{"id":211007,"date":"2025-06-22T18:39:15","date_gmt":"2025-06-22T18:39:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/211007\/"},"modified":"2025-06-22T18:39:15","modified_gmt":"2025-06-22T18:39:15","slug":"krieg-in-nahost-usa-bombardieren-atomanlagen-im-iran-angst-vor-eskalation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/211007\/","title":{"rendered":"Krieg in Nahost: USA bombardieren Atomanlagen im Iran &#8211; Angst vor Eskalation"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die USA haben sich dem Krieg Israels gegen den <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/iran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> angeschlossen und unterirdische iranische Atomanlagen bombardiert. Das Vorgehen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump weckt international Bef\u00fcrchtungen \u00fcber eine Ausweitung des Krieges im Nahen Osten. Mit dem \u00fcberraschenden Angriff \u00fcbergingen die USA Deutschland und andere europ\u00e4ische Staaten, die noch am Freitag mit Teheran \u00fcber weitere Verhandlungen im Streit \u00fcber das iranische Atomprogramm gesprochen hatten.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-06\/usa-angriff-iran-atomanlagen-hegseth-pk\" data-ct-label=\"US-Angriff auf iranische Atomanlagen: USA geben Einzelheiten zu Angriff auf Iran bekannt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        US-Angriff auf iranische Atomanlagen:<br \/>\n                        USA geben Einzelheiten zu Angriff auf Iran bekannt<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-06\/araghtschi-iran-putin-atomprogramm\" data-ct-label=\"Abbas Araghtschi: Irans Au\u00dfenminister droht den USA und sucht das Gespr\u00e4ch mit Putin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Abbas Araghtschi:<br \/>\n                        Irans Au\u00dfenminister droht den USA und sucht das Gespr\u00e4ch mit Putin<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-06\/europaeiusche-aussenminisetr-verhandlungen-gespraeche-iran-usa-israel\" data-ct-label=\"Iran-Israel-Krieg: Europ\u00e4ische Au\u00dfenminister dr\u00e4ngen Iran zu Gespr\u00e4chen mit den USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Iran-Israel-Krieg:<br \/>\n                        Europ\u00e4ische Au\u00dfenminister dr\u00e4ngen Iran zu Gespr\u00e4chen mit den USA<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">US-Tarnkappenbomber warfen nach Milit\u00e4rangaben bei dem Einsatz mit dem Codenamen \u00abMitternachtshammer\u00bb 14 bunkerbrechende Bomben des Typs GBU-57 ab. Ziele seien die stark gesicherte Uran-Anreicherungsanlage Fordo und die Atomanlage in Natans gewesen, sagte Generalstabschef Dan Caine auf einer Pressekonferenz.\u00a0Zudem seien Atomanlagen in Isfahan von einem U-Boot aus mit Marschflugk\u00f6rpern beschossen worden.\n<\/p>\n<p>                Europ\u00e4er rufen zu diplomatischer L\u00f6sung auf        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">W\u00e4hrend der Iran den <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> mit Konsequenzen drohte, gab sich Washington trotzdem weiter gespr\u00e4chsbereit gegen\u00fcber Teheran. Die israelischen Angriffe seit einigen Tagen wie auch der US-Angriff sollen verhindern, dass der Iran eine eigene Atombombe baut.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien riefen den Iran zur R\u00fcckkehr an den Verhandlungstisch auf. \u00abDen Iran fordern wir auf, Verhandlungen \u00fcber ein Abkommen aufzunehmen, das alle Bedenken zu seinem Atomprogramm ausr\u00e4umt\u00bb, hie\u00df es in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer.