{"id":212966,"date":"2025-06-23T13:18:10","date_gmt":"2025-06-23T13:18:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212966\/"},"modified":"2025-06-23T13:18:10","modified_gmt":"2025-06-23T13:18:10","slug":"klimawandel-sachbuch-am-kipppunkt-warum-es-noch-hoffnung-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212966\/","title":{"rendered":"Klimawandel-Sachbuch &#8222;Am Kipppunkt&#8220;: Warum es noch Hoffnung gibt"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/coverkippunkt-100.webp\" alt=\"Cover Toralf Staud Benjamin von Brackel &quot;Am Kipppunkt&quot;\" title=\"Cover Toralf Staud Benjamin von Brackel &quot;Am Kipppunkt&quot; | Kiepenheuer&amp;Witsch\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Klimawandel-Sachbuch &#8222;Am Kipppunkt&#8220;: Warum es noch Hoffnung gibt (5 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 23.06.2025 15:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Das Klima steht an vielen Stellen kurz vor dem Kippen &#8211; und doch ist nicht alles verloren. In ihrem Buch &#8222;Am Kipppunkt&#8220; erkl\u00e4ren die Wissenschaftsjournalisten Toralf Staud und Benjamin von Brackel, wie sich radikale Klimaver\u00e4nderungen noch aufhalten lassen. <\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Claas Christophersen<\/p>\n<p class=\"\">\nSchon das Titelbild deutet an, was auf dem Spiel steht. Auf dem Cover des neuen Buches von Toralf Staud und Benjamin von Brackel neigt sich ein Plastikstuhl weit nach hinten. Die zwei vorderen Beine ragen bereits in die Luft. Ein kleiner Schubs w\u00fcrde gen\u00fcgen, um das Sitzm\u00f6bel umzuwerfen, es sozusagen in einen neuen Zustand zu versetzen. Vereinfacht gesagt, funktionieren Kipppunkte im Klimasystem genauso.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir brauchen einen sprunghaften, exponentiellen Wandel&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nEine bedrohliche Vorstellung, wei\u00df Co-Autor Toralf Staud: &#8222;Wenn wir nur auf die schlechten Nachrichten schauen, f\u00fchrt das leicht zu Resignation &#8211; viele steigen dann innerlich aus.&#8220; Dabei zeige die Wissenschaft, dass es auch positive Kipppunkte beim Klimaschutz gebe. &#8222;Aber um die negativen noch zu verhindern, reicht ein langsames, lineares Umsteuern nicht mehr aus. Wir brauchen einen sprunghaften, exponentiellen Wandel.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/hintergrundbilder11778.webp\" alt=\"Nordee zeigt Reflexion eines klaren Himmels\" title=\"Petra aus Husum f\u00e4ngt bei einem Spaziergang an der Nordee, die Reflexion einer strahlenden Sonne und eines klaren Himmels auf dem Meereswasser ein. | Petra Blume, Petra Blume\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Nordsee erlebt einen Hitzerekord &#8211; ebenso die deutschen Teile der Ostsee. Eine NDR Datenanalyse zeigt die Extreme.<\/p>\n<p class=\"\">\nAuch darum geht es in dem Buch &#8222;Am Kipppunkt&#8220;. Zuerst aber erz\u00e4hlen Staud und von Brackel wunderbar anschaulich am Beispiel verschiedener Forscher-Biografien von der Schwierigkeit, Kipppunkte \u00fcberhaupt zu definieren. Seit Ende des 19. Jahrhunderts stehen sich in der Wissenschafts-Gemeinde zwei Fraktionen gegen\u00fcber. Heute gilt das umso mehr.<\/p>\n<blockquote><p>\n        Da flackert er wieder auf, der jahrhundertealte Richtungsstreit zwischen &#8222;Aktualisten&#8220; und &#8222;Katastrophisten&#8220; &#8211; fortgesetzt in seiner modernen Auspr\u00e4gung. Erstere betonen die Folgen durch den stetig und linear ablaufenden Klimawandel, Letztere die abrupten Kippprozesse und Systemzusammenbr\u00fcche.