{"id":212881,"date":"2025-06-23T12:33:54","date_gmt":"2025-06-23T12:33:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212881\/"},"modified":"2025-06-23T12:33:54","modified_gmt":"2025-06-23T12:33:54","slug":"adam-smith-connor-vereinigtes-koenigreich-adf-international-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212881\/","title":{"rendered":"Adam Smith-Connor: Vereinigtes K\u00f6nigreich &#8211; ADF International"},"content":{"rendered":"<p>Seit Oktober 2022 gibt es in Bournemouth \u201cbuffer zones\u201d. Diese \u201cZensurzonen\u201d wurden durch eine lokale Verordnung, die \u201cPublic Spaces Protection Order (PSPO)\u201d, eingef\u00fchrt. Sie verbieten unter Strafe jede Form der \u201cHandlung\u201d oder gar \u201cversuchten Handlung\u201d rund um die \u201eBilligung\/Ablehnung\u201d jeglicher Form von Abtreibungsleistungen.<\/p>\n<p>Unter das Verbot fallen auch \u201egrafische, m\u00fcndliche oder schriftliche Mittel, Gebete oder Beratung\u201c im Umfeld von Abtreibungszentren. Ebenso untersagt die Verordnung religi\u00f6se Handlungen wie das Lesen der Bibel, das Beten oder das Bekreuzigen.<\/p>\n<p>Nach der Verurteilung von Adam Smith-Connor hat die zentrale Strafverfolgungsbeh\u00f6rde f\u00fcr England, der Crown Prosecution Service (CPS), ihre Richtlinien pr\u00e4zisiert: Stilles Gebet in sogenannten Zensurzonen sei \u201enicht zwangsl\u00e4ufig strafbar\u201c, solange es nicht \u201eoffensiv ge\u00e4u\u00dfert\u201c werde. Eine Strafverfolgung setze \u201eauff\u00e4llige Handlungen\u201c voraus. Diese Klarstellung k\u00f6nnte Adams Berufung st\u00e4rken, da Videoaufnahmen zeigen, dass er still, unauff\u00e4llig und ohne jegliche Interaktion mit Besuchern der Klinik betete.<\/p>\n<p>Der Afghanistan-Veteran weigerte sich, das Bu\u00dfgeld zu zahlen. Er ist \u00fcberzeugt: Es k\u00f6nne im Vereinigten K\u00f6nigreich nicht illegal sein, an einem \u00f6ffentlichen Ort zu beten. Besonders nicht still in seinen Gedanken. Adam betonte: \u201eEin stiller Gedanke kann doch kein Verbrechen sein. Mit der Unterst\u00fctzung von ADF UK lege ich Berufung gegen meine Verurteilung ein. Es kann nicht sein, dass die Regierung \u00fcber den Inhalt von Gedanken und Gebeten bestimmen darf.\u201c<\/p>\n<p>ADF UK unterst\u00fctzt Adam mit rechtlichem Beistand und verweist darauf, dass Gedanken- und Religionsfreiheit durch den Human Rights Act (HRA) absolut gesch\u00fctzt sind. Die Beh\u00f6rden seien daher nicht befugt, stilles Gebet zu verbieten. Der HRA ist ein 1998 verabschiedetes britisches Gesetz, das die Rechte der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ins nationale Recht integriert und es B\u00fcrgern erm\u00f6glicht, Menschenrechtsverletzungen vor britischen Gerichten einzuklagen.<\/p>\n<p>Jeremiah Igunnubole, britischer Anwalt bei ADF International, unterst\u00fctzt Adams Fall vor Ort und erkl\u00e4rte: \u201eWenn wir die Verfolgung des stillen Gebets zulassen, begeben wir uns in gef\u00e4hrliche Gew\u00e4sser, was den Schutz der Menschenrechte im Vereinigten K\u00f6nigreich betrifft. Zensurzonen sind von Natur aus falsch und f\u00fchren zu einer wenig hilfreichen rechtlichen Verwirrung in Bezug auf das Recht auf Gedankenfreiheit. Sowohl im nationalen als auch im internationalen Recht ist die Gedankenfreiheit seit langem als absolutes Recht verankert, in das der Staat niemals eingreifen darf.