannt.<\/p>\n<p class=\"\">\nDie Ausstattung des Lloyd 300 ist \u00e4u\u00dferst einfach gehalten. Sie besteht aus einem Tachometer und einem Benzinhahn, der vor der Fahrt ge\u00f6ffnet werden muss. Die drei G\u00e4nge werden mittels eines Hebels am Lenkrad eingelegt, der sogenannten Kr\u00fcckstockschaltung. Dabei muss immer wieder Zwischengas gegeben werden. Die Fenster sind zum Klappen, und der Kofferraum kann nur vom Inneren aus bef\u00fcllt werden. Sto\u00dfd\u00e4mpfer gibt es nicht. Daf\u00fcr kann das Kunstleder mit Seifenwasser gereinigt werden, wie die Betriebsanleitung empfiehlt.<\/p>\n<p class=\"\">\nDas Auto wiegt 480 Kilogramm, ist 1,30 Meter breit und 3,20 Meter lang. Vier Personen finden gerade eben Platz, die typische Kleinfamilie der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Nachkriegszeit-Trauer-Truemmer-Teilung-und-Aufbruch,nachkriegszeit108.html\" title=\"Nachkriegszeit: Trauer, Tr\u00fcmmer, Teilung - und Aufbruch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nachkriegszeit<\/a>. Ausgestattet ist es mit einem luftgek\u00fchlten Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 293 Kubikzentimter Hubraum und einer Leistung von zehn PS. Auf 100 Kilometern werden rund f\u00fcnf Liter Benzin verbraucht.<\/p>\n<p>    Der Motor wird in Hude konstruiert<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward146.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward146.webp\" alt=\"&quot;Ein kleiner Wagen - aber ein Lloyd Wagen&quot;: Mit diesem Slogan warb der Automobil-Hersteller Lloyd aus Bremen f\u00fcr seinen Kleinwagen LP 300, der im Volksmund als &quot;Leukoplastbomber&quot; liebevoll verspottet wurde - undatierte Aufnahme.\" title=\"Um die Entstehung des Kleinstwagens von Borgward ranken sich einige Legenden. | picture-alliance \/ dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Um die Entstehung des Kleinstwagens von Borgward ranken sich einige Legenden.<\/p>\n<p class=\"\">\nDen Motor haben Ingenieure der ehemaligen Chemnitzer Auto-Union im Vorjahr entwickelt, die es nach dem Krieg ins nieders\u00e4chsische Hude verschlagen hat, unter ihnen Martin Fleischer und August Momberger, ein ehemals bekannter Rennfahrer. Die Gestaltung des Autos aber hat Borgward selbst \u00fcbernommen. Die &#8222;Bremer Nachrichten&#8220; zitieren ihn zu seinem 60. Geburtstag mit den Worten, er habe diese &#8222;Augenblicksidee&#8220; gleich auf Papier gezeichnet.<\/p>\n<p class=\"\">\nLegenden ranken sich darum. Hat er den Prototyp in der Stellmacherei der Lloyd Motoren Werke, die zu seinem Autokonzern geh\u00f6ren, eigenh\u00e4ndig zusammengenagelt? Mit seiner Sekret\u00e4rin den Sitz- und Platztest in dem engen Auto dann selbst durchgef\u00fchrt? Oder ist daf\u00fcr doch aus einem Kaufhaus eine Schaufensterpuppe geholt worden? Weil ihr Kopf gegen das Dach stie\u00df, habe Borgward die T\u00fcr aufgerissen und zu ihr gesagt: &#8222;So stolz brauchst du da auch nicht zu sitzen&#8220;, und ihr einen Schlag ins Genick gegeben, sodass sie im Sitz tiefer rutschte. Die Zeitschrift &#8222;Das Auto&#8220; berichtet in ihrem Testbericht im Jahr des Produktionsbeginns jedenfalls von &#8222;\u00fcberraschend guten Platzverh\u00e4ltnissen&#8220;.