{"id":212451,"date":"2025-06-23T08:36:19","date_gmt":"2025-06-23T08:36:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212451\/"},"modified":"2025-06-23T08:36:19","modified_gmt":"2025-06-23T08:36:19","slug":"europas-boersen-haengen-us-maerkte-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212451\/","title":{"rendered":"Europas B\u00f6rsen h\u00e4ngen US-M\u00e4rkte ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 23.06.2025 10:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Kursgewinne an europ\u00e4ischen B\u00f6rsen sind erstmal seit Jahren gr\u00f6\u00dfer als an in den Vereinigten Staaten. Milliardenkapital ist aus den USA abgeflossen, vor allem der DAX hat profitiert. Hat sich der Geldstrom dauerhaft gedreht?<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEuropas B\u00f6rsen haben sich im ersten Halbjahr deutlich st\u00e4rker entwickelt als die US-M\u00e4rkte. Einen Grund f\u00fcr die offensichtliche Kapitalflucht sehen Marktbeobachter in der Politik des US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump. Aufgrund seiner Zolldrohungen und erratischen Kurswechsel haben die dortigen Anleger nach Angaben von Investment-Managern und \u00d6konomen hohe Milliardenbetr\u00e4ge von den US-M\u00e4rkten abgezogen und nach Europa verlagert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBayernLB-Chefvolkswirt J\u00fcrgen Michels geht davon aus, dass die Verunsicherung durch die US-Politik und schwindendes Vertrauen in die Vereinigten Staaten eine gro\u00dfe Rolle f\u00fcr diese Entwicklung gespielt haben d\u00fcrfte. So gab es im einen auff\u00e4llig starken Netto-Mittelabfluss aus allen US-Fonds im April &#8211; nachdem Trump seinen &#8222;Liberation Day&#8220; verk\u00fcndet und die gr\u00f6\u00dften US-Zollerh\u00f6hungen seit den Tagen der Weltwirtschaftskrise 1930 angek\u00fcndigt hatte.<\/p>\n<p>    DAX-Performance deutlich besser<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDamit haben die internationalen Geldstr\u00f6me zumindest vorerst die Richtung gewechselt. Denn in den Vorjahren flossen stets immense Summen in die USA. Europ\u00e4ische Hauptgewinner sind die B\u00f6rsen in Deutschland, Spanien und Italien mit jeweils zweistelligen Kursgewinnen. Der DAX hat seit Jahresbeginn trotz der j\u00fcngsten Einbu\u00dfen um etwa 17 Prozent zugelegt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie US-Aktienm\u00e4rkte hingegen verzeichneten nur magere Anstiege beziehungsweise traten bisher auf der Stelle. So hat beispielsweise der US-Leitindex Dow Jones seit Jahresbeginn rund 0,5 Prozent verloren. Der Technologieindex Nasdaq 100 legte im selben Zeitraum immerhin noch mehr als drei Prozent zu.<\/p>\n<p>    &#8222;Deutliche Bewegung von Investorengeldern&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Zahlreiche Indizien deuten auf eine deutliche Bewegung von Investorengeldern aus den USA in Richtung Europa, aber auch in andere Regionen wie Japan hin&#8220;, sagt Ludovic Subran, bei der M\u00fcnchner Allianz als Chief Investment Officer der Hauptverantwortliche f\u00fcr die Geldanlagen. Der M\u00fcnchner DAX-Konzern z\u00e4hlt mit knapp 2,5 Billionen Euro angelegten Kapitals zu den internationalen Gr\u00f6\u00dfen der Branche.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuvor war \u00fcber Jahre viel Geld aus aller Welt an die US-Finanzm\u00e4rkte gestr\u00f6mt. Eine Folge ist, dass Aktien in den USA gemessen an den Unternehmensgewinnen teuer sind, in Europa jedoch vergleichsweise g\u00fcnstig. &#8222;Kumuliert wird die Nettoposition an Portfolioinvestitionen in die USA per Ende 2024 mit rund 17 Billionen Dollar beziffert&#8220;, sagt Vincenzo Vedda, Global Chief Investment Officer bei DWS, dem Verm\u00f6gensverwalter der Deutschen Bank. Auch die DWS ist mit gut einer Billion verwaltetem Verm\u00f6gen ein Schwergewicht.<\/p>\n<p>    Investoren bauen das US-\u00dcbergewicht ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Dies hat sich jetzt ge\u00e4ndert&#8220;, sagt Vedda. &#8222;Aus einer kr\u00e4ftigen \u00dcbergewichtung der USA durch die Fondsmanager noch zum Jahresende 2024 ist so eine deutliche Untergewichtung geworden.&#8220; Der DWS-Experte nennt zwei Trends: &#8222;Erstens, die Wiederentdeckung Europas und seiner Aktien. Das Interesse kam dabei sowohl aus Asien wie auch den USA, aber auch die Europ\u00e4er selbst haben ihren &#8218;Heimatmarkt&#8216; wiederentdeckt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZweitens versp\u00fcrten Vedda zufolge etliche Anleger den Drang, &#8222;das US-Exposure zu reduzieren und st\u00e4rker zu diversifizieren&#8220;. Wesentlicher Treiber sei neben der politischen Entwicklung und dem Umstand, dass etliche Investoren zuvor ein sehr gro\u00dfes \u00dcbergewicht in den USA aufgebaut hatten, auch die Sorge wegen einer m\u00f6glichen weiteren Dollar-Abschw\u00e4chung.<\/p>\n<p>    Staatsverschuldung steigt rasant<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch angesichts der rasant steigenden US-Verschuldung sind die Marktakteure besorgt. Denn die Verbindlichkeiten der Vereinigten Staaten haben sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt: von 18,1 Billionen Dollar im Herbst 2015 auf 35,4 Billionen im Herbst 2024, wie Daten des US-Finanzministeriums zu entnehmen ist. Trump trieb schon in seiner ersten Amtszeit trotz damals noch gut laufender US-Konjunktur die Verschuldung in die H\u00f6he, Nachfolger Joe Biden bek\u00e4mpfte die Corona-Pandemie mit Krediten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Nichtsdestotrotz wird der US-Dollar mittelfristig weiterhin die dominierende W\u00e4hrung bleiben und US-Anlagen das R\u00fcckgrat der globalen Finanzwelt bleiben, nicht zuletzt aus Mangel an Alternativen&#8220;, sagt Ludovic Subran von der Allianz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Trend k\u00f6nnte sich auch in der zweiten Jahresh\u00e4lfte fortsetzen, so die \u00fcbereinstimmende Einsch\u00e4tzung, wenn auch in geringerem Umfang. &#8222;Wir denken, dass der Drang internationaler Investoren, ihre Portfolien etwas weniger US-lastig auszurichten, anhalten d\u00fcrfte&#8220;, meint DWS-Chefinvestor Vedda.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.06.2025 10:30 Uhr Die Kursgewinne an europ\u00e4ischen B\u00f6rsen sind erstmal seit Jahren gr\u00f6\u00dfer als an in den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":212452,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[677,331,332,1384,24674,548,663,158,3934,3935,13,68532,14,15,12,113,68533],"class_list":{"0":"post-212451","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktienmaerkte","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-dax","12":"tag-dow-jones-nasdaq","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-headlines","19":"tag-kapitalflucht","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-trump","24":"tag-zollpolitik-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114731770586426190","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/212451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=212451"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/212451\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/212452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=212451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=212451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=212451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}