\n<\/p>\n<p>        M\u00f6gliche Gegenschl\u00e4ge des Irans        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In Teheran und weiteren iranischen St\u00e4dten gab es wegen der US-Angriffe staatlich organisierte Protestkundgebungen. Zu den Demonstranten z\u00e4hlte auch der Pr\u00e4sident Massud Peseschkian, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. Zu den m\u00f6glichen Gegenschl\u00e4gen des Irans k\u00f6nnten weitere Luftangriffe auf Israel, Attacken auf US-Truppen im Nahen Osten sowie eine Schlie\u00dfung der Schifffahrtsstra\u00dfe von Hormus geh\u00f6ren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">US-Au\u00dfenminister Marco Rubio warnte Teheran davor, die f\u00fcr \u00d6ltransporte aus dem Persischen Golf wichtige Seeroute zu blockieren. \u00abFalls sie das tun, w\u00e4re das ein weiterer schwerer Fehler. Es w\u00e4re wirtschaftlicher Suizid f\u00fcr sie\u00bb, sagte er dem TV-Sender Fox News.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Ausma\u00df der Sch\u00e4den bislang nicht genau bekannt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wie gro\u00df die erzielten Sch\u00e4den an den Atomanlagen seien, werde gepr\u00fcft, betonte Generalstabschef Caine. Der oberste Milit\u00e4r der USA widersprach damit indirekt Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a>, der kurz nach den Angriffen von einer v\u00f6lligen Zerst\u00f6rung gesprochen hatte. Satellitenbilder zeigten mutma\u00dfliche Einschlagl\u00f6cher in Fordo. Zur Explosion d\u00fcrfte es nach Caines Angaben tief in der Erde gekommen sein, weswegen oberirdisch auch kein Krater zu sehen sei. Strahlung wurde nach Angaben der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA nicht freigesetzt. Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, ein Bereich um die tief unter einem Gebirge gelegene Anlage Fordo sei besch\u00e4digt worden.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Verteidigungsminister Pete Hegseth: Trump wollte friedliche L\u00f6sung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Trump h\u00e4tte nach Worten von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine friedliche L\u00f6sung bevorzugt. Doch die Iraner h\u00e4tten gemauert, sagte Hegseth vor Journalisten in Washington. Trump hatte eine \u00abbedingungslose Kapitulation\u00bb der F\u00fchrung in Teheran und ein Ende der Urananreicherung gefordert. Israel bombardiert den Iran seit dem 13. Juni, weil das Land nach Darstellung Jerusalems kurz vor der Erlangung einer Atombombe stand.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei einer Ansprache im Wei\u00dfen Haus kurz nach den Angriffen drohte Trump dem Iran mit weiteren Schl\u00e4gen, falls Teheran nicht einen Weg des Friedens einschlagen sollte. \u00abWenn der Frieden nicht schnell kommt, werden wir die anderen Ziele mit Pr\u00e4zision, Schnelligkeit und Geschick angreifen, die meisten von ihnen k\u00f6nnen in wenigen Minuten ausgeschaltet werden.\u00bb Das Ziel der USA sei die Zerst\u00f6rung der iranischen Kapazit\u00e4ten zur Anreicherung gewesen.\n<\/p>\n<p>        USA nach Angriffen: Sind weiter gespr\u00e4chsbereit        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die USA sind nach dem Schlag gegen den Iran nach eigenen Angaben offen f\u00fcr Gespr\u00e4che. Hegseth sagte auf die Nachfrage eines Journalisten nach diplomatischen M\u00f6glichkeiten: Er k\u00f6nne nur best\u00e4tigen, dass \u00f6ffentliche und private Nachrichten an die Iraner \u00fcber mehrere Kan\u00e4le geschickt worden seien. Es sei bei den Angriffen nicht um einen Sturz der F\u00fchrung in Teheran gegangen, betonte Hegseth.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Irans Au\u00dfenminister: USA verstehen nur Sprache der Gewalt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Iran drohte umgehend mit Konsequenzen und lehnte Gespr\u00e4che ab. Die T\u00fcr zur Diplomatie sollte immer offen gehalten werden, \u00abdoch das ist derzeit nicht der Fall\u00bb, sagte Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi in Istanbul vor Journalisten. Die USA verst\u00fcnden nur \u00abdie Sprache der Drohung und der Gewalt.\u00bb Der Minister will sich am Montag mit der russischen F\u00fchrung in Moskau beraten. Russland als enger Verb\u00fcndeter des Irans kritisierte den US-Angriff scharf.