<\/p>\n<p>    Der erfolgreichste Kleinstwagen der 50er-Jahre<\/p>\n<p class=\"\">\nAuch wenn der Motor knattert, die Schaltung kracht, das Getriebe singt, die Luftk\u00fchlung heult und die H\u00f6chstgeschwindigkeit von 75 Stundenkilometern erst nach etwa 45 Sekunden erreicht wird, wie ein Leser des &#8222;Hamburger Abendblatts&#8220; 1952 schreibt, ist der Lloyd 300 sehr beliebt.<\/p>\n<p class=\"\">\n3.334 D-Mark kostet er anfangs und damit rund 1.300 D-Mark weniger als ein VW K\u00e4fer. Er entwickelt sich schnell zum Verkaufsschlager des <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Borgward-Eine-kurze-Bremer-Erfolgsgeschichte,borgward116.html\" title=\"Borgward: Eine (kurze) Bremer Erfolgsgeschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Borgward-Konzerns<\/a> und zum beliebtesten Kleinstwagen in Westdeutschland. Denn neben den geringen Anschaffungskosten ist auch der Betrieb g\u00fcnstig und die Ersatzteile sind billig. Ein Austauschmotor etwa kostet 98 D-Mark. Das Auswechseln eines Bowdenzuges 1,95 Mark. Ab 1952 sind Sto\u00dfd\u00e4mpfer f\u00fcr einen Aufpreis von 70 Mark zu haben. Der Einbau einer Heizung kostet 24 D-Mark. Und einfache Reparaturen k\u00f6nnen auch Fahrradmechaniker vornehmen, wie &#8222;Das Auto&#8220; in seinem Testbericht schreibt.<\/p>\n<p>    Erweiterung der Modellpalette<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward152.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward152.webp\" alt=\"Der Lloyd LP 300, hergestellt von den Lloyd-Automobilwerken (Lloyd Motoren Werke GmbH), Teil der Borgward-Gruppe, in Bremen, ist am 17. Januar 1953 am Er\u00f6ffnungstag der 36. Internationalen Automobilausstellung in Br\u00fcssel im Palais du Centenaire zu sehen.\" title=\"Die H\u00e4ndler holen den Wagen oft selbst im Werk in Bremen ab. | picture alliance \/ ASSOCIATED PRESS \" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Die H\u00e4ndler holen den Wagen oft selbst im Werk in Bremen ab.<\/p>\n<p class=\"\">\nAnfangs bauen 430 Arbeiter den Lloyd 300, t\u00e4glich verlassen nur 17 Autos die Fabrik in Bremen-Hastedt. Doch wegen der gro\u00dfen Nachfrage muss ein neues Werk gebaut werden. Der Umzug ist ein Wunder an Effizienz, er findet Anfang 1951 an einem Wochenende statt, ohne dass die Produktion stockt.<\/p>\n<p class=\"\">\nImmer wieder holen H\u00e4ndler aus der gesamten Bundesrepublik die bestellten Wagen selbst in Bremen ab, weil die K\u00e4ufer nicht warten wollen. Bald kommen auch ein Kastenwagen f\u00fcr Handwerker, ein sportlicheres Coup\u00e9 mit nur zwei Sitzen und ein Kombi auf den Markt. Der Plan, auch ein Cabriolet zu bauen, wird jedoch fallengelassen.<\/p>\n<p>    Der Leukoplastbomber<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward138.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward138.webp\" alt=\"Lloyd LP 300 (10 PS, 2 Zylinder, 75 km\/h H\u00f6chstgeschwindigkeit), Baujahre 1950-52.- Foto, undatiert (um 1950).\" title=\"Trotz schwacher Motorleistung findet der Lloyd seine Liebhaber. | picture-alliance \/ akg-images , Dodenhoff\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Trotz schwacher Motorleistung findet der Lloyd seine Liebhaber.