{"id":211980,"date":"2025-06-23T04:14:10","date_gmt":"2025-06-23T04:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/211980\/"},"modified":"2025-06-23T04:14:10","modified_gmt":"2025-06-23T04:14:10","slug":"wiesbaden-wenn-menschen-gerne-murmel-oder-morax-heissen-wollen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/211980\/","title":{"rendered":"Wiesbaden | Wenn Menschen gerne Murmel oder Morax hei\u00dfen wollen"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Wiesbaden (dpa) &#8211; Seit mehr als einem halben Jahr k\u00f6nnen Menschen unkomplizierter ihren Geschlechtseintrag beim Standesamt \u00e4ndern lassen &#8211; und m\u00fcssen sich in vielen F\u00e4llen einen neuen offiziellen Vornamen ausw\u00e4hlen. Es sind besonders fantasievolle Namen darunter wie etwa Nyx, Jekyll, Darkness oder Murmel, wie die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Gesellschaft f\u00fcr deutsche Sprache (GfdS), Andrea Ewels, berichtet. Die GfdS ber\u00e4t Standes\u00e4mter in Zweifelsfragen.<\/p>\n<p>Das zum 1. November geltende Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) regelt, dass Geschlechtseintrag und Vornamen per Erkl\u00e4rung im Personenstandsregister ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnen &#8211; ohne Gutachten, \u00e4rztliche Bescheinigungen oder richterliche Beschl\u00fcsse. Nach der Anmeldung gilt eine dreimonatige Wartefrist.<\/p>\n<p>Viele Namen sind selbst erfunden oder ein Spitzname<\/p>\n<p>Im Allgemeinen k\u00f6nnten die meisten neuen Namen genehmigt werden, sagt Ewels. \u00abAllerdings ist die Anzahl der Problemf\u00e4lle ? also jener Namen, die wir nicht best\u00e4tigen k\u00f6nnen ? deutlich h\u00f6her als bei den Namen f\u00fcr Neugeborene.\u00bb W\u00e4hrend bei Neugeborenen etwa 90 Prozent der Namen best\u00e4tigt werden k\u00f6nnten, liege die Quote bei den SBGG-Namen bei etwa 60 bis 70 Prozent.<\/p>\n<p>\u00abDas liegt daran, dass Personen, die ihren Geschlechtseintrag \u00e4ndern lassen m\u00f6chten, oft selbst einen neuen Namen erfinden oder einen Spitznamen beziehungsweise Alltagsnamen verwenden, den sie bereits zuvor getragen haben\u00bb, erkl\u00e4rt Ewels. \u00abDiese Namen haben h\u00e4ufig keinen klassischen Vornamenscharakter oder k\u00f6nnen sogar negative Assoziationen hervorrufen.\u00bb<\/p>\n<p>Namen darf Wohl des Menschen nicht gef\u00e4hrden<\/p>\n<p>Demnach hat die GfdS unter anderem Nyx, Jekyll, Morax, Tikosh\u00a0oder Dakota best\u00e4tigt. Namensw\u00fcnsche wie Skeleton, Darkness, Pixel\u00a0und Murmel\u00a0h\u00e4tten leider abgelehnt werden m\u00fcssen, sagt Ewels. F\u00fcr Vornamen von Erwachsenen g\u00e4lten die gleichen Richtlinien wie f\u00fcr Neugeborene. Unter anderem darf ein Name seinen Tr\u00e4ger nicht der L\u00e4cherlichkeit preisgeben.<\/p>\n<p>\u00abEin weiterer Punkt ist, dass manche Personen, die ihren Geschlechtseintrag von weiblich auf m\u00e4nnlich oder umgekehrt \u00e4ndern, ihren geschlechtsspezifischen Namen gern beibehalten m\u00f6chten\u00bb, erg\u00e4nzt Ewels. \u00abDas ist jedoch nur m\u00f6glich, wenn sie den Eintrag auf divers \u00e4ndern oder den Eintrag ganz streichen lassen.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Die GfdS bekommt den Angaben zufolge etwa 15 bis 20 Vornamensanfragen pro Woche, darunter sind etwa 5 bis 8 von Personen, die ihren Geschlechtseintrag \u00e4ndern wollen und damit einhergehend auch den Vornamen \u00e4ndern m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiesbaden (dpa) &#8211; Seit mehr als einem halben Jahr k\u00f6nnen Menschen unkomplizierter ihren Geschlechtseintrag beim Standesamt \u00e4ndern lassen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":211981,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,1724,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-211980","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-gesellschaft","15":"tag-headlines","16":"tag-hessen","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114730740243947315","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211980","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=211980"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211980\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/211981"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=211980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=211980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=211980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}