{"id":210112,"date":"2025-06-22T10:24:10","date_gmt":"2025-06-22T10:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210112\/"},"modified":"2025-06-22T10:24:10","modified_gmt":"2025-06-22T10:24:10","slug":"world-press-photo-2025-fotografien-die-zuversicht-zeigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210112\/","title":{"rendered":"&#8222;World Press Photo 2025&#8220;: Fotografien, die Zuversicht zeigen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/coverworldpress100.webp\" alt=\"Buch-Cover: World Press Photo Yearbook 2025\" title=\"Buch-Cover: World Press Photo Yearbook 2025 | Hatje Cantz Verlag\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 22.06.2025 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Der Wettbewerb &#8222;Pressefoto des Jahres&#8220; fokussiert sich 2025 auf Bilder der Hoffnung. Trotz globaler Krisen zeigt der Bildband &#8222;World Press Photo 2025&#8220; ber\u00fchrende, hoffnungsvolle Motive.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/guido-pauling,pauling108.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Guido Pauling<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\nWenn Pressefotografen wichtige, aufr\u00fcttelnde Aufnahmen machen, f\u00e4llt Hinsehen oft schwer. Kriege, Naturkatastrophen, Krisen pr\u00e4gen die Nachrichten. Gut, wenn mutige Fotografinnen und Fotografen das alles dokumentieren, doch das Bild der Gegenwart sieht d\u00fcster aus. Beim Wettbewerb &#8222;Pressefoto des Jahres&#8220; hat die Jury diesmal einen anderen Blick aufs Weltgeschehen gesucht. Bilder von Hoffnung und Zuversicht sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen. Keine leichte Aufgabe, solche Bilder zu finden. Doch es gibt sie &#8211; wie der Bildband &#8222;World Press Photo 2025&#8220; zeigt.<\/p>\n<p>    Hoffnungschimmer trotz Schicksalsschl\u00e4gen<\/p>\n<p class=\"\">\nDieser Blick des kleinen Jungen ist es, der sich den Betrachtern tief ins Innere eingr\u00e4bt. Mahmoud ist verst\u00fcmmelt worden, er hat beide Arme verloren. Im M\u00e4rz 2024 war er mit seiner Familie auf der Flucht vor einem Angriff der israelischen Streitkr\u00e4fte auf Gaza-Stadt. Eine Explosion &#8211; dann waren die Arme weg. Der Neunj\u00e4hrige hat \u00fcberlebt. Nun ist er ein Kriegsopfer auf einer Fotografie, wie man sie schon so f\u00fcrchterlich h\u00e4ufig gesehen hat.<\/p>\n<p class=\"\">\nAber etwas ist hier anders. In Mahmouds Blick liegt eine Mischung aus Traurigkeit und Mut. Schicksalsergeben sitzt er da, und zugleich ungebrochen. Als w\u00fcrde er denken: &#8222;Ja, es hat mich erwischt. Aber wer wei\u00df &#8211; wenn ich Prothesen bekommen k\u00f6nnte, k\u00e4me ich wieder klar.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nDas Pressefoto des Jahres der Fotografin Samar Abu Elouf zeigt beides: den Horror, den pal\u00e4stinensische Zivilisten derzeit erleben, und die noch immer vorhandene Hoffnung, vielleicht eines Tages ein halbwegs normales Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Aufgeben kommt nicht in Frage<\/p>\n<p class=\"\">\nHoffnung tr\u00e4gt auch der Bodybuilder Tamale Safalu in sich. Der muskul\u00f6se junge Mann aus Uganda hatte 2020 bei einem Motorradunfall ein Bein verloren. Sein K\u00f6rper, sein ganzer Stolz &#8211; entstellt. Was soll\u2019s? Tamale hat nun eine Metallstange anstelle des Unterschenkels. Je ein gigantischer Bizeps rechts und links, ein beeindruckend trainierter nackter schwarzer Oberk\u00f6rper, geballte F\u00e4uste: So steht er da vor der fleckig-gelben, schmutzigen Wand seines Hauses. Ein Kraftpaket, ein Bild von einem Mann in R\u00fcckenansicht. Direkt links neben seinem Kopf trocknet W\u00e4sche auf einer Leine, Sportklamotten, Trainingshosen. Tamales Augen sieht man nicht von hinten. Doch man darf ganz sicher sein: Sein Blick ist selbstbewusst, zuversichtlich. Behindert &#8211; na und? Aufgeben kommt nicht in Frage.