<\/p>\n<p class=\"\">\nCarl Borgward pr\u00e4gt den Slogan: &#8222;Eine Kutsche f\u00fcr die ganze Familie&#8220;. Doch der Volksmund spricht vom &#8222;Leukoplastbomber&#8220;, warum, ist nicht endg\u00fcltig zu kl\u00e4ren. Vielleicht, weil das Kunstleder an das bekannte Wundpflaster erinnert, oder weil sich Risse und L\u00f6cher mit diesem leicht reparieren lassen. Schnell kursieren auch Spr\u00fcche: &#8222;Der Lloyd steht am Berg und heult&#8220;, denn wegen des schwachen Motors waren Steigungen ein Problem. Oder: &#8222;Wer den Tod nicht scheut, f\u00e4hrt Lloyd.&#8220; Doch das zumindest ist eine Unterstellung. Denn die Holzkarosserie ist erstaunlich stabil, wie sich ein ehemaliger Mechaniker erinnert: &#8222;Wenn da jemand mal gegen gefahren ist, da ist dem weniger passiert als dem, der mit dem Blechauto kam. So stabil war das Holz.&#8220; So ist es in Birgid Hankes Buch \u00fcber Carl F. W. Borgward nachzulesen. Auch Andreas Gumz, Mitarbeiter im NDR Archiv und Sammler von Oldtimern, der selbst mehrere Lloyd-Modelle gefahren ist, hebt die gute Konstruktion hervor.<\/p>\n<p>    Ein bisschen Spott schadet nicht<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward144.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward144.webp\" alt=\"Lloyd LP 300 (10 PS, 2 Zylinder, 75 km\/h H\u00f6chstgeschwindigkeit), Baujahre 1950-52.- Foto, undatiert (um 1950).\" title=\"Nach und nach nimmt Borgward \u00c4nderungen am Lloyd 300 vor. | picture-alliance \/ akg-images , Dodenhoff\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Nach und nach nimmt Borgward \u00c4nderungen am Lloyd 300 vor.<\/p>\n<p class=\"\">\nDem Erfolg des Wagens schaden die vielen Witze ohnehin nicht, auch weil Carl Borgward ihn st\u00e4ndig weiterentwickeln l\u00e4sst. Die winzige Motorhaube, intern &#8222;Klodeckel&#8220; genannt, wie Hans W. Mayer in seinem Lloyd-Buch von 1989 schreibt, wird breiter und durch eine Zierleiste versch\u00f6nert. Ab Fr\u00fchjahr 1953 sind die Seitenteile aus Stahlblech. Fast 20.000 Autos sind bisher verkauft worden. Ende des Jahres erscheint dann das Nachfolgemodell Lloyd 400 mit gr\u00f6\u00dferem Motor und einer Ganzstahlkarosserie. Der Motor ist leiser geworden, das Ventilatorheulen ged\u00e4mpft.<\/p>\n<p>    Der Lloyd pr\u00e4gt das Wirtschaftswunder<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/lloyd174.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/lloyd174.webp\" alt=\"Lloyd LP 600 Limousine von 1955 (Aufnahme vom 28.03.1962)\" title=\"Der Lloyd 600 wird sogar in die USA verschifft. | picture alliance \/ imageBROKER , August Lautenbacher\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Der Lloyd 600 wird sogar in die USA verschifft.<\/p>\n<p class=\"\">\nFast 5.000 Arbeiter und Angestellte besch\u00e4ftigt das Lloyd-Werk nun. Inzwischen rollen in Bremen t\u00e4glich mehr als 250 Autos vom Band. 1954 ist der Lloyd mit 34.100 Autos in der Spitzengruppe der Neuzulassungen zu finden. Der Borgward-Konzern steigt in diesem Jahr zum f\u00fcnftgr\u00f6\u00dften Autoproduzenten in der Bundesrepublik auf, nach VW, Opel, Ford und Daimler Benz. Erste Exporte gehen nach Schweden, \u00d6sterreich, D\u00e4nemark und in die Niederlande. Die Weiterentwicklung Lloyd 600 mit einem