{"id":212631,"date":"2025-06-23T10:16:10","date_gmt":"2025-06-23T10:16:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212631\/"},"modified":"2025-06-23T10:16:10","modified_gmt":"2025-06-23T10:16:10","slug":"die-frage-nach-dem-grossen-wir-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212631\/","title":{"rendered":"Die Frage nach dem gro\u00dfen Wir \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Leipzigs Schauspielintendanten Enrico L\u00fcbbe ist es die vorletzte Saison, die er am Schauspiel verantwortet. Gemeinsam mit seinem Leitungsteam stellte er am Donnerstag, dem 19. Juni, das Programm der Spielzeit 2025\/26 am Schauspiel Leipzig vor. Die neue Saison ist mit dem Motto \u201eWir-Ges\u00e4nge\u201c \u00fcberschrieben. Passend zu einer Zeit, in der die Egos immer h\u00e4rter aufeinander prallen. Aber wie findet man zur\u00fcck zu einem wirklich gelebten Wir? Vielleicht eignen sich dramatische Inszenierungen genau daf\u00fcr besonders gut.<\/p>\n<p>Vom Spielzeitbeginn bis zur Schlie\u00dfung der Gro\u00dfen B\u00fchne Ende M\u00e4rz 2025 erreichte das Schauspiel Leipzig 96.000 Besucherinnen und Besucher. Das entspricht einem erneuten Zuwachs von ca. 6.000 Besuchen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowie einer Auslastung von 82,9\u202fProzent. Die Interimsspielst\u00e4tte ag(o)ra und die weiteren kleinen Spielst\u00e4tten wurden im April und Mai von rund 15.000 Personen besucht, bei einer Auslastung von durchschnittlich 81,3\u202fProzent.<\/p>\n<p>\u201eWir-Ges\u00e4nge\u201c lautet das Motto der neuen Saison am Schauspiel Leipzig. Was macht das \u201aWir\u2018 aus? Was macht uns alle aus, was bedingt uns, was besch\u00e4ftigt uns als Gesellschaft? Die \u201eWir-Ges\u00e4nge\u201c sind eine Suche nach Urspr\u00fcngen und Bez\u00fcgen, nach neuen Fragen und bekannten Erz\u00e4hlungen, nach Aushandlungen und Konflikten, Widerspr\u00fcchen und Sehns\u00fcchten.<\/p>\n<p>Bis September in der ag(o)ra<\/p>\n<p>Wegen umfangreicher technischer Arbeiten auf der Gro\u00dfen B\u00fchne bespielt das Schauspiel Leipzig noch bis Ende Oktober die Interimsspielst\u00e4tte ag(o)ra auf dem Gel\u00e4nde des agra Messepark Leipzig. Zum Abschluss der Interimszeit wird dort Shakespeares \u201eDer Sturm\u201c auf r\u00e4umlich besondere Weise erlebbar (Regie: Adewale Teodros Adebisi).<\/p>\n<p>Nach Ende der Umbauarbeiten kehren ab Herbst elf Repertoire-St\u00fccke zur\u00fcck auf die Gro\u00dfe B\u00fchne \u2013 von A wie \u201eArsen und Spitzenh\u00e4ubchen\u201c bis W wie \u201eWoyzeck\u201c. F\u00fcr Familien stehen dabei zwei M\u00e4rchen im Spielplan: Neben \u201eAndersens M\u00e4rchen\u201c wird auch \u201eDas kalte Herz\u201c wiederaufgenommen.<\/p>\n<p>Shakespeare und Schiller ab Februar<\/p>\n<p>Ab Februar 2026 sind auf der Gro\u00dfen B\u00fchne Premieren zu erleben, die den Fokus darauf legen, Vergangenes und Gegenw\u00e4rtiges miteinander zu verbinden \u2013 und vertraute Antworten neu zu hinterfragen. In diesem Sinne verwebt Regisseurin Pia Richter in \u201eWas ihr wollt\u201c Shakespeare mit Taylor Swift, inszeniert Nuran David Calis Schillers \u201eJungfrau von Orleans\u201c und begibt sich Thomas K\u00f6ck im Auftragswerk \u201edeutsche m\u00e4rchen\u201c auf eine Spurensuche in die Welt deutscher Mythen und M\u00e4rchen (Regie: Elsa-Sophie Jach).<\/p>\n<p>Das Aushandeln des Gemeinsamen, das Nebeneinander unterschiedlicher Lebensrealit\u00e4ten, zieht sich als zentrales Thema durch den Spielplan der Diskothek. In Lukas Rietzschels Auftragswerk des Schauspiels Leipzig <strong>\u201eDer Girschkarten\u201c<\/strong>, inspiriert von Anton Tschechows \u201eKirschgarten\u201c, steht die Sehnsucht nach dem Vergangenen als Reaktion auf die Unsicherheiten unserer Zeit im Zentrum (Regie: Enrico L\u00fcbbe).<\/p>\n<p><strong>\u201eBu s\u00f6zler bizim \u2013 Die Worte geh\u00f6ren uns\u201c<\/strong> von Yade Yasemin \u00d6nder macht auf Deutsch und T\u00fcrkisch erfahrbar, wie Abwesenheit, Erinnerung und kulturelle Vielfalt das \u201aWir\u2018 einer Familie und einer Gesellschaft formen (Regie: Ebru Tart\u0131c\u0131 Borchers).