{"id":210096,"date":"2025-06-22T10:16:09","date_gmt":"2025-06-22T10:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210096\/"},"modified":"2025-06-22T10:16:09","modified_gmt":"2025-06-22T10:16:09","slug":"hamburg-schleswig-holstein-hsv-nach-praesidentenwahl-ein-ex-ultra-an-der-spitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210096\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: HSV nach Pr\u00e4sidentenwahl: Ein Ex-Ultra an der Spitze"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                HSV nach Pr\u00e4sidentenwahl: Ein Ex-Ultra an der Spitze<\/p>\n<p>\t\t\t\t              22.06.2025, 12:07 Uhr<\/p>\n<p><strong>Der HSV geht schuldenfrei in die Bundesliga-Saison. Und ein ehemaliger Ultra f\u00fchrt den HSV als Pr\u00e4sident an. In welche Richtung f\u00fchrt Henrik K\u00f6ncke den Club?<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Henrik K\u00f6ncke wollte vor der Wahl zum Pr\u00e4sidenten des Hamburger SV nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Seine Rede vor den anwesenden Mitgliedern des norddeutschen Fu\u00dfball-Traditionsvereins musste sitzen. &#8222;Mein treuester Begleiter die letzten Tage war mein Spiegel zu Hause&#8220;, berichtete der 34-J\u00e4hrige \u00fcber seine Vorbereitungen vor der knapp neunst\u00fcndigen Mitgliederversammlung.\u00a0<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere Ultra-Fan und Mitglied des Aufsichtsrats gewann die Wahl trotz der rhetorisch starken Gegner mit einem klaren Vorsprung. Der Mann, der f\u00fcr das Logistikunternehmen Hapag-Lloyd arbeitet, setzte sich mit 65,71 Prozent der Stimmen vor seinen Mitbewerbern durch. Zur Wahl als Nachfolger von Marcell Jansen standen neben K\u00f6ncke noch der Ehrenratsvorsitzende Kai Esselsgroth (29,06 Prozent) und der Unternehmer Frank Ockens (5,22 Prozent).<\/p>\n<p>&#8222;Ich blicke voller Zuversicht und Freude auf jeden Fall auf die Zusammenarbeit und freue mich auf die n\u00e4chsten Jahre&#8220;, sagte K\u00f6ncke dem Norddeutschen Rundfunk (NDR).\u00a0<\/p>\n<p>Wohin f\u00fchrt der Ex-Ultra den Club?<\/p>\n<p>Seine Wahl knapp anderthalb Monate nach dem Aufstieg der Profis in die Bundesliga folgt gewisserma\u00dfen einem Mini-Trend in einigen Clubs. Bei Hertha BSC wurde einst der mittlerweile verstorbene Kay Bernstein als Ex-Ultra Pr\u00e4sident. In Rostock steht in Sebastian Eggert ein fr\u00fcherer Ultra an der Spitze des Aufsichtsrats.\u00a0<\/p>\n<p>Dass nun die Ultras beim HSV die Macht \u00fcbernehmen, schloss K\u00f6ncke aus. Das sei auch in den vergangenen zweieinhalb Jahren &#8222;nicht der Fall&#8220; gewesen, als er im Aufsichtsrat t\u00e4tig war. &#8222;Da ist schon r\u00fcbergekommen, dass ich Br\u00fccken bauen kann. Dass ich Menschen verbinden kann&#8220;, sagte K\u00f6ncke, der unter anderem den HSV in der Stadt sichtbarer machen und den Club modernisieren will.\u00a0<\/p>\n<p>Bei sommerlichen Temperaturen fanden sich allerdings nur wenige der 127.000 Mitglieder des Clubs im Tempel des HSV ein. Knapp 1.200 Stimmberechtigte &#8211; etwa ein Prozent &#8211; beteiligten sich wenige Tage vor dem Trainingsauftakt des Bundesliga-Aufsteigers am 2. Juli an der Wahl zum Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>HSV mit einer &#8222;neuen Identit\u00e4t&#8220; in die Bundesliga<\/p>\n<p>Die wenigen HSV-Mitglieder h\u00f6rten allerdings aus erster Quelle positive Nachrichten von AG-Finanzvorstand Eric Huwer. Der 41-J\u00e4hrige verk\u00fcndete den Fans: &#8222;Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betragen zum Ende dieses Gesch\u00e4ftsjahres null. Zum ersten Mal in der mir bekannten dokumentierten Geschichte ist der HSV damit schuldenfrei.&#8220;<\/p>\n<p>Trotz Corona-Pandemie, des Abstiegs 2018 in die 2. Liga und Personalrochaden in den vergangenen sieben bis acht Jahren habe der Club Netto-Finanzverbindlichkeiten von 75 Millionen Euro abgebaut. &#8222;Das ist ein Wendepunkt. Aber das ist noch viel mehr, das ist ein Versprechen. Der neue HSV geh\u00f6rt sich wieder selbst und startet in der Bundesliga mit einer ganz neuen Identit\u00e4t&#8220;, sagte Huwer.