\u201c<\/p>\n<p>Auch in Deutschland gibt es inzwischen vergleichbare Zensurzonen rund um Abtreibungszentren. Ein am 13. November 2024 in Kraft getretenes Gesetz untersagt im Umkreis von 100 Metern um entsprechende Einrichtungen gewisse Handlungen, die geeignet sind, die Schwangerschaftsberatung oder den Zugang zu Abtreibungseintrichtungen zu beeintr\u00e4chtigen. Das Bundesverwaltungsgericht hat jedoch entschieden, dass friedliche Gebetsversammlungen in der N\u00e4he solcher Einrichtungen nicht pauschal verboten werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><b>US-Vizepr\u00e4sident Vance: Verurteilungen aufgrund stiller Gebete in Gro\u00dfbritannien zeigen, dass die \u201eRedefreiheit auf dem R\u00fcckzug\u201c ist<\/b><\/p>\n<p>In seiner Rede vor Staats- und Regierungschefs auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz im Februar 2025 kritisierte US-Vizepr\u00e4sident J.D. Vance die britischen Beh\u00f6rden daf\u00fcr, dass sie Adam wegen seines stillen Gebets strafrechtlich belangten.<\/p>\n<p>Vance listete mehrere Beispiele autorit\u00e4rer Zensur in ganz Europa auf und hob dabei den \u201ebesorgniserregendsten\u201c Fall von Adam Smith-Connor hervor:<\/p>\n<p>\u201e\u2026 vielleicht am beunruhigendsten ist, dass ich auf unsere engen Freunde im Vereinigten K\u00f6nigreich blicke, wo die Abkehr von der Gewissensfreiheit die Grundfreiheiten religi\u00f6ser Briten ins Fadenkreuz ger\u00fcckt hat.<\/p>\n<p>\u201eVor etwas mehr als zwei Jahren wurde Adam Smith Connor, ein 51-j\u00e4hriger Physiotherapeut und Veteran der Armee, von der britischen Regierung wegen des abscheulichen Verbrechens angeklagt, 50 Meter vor einer Abtreibungsklinik gestanden und drei Minuten lang still gebetet zu haben, ohne dabei jemanden zu behindern oder mit jemandem zu interagieren, sondern einfach nur still f\u00fcr sich allein zu beten.\u201c<\/p>\n<p><b>Als er die Worte des Vizepr\u00e4sidenten h\u00f6rte, sagte Adam Smith-Connor: <\/b><\/p>\n<p>\u201eIch bin Vizepr\u00e4sident Vance unendlich dankbar, dass er meine Notlage vor den f\u00fchrenden Politikern der Welt zur Sprache gebracht hat. Niemand sollte f\u00fcr seine Gebete, seine blo\u00dfen Gedanken kriminalisiert werden \u2013 dieser Fall hat die britischen Beh\u00f6rden vor der Welt blo\u00dfgestellt, die es der \u201eGedankenpolizei\u201c erlauben, friedliche, unschuldige Menschen f\u00fcr das zu verfolgen, was in ihren K\u00f6pfen vorgeht.<\/p>\n<p>\u201eMit Unterst\u00fctzung von ADF International werde ich im Juli Berufung gegen mein Urteil einlegen und hoffe, dass die Gerechtigkeit wiederhergestellt wird. Stille Gebete sind kein Verbrechen \u2013 weder hier noch irgendwo anders.\u201c<\/p>\n<p>Lesen Sie auch \u00fcber die Gerichtsverfahren von Isabel Vaughan-Spruce und Pater Sean Gough. Beide wurden strafrechtlich verfolgt, weil sie in einer Zensurzone in Birmingham still gebetet hatten. Mit rechtlicher Unterst\u00fctzung von ADF UK wurden sie freigesprochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Oktober 2022 gibt es in Bournemouth \u201cbuffer zones\u201d. 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