{"id":211673,"date":"2025-06-23T01:07:07","date_gmt":"2025-06-23T01:07:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/211673\/"},"modified":"2025-06-23T01:07:07","modified_gmt":"2025-06-23T01:07:07","slug":"stadtweite-versammlungslage-am-21-juni-polizei-berlin-zieht-bilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/211673\/","title":{"rendered":"Stadtweite Versammlungslage am 21. Juni \u2013 Polizei Berlin zieht Bilanz"},"content":{"rendered":"<p>\n    <strong>Nr. 1706<\/strong><br \/>Gestern Abend kam es im Zusammenhang mit der stadtweiten Versammlungslage am Sonnabend zu einem versuchten Angriff auf vier Frauen in Mitte. Die Polizei pr\u00fcft einen politischen Hintergrund.<br \/>Gegen 21:40 Uhr hielten sich vier Frauen, darunter eine 24- und eine 29-J\u00e4hrige, im Au\u00dfenbereich eines Imbisses in der Wilhelmstra\u00dfe auf, als eine bislang unbekannte Person aus einem Fenster des \u00fcber dem Imbiss befindlichen Wohnhauses einen Pflasterstein warf. Der Stein schlug etwa einen Meter vom Tisch der Frauen entfernt auf dem Gehweg ein. Zus\u00e4tzlich traf ein nasser Waschlappen den Tisch. Verletzt wurde niemand.<br \/>Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich bei den vier Frauen um ehemalige Teilnehmerinnen eines pro-pal\u00e4stinensischen Aufzuges, der zuvor im nahen Umfeld durchgef\u00fchrt wurde. Da ein politisch motivierter Hintergrund bislang nicht ausgeschlossen werden konnte, ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin wegen des Verdachts der versuchten gef\u00e4hrlichen K\u00f6rperverletzung.\n  <\/p>\n<p>\n    <strong>Umfassende Versammlungslage am 21. Juni 2025<\/strong>\n  <\/p>\n<p>\n    Gestern wurden im Rahmen des stadtweit von der Direktion Einsatz und Verkehr gef\u00fchrten Einsatzes in Berlin insgesamt neun Versammlungen zu unterschiedlichen Themen angezeigt. Besonders hervorzuheben war eine Demonstration mit Bezug zum Nahostkonflikt, die einen polizeilichen Einsatzschwerpunkt bildete.\n  <\/p>\n<p>\n    Ein pro-pal\u00e4stinensischer Aufzug unter dem Motto \u201eUnited 4 Gaza!\u201c mit bis zu 15.000 Teilnehmenden wurde begleitet von mehreren pro-israelischen Gegenkundgebungen mit knapp 170 Personen. Eine vorab im Wege der Kooperation auf die Mittelinsel Unter den Linden Ecke Friedrichstra\u00dfe gelegte Kundgebung wurde durch die Versammlungsleiterin nach Betrachtung der aktuellen Einsatzlage vorzeitig und noch vor Passieren des pro-pal\u00e4stinensischen Aufzugs um kurz vor 18 Uhr beendet.\n  <\/p>\n<p>\n    W\u00e4hrend des pro-pal\u00e4stinensischen Aufzuges kam es unter anderem zum Rufen verbotener Parolen (\u201eFrom the river to the sea \u2026\u201c) und dem Zeigen strafrechtlich relevanter Symbole. Einsatzkr\u00e4fte f\u00fchrten daraufhin an unterschiedlichen Stellen mehrere Festnahmen durch. Am Endplatz der Versammlung kam es zudem zu Spannungen zwischen den Versammlungsteilnehmenden und ehemaligen Teilnehmenden einer pro-israelischen Kundgebung, die im Schutz anwesender Einsatzkr\u00e4fte israelische Fahnen zeigten. Die Polizei musste zur schnellen Deeskalation eingreifen und gegen einzelne Personen selektiv und gezielt unmittelbaren Zwang anwenden. Auch sogenannte Content Creator und politisch interessierte Influencer gerieten teilweise in den Bereich polizeilicher Abdr\u00e4ng- und Sicherungsma\u00dfnahmen, da sie mit erkennbar gewaltorientierten Personen die s\u00fcd\u00f6stliche Gr\u00fcnfl\u00e4che des Leipziger Platzes betreten und damit den eigentlichen Versammlungsbereich verlassen hatten. Die Polizeif\u00fchrung<br \/>\n    veranlasste am Endplatz \u00fcber die Versammlungsleitung, dass der Betrieb des Lautsprecherwagens wegen des Abspielens volksverhetzender Inhalte am Leipziger Platz eingestellt wurde.\n  <\/p>\n<p>\n    Parallel fanden unter anderem ein Protestcamp (\u201eVereint f\u00fcr Pal\u00e4stina\u201c) mit etwa 1.700 zeitweiligen Teilnehmenden sowie eine pro-iranische und eine Versammlung mit LGBTQIA*-Bezug in Marzahn als Pride-Demonstration statt. Im Nachgang zu dieser Versammlungslage versuchten zwei ehemalige, mutma\u00dflich rechtsgerichtete Tatverd\u00e4chtige, abreisende Versammlungsteilnehmer, die eine Regenbogenflagge mit sich trugen, an einer Tramhaltestelle in der Rhinstra\u00dfe Ecke Landsberger Allee zu attackieren. Aufmerksame Einsatzkr\u00e4fte verhinderten den k\u00f6rperlichen \u00dcbergriff und nahmen beide Personen fest. Ermittlungsverfahren wegen versuchter gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung wurden eingeleitet.\n  <\/p>\n<p>\n    Die Polizei war \u00fcber den gesamten Tag verteilt und bis in die Nacht hinein mit mehr als 1.400 Einsatzkr\u00e4ften im gesamten Stadtgebiet pr\u00e4sent. Die gr\u00f6\u00dftenteils im Zusammenhang mit der pro-pal\u00e4stinensischen Versammlung registrierten 36 Straftaten f\u00fchrten am Ende zu 49 Festnahmen, unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, t\u00e4tlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nr. 1706Gestern Abend kam es im Zusammenhang mit der stadtweiten Versammlungslage am Sonnabend zu einem versuchten Angriff auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2288,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,68317,68294,2331],"class_list":{"0":"post-211673","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-ii1572509","12":"tag-meldung-polizei-berlin-vom-22-06-2025","13":"tag-polizeimeldung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=211673"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211673\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=211673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=211673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=211673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}