<\/p>\n<p class=\"\">\nAufgeben? Kommt \u00fcberhaupt nicht in Frage! Sagen sich die jungen Frauen in Kabul, die gerade den Geburtstag einer Freundin feiern. Im Wohnzimmer hinter zugezogenen wei\u00dfen Vorh\u00e4ngen, versteht sich. Die Taliban haben schlie\u00dflich Musik und Tanzen verboten; sowieso, und den Frauen erst recht. Afghanistans Frauen feiern weiterhin, verborgen im Privaten. Und eine Pressefotografin darf dabei sein und Bilder machen.<\/p>\n<p>    Widerstandskraft im Angesicht von Hindernissen<\/p>\n<p class=\"\">\nEtwas ist anders gewesen beim diesj\u00e4hrigen Wettbewerb &#8222;Pressefoto des Jahres&#8220;, schreibt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der World Press Photo Foundation im Vorwort:<\/p>\n<blockquote><p>\n        Die Entscheidung, hoffnungsvollen Geschichten bei den preisgekr\u00f6nten Beitr\u00e4gen mehr Raum zu geben. In den letzten Jahren haben fotojournalistische Arbeiten gr\u00f6\u00dftenteils d\u00fcstere und ersch\u00fctternde Aspekte des Lebens dokumentiert &#8211; Konflikte, Naturkatastrophen und humanit\u00e4re Krisen. Es ist aber zugleich angezeigt, auch Geschichten von Widerstandskraft, Hoffnung und positivem Wandel in den Blick zu r\u00fccken.<\/p>\n<p>                Leseprobe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">\nDenn das, schreibt Joumana El Zein Khoury, zeige doch allen, &#8222;dass positiver Wandel auch im Angesicht scheinbar \u00fcberw\u00e4ltigender Widrigkeiten m\u00f6glich ist.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/coverworldpress104.webp\" alt=\"Buchcover: World Press Photo Yearbook 2024\" title=\"Buchcover: World Press Photo Yearbook 2024 | Hatje Cantz Verlag\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Jury ist es in diesem Jahr besonders schwer gefallen, auch Pressefotos auszuw\u00e4hlen, die nicht von Leid, Zerst\u00f6rung und Trauer erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>    Hoffnung in einer brennenden Welt<\/p>\n<p class=\"\">\nMan kann sagen: Erstaunlich, wie hoffnungsvoll die World Press Photo Foundation sich gibt in einer Welt, in der es \u00fcberall brennt: politisch, \u00f6kologisch, zwischenmenschlich. So vieles ist so katastrophal! Aber es stimmt: Etwas Hoffnung bleibt. Aufgeben kommt f\u00fcr viele nicht in Frage.<\/p>\n<p class=\"\">\nWie f\u00fcr Chamunolwa Jimayi, den einzigen Fahrer des &#8222;Elephant Response Teams&#8220; in Livingstone, Sambia. Seine Organisation versucht, Konflikte zwischen Menschen und Elefanten zu entsch\u00e4rfen, wenn die Tiere aus Not in die Stadt vordringen und G\u00e4rten pl\u00fcndern. Ein zweiter Fahrer, der ihm mal hilft? War nicht zu finden, alle hauen ab. Chamunolwas Portr\u00e4t am Steuer zeigt ein Gesicht voll Kummer und Verantwortungsgef\u00fchl. Es braucht keine Worte. Die Lage? Elend. Aufgeben? Ach was.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/coverworldpress100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/coverworldpress100.webp\" alt=\"Buch-Cover: World Press Photo Yearbook 2025\" title=\"Buch-Cover: World Press Photo Yearbook 2025 | Hatje Cantz Verlag\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>        <\/a><\/p>\n<p>      World Press Photo 2025<\/p>\n<p>von <\/p>\n<dl>\n<dt class=\"dtHidden\">Seitenzahl:<\/dt>\n<dd>240 Seiten<\/dd>\n<dt class=\"dtHidden\">Genre:<\/dt>\n<dd>Bildband<\/dd>\n<dt>Verlag:<\/dt>\n<dd>Hatje Cantz<\/dd>\n<dt>ISBN:<\/dt>\n<dd>978-3-7757-5938-0<\/dd>\n<dt>Preis:<\/dt>\n<dd>32 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.06.2025 06:00 Uhr Der Wettbewerb &#8222;Pressefoto des Jahres&#8220; fokussiert sich 2025 auf Bilder der Hoffnung. 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