Viertaktmotor wird ab 1956 auch in die USA verschifft. Sein Nachfolger erh\u00e4lt nun sogar einen eigenen Namen: Als letzte Modelle folgen 1957 noch der Lloyd Alexander mit 19 PS, Kurbelfenstern und von au\u00dfen zu \u00f6ffnendem Kofferraum und im Jahr darauf der Lloyd Alexander TS mit 25 PS. Insgesamt werden fast 180.000 600er und Alexander gebaut. Experte Andreas Gumz urteilt: &#8222;Meine pers\u00f6nliche Empfehlung ist der Alexander, da er durch die Motorkonstruktion, 4-Gang-Getriebe, Stahlkarosserie sowie Wartungsfreundlichkeit auch heute noch im Verkehr gut mitkommt.&#8220;<\/p>\n<p>    Die letzten ihrer Art<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward154.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward154.webp\" alt=\"Luftaufnahme des in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Automobilherstellers Borgward in Bremen Anfang 1961. Im August 1961 wurde die Produktion eingestellt, 17 000 Arbeitnehmer waren betroffen. Die Rheinstahl-Hanomag AG (Hannover), die Atlas-Werke AG (Bremen) und die Norddeutsche Verm\u00f6gensverwaltungsgesellschaft (Bremen) \u00fcbernahmen das Werk Anfang Dezember 1961 f\u00fcr zusammen 44 Millionen Mark.\" title=\"Die Luftaufnahme zeigt das Borgward-Werk in Bremen Anfang 1961. | picture alliance \/ dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Die Luftaufnahme zeigt das Borgward-Werk in Bremen Anfang 1961.<\/p>\n<p class=\"\">\nW\u00e4hrend Borgward in seinen anderen Werken immer modernere, teurere und schnellere Autos baut, h\u00e4lt er doch bis zur Insolvenz 1961 am Lloyd fest. Denn der bringt das Geld f\u00fcr die vielen Neuentwicklungen. Und erweist sich auch dar\u00fcber hinaus als erstaunlich langlebig. In sp\u00e4teren Jahrzehnten ist er immer wieder mal auf der Stra\u00dfe zu sehen. Heute steht er jedoch eher in Oldtimersammlungen. Vom Ursprungsmodell Lloyd 300 sind nur noch 10 bis 15 Exemplare unterwegs. Sie werden zumeist unter der Hand weiterverkauft und kosten dann je nach Zustand um die 10.000 Euro.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/borgward134.webp\" alt=\"Hansa-Limousine von Borgward (Umbenennung von Goliath in Hansa ab Modelljahr 1959)- Foto: 1960.\" title=\"Hansa-Limousine von Borgward (Umbenennung von Goliath in Hansa ab Modelljahr 1959)- Foto: 1960. | picture-alliance \/ akg-images , Dodenhoff\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Unternehmer avancierte in den 1950er-Jahren zum viertgr\u00f6\u00dften deutschen Autobauer. Am Anfang stand ein Patent, das er am 20. Juni 1925 anmeldete.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/tempo170.webp\" alt=\"Familienausflug mit dem Tempo Hanseat: Zwei M\u00e4nner, eine Frau und ein Kind picknicken 1951 an einem See.\" title=\"Familienausflug mit dem Tempo Hanseat: Zwei M\u00e4nner, eine Frau und ein Kind picknicken 1951 an einem See. | Tempo \/ Daimler\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Autohersteller Tempo-Werk wird 1928 in Hamburg gegr\u00fcndet. Der dreir\u00e4drige Hanseat ist bei den Kunden besonders gefragt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.06.2025 05:00 Uhr Am 22. Juni 1950 hat der Lloyd 300 Premiere. 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