\u00a0<\/p>\n<p>Die vorzeitige R\u00fcckf\u00fchrung des Stadion-Darlehens vor zwei Jahren sei ein gro\u00dfer Baustein beim Schuldenabbau gewesen. &#8222;Das bedeutet nicht, dass wir nie wieder ein Darlehen aufnehmen wollen. Aber wir haben uns jetzt so lange den Hintern aufgerissen, um diese Schuldenfreiheit zu erreichen. Dementsprechend k\u00e4mpfen wir darum, dass wir die Themen in der eigenen Familie gel\u00f6st bekommen&#8220;, sagte Huwer.<\/p>\n<p>Genossenschaftsmodell geplant<\/p>\n<p>Dem Club winken zudem weitere Einnahmen. Die Mitglieder machten den Weg frei f\u00fcr das geplante Genossenschaftsmodell. Durch den sogenannten Supporters Trust sollen bis zu 100 Millionen Euro in drei Jahren generiert werden. Der Plan ist, dass Fans im dritten, sp\u00e4testens im vierten Quartal Anteile zeichnen k\u00f6nnen. Im Vergleich zum Modell des Stadtrivalen FC St. Pauli sollen aber nicht Anteile am Stadion, sondern am Verein erworben werden. Zudem sollen sich voraussichtlich nur Mitglieder beteiligen k\u00f6nnen. Pr\u00e4sident K\u00f6ncke beteiligte sich an der vorausgegangenen Arbeitsgruppe und sieht im Modell eine &#8222;sehr, sehr gute L\u00f6sung&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>K\u00f6ncke wird den Supporters Trust mit seiner neuen Vizepr\u00e4sidentin Laura Ludwig eng verfolgen. Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin wurde als alleinige Kandidatin mit etwas mehr als 90 Prozent zur Vizepr\u00e4sidentin gew\u00e4hlt, nachdem Anna St\u00f6cken ihre Kandidatur auf der B\u00fchne zur\u00fcckgezogen hatte. Aufsichtsratschef Michael Papenfu\u00df wurde mit 68,17 Prozent vor Ralph Hartmann (31,83) im Amt als Vizepr\u00e4sident und Schatzmeister best\u00e4tigt.\u00a0<\/p>\n<p>Magath-Unterst\u00fctzer in der Minderheit<\/p>\n<p>Die Nichtzulassung von Vereinsidol Felix Magath als Pr\u00e4sidentschaftskandidat nach der Entscheidung des Beirats sorgte schon lange vor der Wahl f\u00fcr Kritik. Nach Ansicht des Gremiums soll Magath weniger am Breitensport des Muttervereins und mehr an den Geschicken im ausgegliederten Profifu\u00dfball-Bereich interessiert gewesen sein. Ex-Profi Richard Golz, der als Vize unter Magath antreten wollte, hatte seine Kandidatur zur\u00fcckgezogen und die Entscheidung des Gremiums kritisiert.<\/p>\n<p>Vereinzelt wurde die Entscheidung des Beirats bei der Versammlung kritisiert. Ein Fan bezeichnete die Nicht-Ber\u00fccksichtigung von Magath etwa als &#8222;nicht demokratisch&#8220;, es gab auch weitere kritische Beitr\u00e4ge. Der Beifall fiel allerdings eher verhalten aus. Auch der deswegen diskutierte Dringlichkeitsantrag zur Aussetzung der Wahl blieb wirkungslos. Die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit, um den Antrag \u00fcberhaupt zuzulassen, scheiterte klar. Nur 8,49 Prozent der Mitglieder stimmten daf\u00fcr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein HSV nach Pr\u00e4sidentenwahl: Ein Ex-Ultra an der Spitze 22.06.2025, 12:07 Uhr Der HSV geht schuldenfrei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":210097,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,4599,67875,30,692,5075,3350,1971,67144],"class_list":{"0":"post-210096","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-ein","10":"tag-ex-ultra","11":"tag-germany","12":"tag-hamburg","13":"tag-hsv","14":"tag-praesidentenwahl","15":"tag-schleswig-holstein","16":"tag-spitze"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114726501290543546","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210096","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=210096"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210096\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/210097"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=210096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=210096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=210096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}