{"id":210934,"date":"2025-06-22T18:00:09","date_gmt":"2025-06-22T18:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210934\/"},"modified":"2025-06-22T18:00:09","modified_gmt":"2025-06-22T18:00:09","slug":"nur-wenige-studenten-gruenden-diese-zwei-bremer-trotzen-den-bedenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/210934\/","title":{"rendered":"Nur wenige Studenten gr\u00fcnden: Diese zwei Bremer trotzen den Bedenken"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 22. Juni 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nMatthias R\u00f6hrs<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Die Gr\u00fcnder von &quot;Finite Air&quot;: Tobias Patzer und Pascal Gluderer\" data-image-owner=\"Radio Bremen | Matthias R\u00f6hrs\" data-image-title=\"Die Gr\u00fcnder von &quot;Finite Air&quot;: Tobias Patzer und Pascal Gluderer\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/finite-air-100~_v-800x450_c-1750162946608.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/finite-air-100~_v-640x360_c-1750162946608.jpg\"\/><\/p>\n<p>Tobias Patzler (links) und Pascal Gluderer haben gemeinsam &#8222;Finite Air&#8220; gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen | Matthias R\u00f6hrs<\/p>\n<p class=\"article-intro\"><strong>Viele Studentinnen und Studenten haben vor, ihr eigenes Unternehmen zu gr\u00fcnden. Doch nur ein kleiner Teil setzt dieses Vorhaben auch in die Tat um. Zwei Bremer wagen den Schritt.<\/strong><\/p>\n<p>Tobias Patzer ist ein Bastler. &#8222;Also f\u00fcr mich war die Hauptmotivation eigentlich, dass ich einfach coole Sachen bauen m\u00f6chte&#8220;, sagt der 29-J\u00e4hrige. Erst vor Kurzem hat er seinen Abschluss in Space Engineering an der Uni Bremen gemacht. Hoch ins All streben Patzer und sein Studienfreund Pascal Gluderer nicht mehr. Ihnen reicht die Erdn\u00e4he, daf\u00fcr streben die beiden aber nach Unabh\u00e4ngigkeit in ihrer Arbeit. Und haben deswegen Finite Air gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Ein Unternehmen, das gut zum Bastler Patzer passt. Finite Air baut Drohnen nach den individuellen W\u00fcnschen der Kunden \u2013 oder besser: M\u00f6chte sie bauen. Das Unternehmen ist ganz frisch auf dem Markt, bisher arbeiten sie noch an ihrem ersten Projekt. &#8222;Wir sind aber auch gerade noch in der Gr\u00fcndung, also sind noch sehr fr\u00fch. Den Kundenstamm aufzubauen, das geht gerade erst richtig los&#8220;, sagt der 26 Jahre alte Gluderer. Seit Oktober 2024 arbeiten sie daran, f\u00fcr den Anfang h\u00e4lt sie eine F\u00f6rderung \u00fcber Wasser, zu der ihnen das Bridge-Netzwerk der Bremer Hochschulen verholfen hat, eine Art Gr\u00fcnderberatung f\u00fcr Studierende. <\/p>\n<p>20 Gr\u00fcndungen aus den Hochschulen pro Jahr<\/p>\n<p>Ein F\u00fcnftel der Studentinnen und Studenten in Deutschland will nach einem Bericht des Startup-Verbands nach Abschluss ein Unternehmen aufbauen. Aber nur wenige setzen ihre Pl\u00e4ne tats\u00e4chlich in die Tat um.\u00a0Der Verband bezieht sich auf eine Erhebung von 2024, f\u00fcr die gut 2.000 Studenten nach ihren beruflichen Pl\u00e4nen f\u00fcnf Jahre nach ihrem Studium befragt wurden. Im Land Bremen ber\u00e4t das Bridge-Netzwerk Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Meike Goos zufolge rund 160 Projekte, erreiche aber durchaus mehr Interessierte. Sie spricht von rund 2.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an mehreren Dutzend Workshops im Jahr. Im Ergebnis blieben rund 20 Ausgr\u00fcndungen aus den Bremer Hochschulen \u00fcbrig, bei denen Interessierte auch den Schritt wagen. <\/p>\n<p>Pascal Gluderer und Tobias Patzer haben f\u00fcr ihre Gr\u00fcndung die gleichen Gr\u00fcnde wie viele andere. Ganz vorne steht die Unabh\u00e4ngigkeit, daf\u00fcr nehmen sie auch 60-Stunden-Wochen in Kauf: &#8222;Mit jeder Aufgabe, die man gerade bearbeitet, wei\u00df man, warum man die tut. Und nicht, weil es einem ein Vorgesetzter gesagt hat. Das ist extrem erf\u00fcllend&#8220;, sagt Gluderer. Deshalb stand zuerst der Plan, \u00fcberhaupt zu gr\u00fcnden. Danach erst kam die Idee zu Finite Air. <\/p>\n<p>Dass aber nicht jeder soweit gehen mag wie sie, haben Gluderer und Patzer bereits erlebt. Anfangs waren sie noch zu viert. Zwei haben sich zur\u00fcckgezogen. Gluderer hat Verst\u00e4ndnis. &#8222;Das war ja noch neben dem Studium, das war eh schon eine zeitanspruchsvolle Phase. Wir haben neben dem Studium noch gearbeitet. Wir hatten sehr viel Workload. Und die haben f\u00fcr sich zu diesem Zeitpunkt entschieden, dass es f\u00fcr sie noch nicht wirklich zu verfolgen ist.