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Irans m\u00e4chtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, feuerten erneut Dutzende Raketen auf Israel. Es gab erhebliche Sch\u00e4den, nach Angaben der Armee wurden 240 Geb\u00e4ude mit rund 2.000 Wohnungen besch\u00e4digt. 23 Menschen seien verletzt worden, davon einer mittelschwer. Israel flog unterdessen neue Angriffe auf Ziele im Westen des Irans.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Berlin, Paris und London f\u00fcr Sicherheit aller L\u00e4nder im Nahen Osten        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Merz sprach nach Angaben aus Regierungskreisen am Sonntag mit Macron und Starmer und wollte sich auch mit weiteren Partnern abstimmen. Die Dreier-Erkl\u00e4rung wurde nach Angaben der Bundesregierung auf Initiative von Merz verabschiedet. Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien bekr\u00e4ftigten ihren Einsatz f\u00fcr Frieden und Stabilit\u00e4t f\u00fcr alle L\u00e4nder der Region und ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Sicherheit Israels. Man habe stets klar zum Ausdruck gebracht, dass sich der Iran niemals Nuklearwaffen verschaffen d\u00fcrfe.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul forderte Gespr\u00e4che. \u00abJeder wei\u00df: Es muss eine Verhandlungsl\u00f6sung geben\u00bb, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung \u00abBericht aus Berlin\u00bb.\u00a0Deutschland und seine europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten wollten diesen Prozess unterst\u00fctzen. Die Anreicherung von Uran, die der Iran betrieben habe, sei \u00abweit \u00fcber jede sinnvolle zivile Nutzung\u00bb hinausgegangen, erkl\u00e4rte Wadephul weiter.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        USA haben viele Soldaten in der Region stationiert        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ob der Iran Vergeltung \u00fcben wird, bleibt abzuwarten. Auf den St\u00fctzpunkten des US-Milit\u00e4rs in der Region \u2013 etwa im Irak, in Katar oder in Kuwait \u2013 sind US-Medien zufolge insgesamt gut 40.000 Soldaten stationiert. Fraglich ist jedoch, ob der Iran nach den massiven Raketenangriffen auf Israel und der Zerst\u00f6rungen vieler seiner Abschussrampen und Raketenlager durch die israelische Luftwaffe \u00fcberhaupt noch in zu gr\u00f6\u00dferen Angriffen in der Lage ist.\n<\/p>\n<p>        Internationale Besorgnis wegen m\u00f6glicher Ausweitung des Krieges        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach den US-Angriffen auf die Atomanlagen im Iran w\u00e4chst international die Sorge vor einer dramatischen Eskalation des Krieges. Westliche L\u00e4nder sowie die UN und die Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA forderten zur Entsch\u00e4rfung der Lage und einer diplomatischen L\u00f6sung auf. Dem Iran n\u00e4herstehende L\u00e4nder wie China und Russland verurteilten das amerikanischen Vorgehe scharf. Auch Irans verb\u00fcndete Milizen in der Region wie die Hisbollah im Libanon oder die Huthis im Jemen verurteilten die US-Angriffe, belie\u00dfen es aber zun\u00e4chst bei Worten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch arabische L\u00e4nder verurteilten den Angriff. Der Libanon \u00e4u\u00dferte die Sorge, in den Krieg hineingezogen zu werden. Der Krieg zwischen den Erzfeinden Israel und Iran bedeutet eine Eskalation der ohnehin dramatischen Lage im Nahen Osten. Israel f\u00fchrt seit dem Hamas-Massaker in Israel vom 7. Oktober 2023 Krieg gegen die Islamisten im Gazastreifen. Zwischenzeitlich bombardierte Israel auch die mit dem Iran verb\u00fcndete Hisbollah-Miliz im Libanon, die Huthis im Jemen und bestimmte Ziele in Syrien.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250622-930-700356\/17<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA haben sich dem Krieg Israels gegen den Iran angeschlossen und unterirdische iranische Atomanlagen bombardiert. 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