<\/p>\n<p>Maria Milisavljevi\u0107s mit dem M\u00fclheimer Dramatikpreis ausgezeichneter Text <strong>\u201eStaubfrau\u201c<\/strong> erz\u00e4hlt von drei Frauengenerationen, deren Leben vom Kreislauf patriarchaler Gewalt gepr\u00e4gt sind (Regie: Kamila Pol\u00edvkov\u00e1).<\/p>\n<p><strong> \u201eLiebe\/Eine argumentative \u00dcbung\u201c<\/strong> von Sivan Ben Yishai stellt das Bed\u00fcrfnis nach Unabh\u00e4ngigkeit dem eigenen Begehren und der Sehnsucht nach Liebe gegen\u00fcber (Regie: Katrin Pl\u00f6tner, Studioinszenierung 2026). Zum ersten Mal wird im Fr\u00fchjahr 2026 Wilke Weermann in der Diskothek inszenieren.<\/p>\n<p>Residenz und \u201e4 + 1\u201c<\/p>\n<p>Die Residenz in der ehemaligen Baumwollspinnerei schlie\u00dft seit ihrem Bestehen eine signifikante L\u00fccke zwischen Arbeitsweisen und \u00c4sthetiken der Freien Szene und dem Stadttheaterbetrieb. Dabei sind \u00fcberregionale Vernetzung und internationale Kooperationen ebenso wichtig wie die lokale Verankerung des Programms und der Dialog mit der Leipziger Szene.<\/p>\n<p>2025\/26 handeln die St\u00fccke von Normalit\u00e4t und Irrsinn, von den Wertesystemen unseres Urteilsverm\u00f6gens, von der Sehnsucht nach Glauben, von ausgelieferten K\u00f6rpern und der Suche nach dem Ausgang aus einer Situation, die ausweglos zu sein scheint. Neue Projekte in der Residenz erarbeiten: ChorAlle, Diederik Peeters, Antonia Baehr\/Jule Flierl\/Hermann Heisig &amp; Claire Vivianne Sobottke, Elia Rediger &amp; int int irrit, Doris Uhlich, Iggy Malmborg.<\/p>\n<p>Das Festival \u201e4 + 1\u201c bringt im Juni 2026 die Themen und Stimmen des dramatischen Nachwuchses deutschsprachiger Schreibschulen in Leipzig zusammen. Zu den Kontinuit\u00e4ten am Schauspiel Leipzig z\u00e4hlt ebenso die Fortf\u00fchrung des inklusiven Angebots mit Audiodeskription und Deutscher Geb\u00e4rdensprache sowie die Kinderbetreuung zu ausgew\u00e4hlten Terminen.<\/p>\n<p>Vom 16. bis 25. Oktober gastiert die Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung mit dem traditionsreichen Festival \u201ePolitik im Freien Theater\u201c in seiner 12. Ausgabe erstmals in Leipzig, veranstaltet in Kooperation mit Schauspiel Leipzig, Theater der Jungen Welt, Schaub\u00fchne Lindenfels, Westfl\u00fcgel und Lofft \u2014 Das Theater.<\/p>\n<p>Auch in der Saison 2025\/26 gibt es jeden Monat einen Theatertag, an dem eine Vorstellung des Repertoires zu verg\u00fcnstigten Konditionen zu sehen ist. Weiterhin ist die Schauspiel-Card 100 erh\u00e4ltlich und gew\u00e4hrt f\u00fcr einmalig 200 Euro eine Spielzeit lang freien Eintritt in alle Spielst\u00e4tten.<\/p>\n<p>Der Vorverkauf f\u00fcr die Spielzeit 2025\/26 begann am 19. Juni. Neben den Premieren sind zahlreiche Wiederaufnahmen und Repertoire-Termine bereits buchbar. Das Spielzeitheft sowie weitere Informationen und Termine findet man unter <a href=\"http:\/\/www.schauspiel-leipzig.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schauspiel-leipzig.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr Leipzigs Schauspielintendanten Enrico L\u00fcbbe ist es die vorletzte Saison, die er am Schauspiel verantwortet. Gemeinsam mit seinem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":212632,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,68578,30,71,859,39955,94],"class_list":{"0":"post-212631","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-enrico-luebbe","11":"tag-germany","12":"tag-leipzig","13":"tag-sachsen","14":"tag-schauspiel-leipzig","15":"tag-theater"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114732163650008475","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/212631","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=212631"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/212631\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/212632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=212631"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=212631"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=212631"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}