&#8220; Auch die beiden Gr\u00fcnder h\u00e4tten immer wieder Momente gehabt, in denen sie sich gegenseitig zum Weitermachen motivieren mussten. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Uns wurde h\u00e4ufig genug gesagt das ist nicht machbar, das sind zu gro\u00dfe Investments. Das funktioniert so nicht. Erstmal auch selbst weiter an die Idee zu glauben, war eine der Herausforderungen dabei.<\/p>\n<p>Tobias Patzer, Gr\u00fcnder von Finite Air<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Viele brechen Vorhaben ab \u2013 aus guten Gr\u00fcnden<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde, warum manche aus dem Traum, aussteigen, kennt auch Meike Goos. Oft sei das Team nicht das Richtige, manchmal funkt ein attraktives Jobangebot von au\u00dferhalb dazwischen, manchmal fehle aber auch der lange Atem. Wer es schafft, sind Studentinnen und Studenten, &#8222;die dranbleiben, die das wirklich umsetzen wollen. Die auch die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden nehmen und sich durch manche Bereiche fuchsen, von denen sie noch nie geh\u00f6rt haben.&#8220; <\/p>\n<p>Wer \u00fcbrig bleibt, sind jene: Sie wollen einen &#8222;Imapct erzielen&#8220;, so die Bridge-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, &#8222;etwas f\u00fcr die Gesellschaft bewirken wollen&#8220;. Die Bandbreite der Ideen sei gro\u00df. Von ma\u00dfgeschneiderten Drohen wie bei Finite Air, \u00fcber Tiefseeroboter bis hin zu veganen Schokoriegeln sei alles dabei.   <\/p>\n<p>Ganz am Anfang der Unternehmensgeschichte ist noch nicht abzusehen, was aus Finite Air einmal wird. Gespr\u00e4che mit anderen aus der Branche stimmen Gluderer positiv, dass sie mit der Firma irgendwann in sichere H\u00e4fen einlaufen. Patzer: &#8222;Das Positive ist, dass das eigentlich vom eigenen Beitrag abh\u00e4ngig ist. Das hei\u00dft, man kann auch selbst etwas daf\u00fcr tun, dass man diese Sicherheit bekommen kann.&#8220;<\/p>\n<p>Information zum Thema<br \/>\nTipps f\u00fcr die Gr\u00fcndung<\/p>\n<p>F\u00fcr einen guten Start des eigenen Unternehmens hat Meike Goos, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Bridge-Netzwerkes, ein paar Tipps parat. Sie ber\u00e4t gr\u00fcndungsinteressierte Studentinnen und Studenten an der Universit\u00e4t, das Netzwerk ist aber an allen Bremer Hochschulen vertreten.<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eMan sollte etwas machen, wo man wirklich dahinter steht\u201c, sagt Goos. Wer Herzblut in der Sache hat, sei auch bereit, die n\u00f6tige Zeit und Energie zu investieren..<\/li>\n<li>F\u00fcrs Gr\u00fcnden braucht man ein gutes Team. \u201eMan sollte das mit Leuten zusammen machen, mit denen man sich gut versteht, mit denen man sich auch gut vorstellen kann \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zusammenzuarbeiten.\u201c.<\/li>\n<li>Eine solide Basis aufbauen. Nicht nur finanziell, es gibt zum Beispiel F\u00f6rderprogramme und Stipendien, auch in Sachen Weitsicht. Checks, ob die eigenen Vorstellungen auch auf dem Markt ankommen, seien wichtig. Man brauche einen guten \u00dcberblick..<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ende der Information zum Thema<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nBremen Next, Next am Morgen, 17. Juni 2025, 8:10 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 22. Juni 2025. 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