<\/p>\n<p>                Leseprobe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>    Menschen k\u00f6nnen Klimawandel weiterhin stoppen<\/p>\n<p class=\"\">\nStaud und von Brackel finden nachvollziehbare Argumente f\u00fcr beide Haltungen. Sachkundig und allgemeinverst\u00e4ndlich beschreiben sie die Ph\u00e4nomene, die als Klima-Kipppunkte gehandelt werden. Die Bilanz, kurzgefasst: &#8222;Es wird nicht milder&#8220;, so Autor Staud. &#8222;Die Lage ist sehr, sehr ernst. Und bei einigen Kipppunkten ist sich die Forschung ziemlich einig, dass wir sie bereits \u00fcberschritten haben. Bei den tropischen Korallenriffen zum Beispiel. Und wahrscheinlich auch beim gr\u00f6nl\u00e4ndischen Eisschild.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nAber bis dieser geschmolzen und der Meeresspiegel m\u00f6glicherweise drastisch gestiegen sein wird, vergehen wahrscheinlich noch Jahrhunderte. Welche genauen Wirkungen und Wechselwirkungen dies h\u00e4tte, bleibt unklar. Deshalb gilt f\u00fcr Staud: &#8222;Die Menschen sind weiterhin verantwortlich f\u00fcr den Klimawandel, und sie k\u00f6nnen ihn weiterhin stoppen. Es gibt keinen Automatismus in die Apokalypse.<\/p>\n<p>    E-Autos und Solarenergie als positive Kipppunkte<\/p>\n<p class=\"\">\nDamit sind die Autoren im letzten Teil ihres Buches bei positiven Kipppunkten angelangt, wie sie E-Autos und Solarenergie bereits darstellten. Au\u00dferdem berichten Staud und von Brackel von m\u00f6glichen staatlichen Quoten f\u00fcr aus gr\u00fcnem Wasserstoff erzeugtes Ammoniak. Das braucht die Landwirtschaft. Aber durch eine Quote in diesem Bereich k\u00f6nnte die Substanz auch als Schiffsantrieb irgendwann rentabel werden.<\/p>\n<blockquote><p>\n        Die Nachfrage nach Solar- und Windstrom w\u00fcrde weiter steigen. Was dort zu Produktionsausweitungen f\u00fchrt. Und die Kosten dr\u00fcckt. Und gr\u00fcnen Wasserstoff und Ammoniak noch mal billiger macht. Und so weiter.<\/p>\n<p>                Leseprobe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">\nOb sich wirklich diese Technologie durchsetzen wird, ist alles andere als ausgemacht. Und ob es ausreichen wird, unsere Lebensweise so fortzuf\u00fchren wie bisher, nur eben gr\u00fcner &#8211; diese Frage stellen Toralf Staud und Benjamin von Brackel nicht. Trotzdem gelingt es ihnen, wissenschaftliche Erkenntnisse lebendig zu vermitteln. Auf dieser Grundlage zeigen sie eindrucksvoll, dass beim Klimaschutz viel mehr m\u00f6glich w\u00e4re, als im Moment getan wird.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/coverkippunkt-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/coverkippunkt-100.webp\" alt=\"Cover Toralf Staud Benjamin von Brackel &quot;Am Kipppunkt&quot;\" title=\"Cover Toralf Staud Benjamin von Brackel &quot;Am Kipppunkt&quot; | Kiepenheuer&amp;Witsch\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>        <\/a><\/p>\n<p>      Am Kipppunkt<\/p>\n<p>von Toralf Staud und Benjamin von Brackel<\/p>\n<dl>\n<dt class=\"dtHidden\">Seitenzahl:<\/dt>\n<dd>384 Seiten<\/dd>\n<dt class=\"dtHidden\">Genre:<\/dt>\n<dd>Sachbuch<\/dd>\n<dt>Verlag:<\/dt>\n<dd>KiWi-Paperback<\/dd>\n<dt>ISBN:<\/dt>\n<dd>978-3-462-00790-9<\/dd>\n<dt>Preis:<\/dt>\n<dd>20,00 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Klimawandel-Sachbuch &#8222;Am Kipppunkt&#8220;: Warum es noch Hoffnung gibt (5 Min) Stand: 23.06.2025 15:07 Uhr Das Klima steht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":212967,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-212966","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114732879538613672","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/212966","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=212966"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/212966\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/212967"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=212966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=212966"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=212966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}