{"id":210706,"date":"2025-06-22T15:56:09","date_gmt":"2025-06-22T15:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210706\/"},"modified":"2025-06-22T15:56:09","modified_gmt":"2025-06-22T15:56:09","slug":"faq-hat-trump-jetzt-ein-problem-mit-seiner-maga-basis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210706\/","title":{"rendered":"FAQ: Hat Trump jetzt ein Problem mit seiner MAGA-Basis?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>faq<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 22.06.2025 17:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mit MAGA-Cap im Situation Room &#8211; selbst von dort sandte US-Pr\u00e4sident Trump nach dem Angriff auf den Iran Signale an seine Anh\u00e4nger. Denn ihnen hatte er eigentlich das Aus f\u00fcr &#8222;endlose Kriege&#8220; versprochen. Kommt es zum Bruch? <\/strong>\n    <\/p>\n<p>    Was versprach Trump im Wahlkampf?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEines der zentralen Wahlkampfversprechen Trumps war: keine US-Verwicklung in einen neuen &#8222;Endlos-&#8220; oder &#8222;F\u00fcr-immer-Krieg&#8220;. Gemeint: jahre- und jahrzehntelange Eins\u00e4tze wie im Irak oder in Afghanistan. Damit war er auf Linie mit seiner weitgehend isolationistischen MAGA-Anh\u00e4ngerschaft. Eine seiner Priorit\u00e4ten sei es, &#8222;Kriegstreiber&#8220; und &#8222;Amerika-zuletzt-Globalisten&#8220; zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, sagte Trump damals.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd tats\u00e4chlich hatte er bis vor wenigen Wochen noch auf Atomgespr\u00e4che mit dem Iran und eine &#8222;zweite Chance&#8220; f\u00fcr das Land gesetzt &#8211; obwohl er selbst in seiner ersten Amtszeit noch aus dem Atomabkommen aus dem Jahr 2015 ausgestiegen war.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnklar ist allerdings momentan, ob Trump mit den Angriffen auf die drei Atomanlagen einen neuen &#8222;endlosen Krieg&#8220; begonnen hat &#8211; oder ob der Iran nicht beispielsweise nicht schon f\u00fcr einen ernsthaften Konflikt mit den USA zu geschw\u00e4cht ist.<\/p>\n<p>    Wie sehen die ersten Reaktionen im Trump-Umfeld aus?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor dem US-Angriff hatte es massive Kritik von MAGA-nahen Pers\u00f6nlichkeiten gegeben. Sie scheinen aber nicht dabei zu bleiben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTV-Moderator Tucker Carlson sprach beispielsweise im Vorfeld von einem m\u00f6glichen Betrug an den Trump-Anh\u00e4ngern. Trump sagte diese Woche aber, Carlson habe ihn angerufen und daf\u00fcr um Entschuldigung gebeten. Dieser sei &#8222;ein netter Typ&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, eine besonders radikale Vertreterin des MAGA-Fl\u00fcgels, hatte unmittelbar vor dem Angriff noch bei X geschrieben: &#8222;Dies ist nicht unser Krieg.&#8220; Und: &#8222;Jedes Mal, wenn Amerika kurz vor der greatness steht, werden wir in einen weiteren Krieg im Ausland verwickelt.&#8220; Nach der Bekanntgabe rief sie via X dazu auf, f\u00fcr Frieden und die Sicherheit der US-Truppen in der Region zu beten. Direkte Kritik an Trump kam von ihr nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch der konservative Publizist Charlie Kirk hatte sich im Laufe der Woche noch gegen einen US-Angriff gewandt. Nun schrieb er bei X: &#8222;Amerika steht hinter Pr\u00e4sident Trump.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd Ex-Trump-Berater Steve Bannon hatte vor dem Angriff gesagt, er sei zwar gegen eine Intervention. Aber er glaube auch, dass die MAGA-Bewegung Trump weiter unterst\u00fctzen werde. &#8222;Wir m\u00f6gen es nicht. Vielleicht hassen wir es&#8220;, zitierte die Nachrichtenagentur AP ihn in Bezug auf ein Eingreifen: &#8222;Aber wissen Sie, wir werden mitmachen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei den Republikanern im Kongress war die Unterst\u00fctzung jedenfalls glasklar. Repr\u00e4sentantenhaus-Sprecher Mike Johnson und der Mehrheitsf\u00fchrer im Senat, John Thune, unterst\u00fctzten Trump eindeutig. Johnson erkl\u00e4rte, der US-Angriff sei f\u00fcr die Feinde der USA eine klare Erinnerung daran, dass Trump meine, was er sage. Und auch Thune erkl\u00e4rte, er stehe an der Seite Trumps.<\/p>\n<p>    Was meinen die Amerikanerinnen und Amerikaner zu den Angriffen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGrunds\u00e4tzlich gilt: Trump ist &#8211; wie schon in seiner ersten Amtszeit &#8211; ein unbeliebter Pr\u00e4sident. Nach Berechnung des US-Datenjournalisten G. Elliott Morris, der mehrere wichtige Umfragen zusammenfasst, stand der Republikaner zuletzt bei 42 Prozent Zustimmung und 54 Prozent Ablehnung. Auch Trumps Au\u00dfenpolitik, zu der der Iran-Angriff z\u00e4hlt, kam demnach vor den Attacken auf 53 Ablehnung und nur 39 Prozent Zustimmung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd konkret nach einem m\u00f6glichen Angriff auf den Iran gefragt, war die Haltung der US-Bev\u00f6lkerung vor der vergangenen Nacht eindeutig: keine Beteiligung am Israel-Iran-Krieg.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einer Umfrage von The Economist und YouGov waren 60 Prozent der Befragten dagegen, sich in den Krieg einzumischen. Nur 16 Prozent waren daf\u00fcr. Auch von den 2024er-Trump-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hlern waren nur 19 Prozent daf\u00fcr &#8211; und deutliche 53 Prozent dagegen. Die Washington Post fragte 18. Juni pr\u00e4ziser nach der Meinung zu einem Luftschlag gegen Atomanlagen &#8211; wie es ihn jetzt tats\u00e4chlich gab: 25 Prozent waren daf\u00fcr, 45 Prozent dagegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd auch in historischer Perspektive war der Angriff im Iran im Vorfeld laut Morris sehr unpopul\u00e4r: W\u00e4hrend sich 2001 bei Afghanistan noch 88 Prozent zu Beginn f\u00fcr eine Intervention ausgesprochen h\u00e4tten, 2003 beim Irak 71 Prozent und 2014 beim IS immerhin noch 54 Prozent, sei es jetzt im Durchschnitt mehrerer Umfragen nur eine sehr klare Minderheit von 21 Prozent gewesen &#8211; gegen\u00fcber 57 Prozent Ablehnung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJetzt &#8211; nach den Angriffen &#8211; ergab sich <a href=\"https:\/\/today.yougov.com\/topics\/international\/survey-results\/daily\/2025\/06\/22\/ba0fb\/4\" title=\"Umfrage bei YouGov\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">zumindest bei YouGov<\/a> aber ein etwas anderes Bild: Auf die Frage, ob sie f\u00fcr die USA langfristig mehr Sicherheit bedeuteten, antworte zwar immer noch eine klare relative Mehrheit von 44 Prozent: Nein, die Lage sei unsicherer geworden. Von den Anh\u00e4ngern der Republikanern aber antworteten 52 Prozent, die Angriffe h\u00e4tten die Sicherheit der USA verbessert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDatenjournalist Morris wies aber unter anderem bei X angesichts des Beispiels Irak darauf hin, dass die Popularit\u00e4t der Angriffe direkt nach ihnen meist vor\u00fcbergehend wachse, dann aber kontinuierlich schwinde. Die Daten weiterer Umfrageinstitute d\u00fcrften also interessant werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"faq Stand: 22.06.2025 17:29 Uhr Mit MAGA-Cap im Situation Room &#8211; selbst von dort sandte US-Pr\u00e4sident Trump nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":210707,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,345,68040,14,15,1555,12,10,8,9,11,113,64,103,104],"class_list":{"0":"post-210706","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-iran","10":"tag-maga","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-republikaner","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-trump","20":"tag-usa","21":"tag-welt","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114727838235986331","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=210706"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210706\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/210707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=210706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=210706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=210706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}