{"id":212968,"date":"2025-06-23T13:19:10","date_gmt":"2025-06-23T13:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212968\/"},"modified":"2025-06-23T13:19:10","modified_gmt":"2025-06-23T13:19:10","slug":"rtl-ntv-trendbarometer-deutliche-mehrheit-befuerwortet-verdopplung-der-verteidigungsausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/212968\/","title":{"rendered":"RTL\/ntv-Trendbarometer: Deutliche Mehrheit bef\u00fcrwortet Verdopplung der Verteidigungsausgaben"},"content":{"rendered":"<p>                    RTL\/ntv-Trendbarometer<br \/>\n                Deutliche Mehrheit bef\u00fcrwortet Verdopplung der Verteidigungsausgaben<\/p>\n<p>\t\t\t\t              23.06.2025, 14:48 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Nato-Staaten wollen die j\u00e4hrlichen Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben. Eine deutliche Mehrheit der Bev\u00f6lkerung tr\u00e4gt solch einen Schritt mit. Auch weil eine Mehrheit die russische Bedrohung f\u00fcr real h\u00e4lt &#8211; und kaum jemand noch den USA vertraut.<\/strong><\/p>\n<p>Die Nato-Staaten erzielen vor ihrem Gipfeltreffen eine Einigung \u00fcber die Erh\u00f6hung ihrer Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2035. Die Pl\u00e4ne sehen 3,5 Prozent des BIP f\u00fcr reine Verteidigungsausgaben und 1,5 Prozent f\u00fcr verteidigungsrelevante Ausgaben wie Infrastrukturma\u00dfnahmen vor. Zumindest die Bundesregierung hat hierf\u00fcr momentan einen R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung. 66 Prozent der Befragten gaben im RTL\/ntv-Trendbarometer an, sie f\u00e4nden es richtig, wenn Deutschland seine Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2032 verdoppeln w\u00fcrde. 32 Prozent f\u00e4nden eine solche Entwicklung nicht richtig.<\/p>\n<p>Im Osten liegt die Zustimmung mit 58 zu 67 Prozent signifikant niedriger als im Westen. Mit Mehrheiten zwischen 72 und 79 Prozent sind vor allem Anh\u00e4nger von CDU, CSU, SPD und Gr\u00fcnen f\u00fcr eine Verdopplung der Verteidigungsausgaben zu haben. Mit einer knappen Mehrheit von 52 Prozent zeigen sich die Anh\u00e4nger der AfD eher gespalten \u00fcber diese Frage. Unter den Linke-Anh\u00e4ngern lehnen 56 Prozent eine Verdopplung der Verteidigungsausgaben ab, aber 40 Prozent sind daf\u00fcr &#8211; f\u00fcr eine nach ihrem Selbstverst\u00e4ndnis pazifistische Partei wie die Linke ein immer noch erstaunlich hoher Wert.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Bereitschaft zu deutlich erh\u00f6hten Verteidigungsausgaben speist sich wom\u00f6glich aus einem gestiegenen Unsicherheitsgef\u00fchl. Dass Russland in den kommenden Jahren ein Nato-Land angreift, halten im neuen Trendbarometer 61 Prozent der Befragten f\u00fcr m\u00f6glich, im Februar 2024 waren es noch 58 Prozent. Die Bedrohungswahrnehmung unterscheidet sich dabei kaum zwischen Ost und West. Unter den Anh\u00e4ngern aller im Bundestag vertretenen Parteien bef\u00fcrchtet jeweils eine Mehrheit einen solchen Angriff &#8211; mit Werten von 64 Prozent unter den Unionsanh\u00e4ngern bis 85 Prozent unter den Gr\u00fcnen-Anh\u00e4ngern. Einzig bei der AfD liegt der Anteil derjenigen, die einen russischen Angriff auf Nato-Gebiet f\u00fcr m\u00f6glich halten, mit 39 Prozent unter der Gruppe jener, die das nicht erwarten (60 Prozent).<\/p>\n<p>Parallel zum Eindruck der gestiegenen Bedrohung w\u00e4chst die Wahrnehmung, dass sich Deutschland nicht l\u00e4nger auf den Schutz durch Washington verlassen k\u00f6nne. Nur 18 Prozent der Befragten stufen die USA noch als &#8222;verl\u00e4sslichen Partner&#8220; ein. Das sind zwar drei Prozentpunkte mehr als noch im M\u00e4rz, aber immer noch deutlich weniger als im Februar. Damals hielten noch 24 Prozent der Befragten die USA f\u00fcr verl\u00e4sslich. <\/p>\n<\/p>\n<p>Ohne die Anh\u00e4nger der AfD, von denen 33 Prozent die USA als verl\u00e4sslichen Partner einstuften, w\u00e4re der Gesamtwert noch schlechter: 16 Prozent der Unionsanh\u00e4nger, 12 Prozent der Anh\u00e4nger von SPD und Linke sowie nur 11 Prozent der Gr\u00fcnen-Anh\u00e4nger halten die USA f\u00fcr zuverl\u00e4ssig. Und obwohl der Anteil der AfD im Osten deutlich h\u00f6her ist, ist die USA-Skepsis im Osten gr\u00f6\u00dfer als im Westen: 9 Prozent der ostdeutschen Befragten und 19 Prozent der westdeutschen Partner halten die USA f\u00fcr zuverl\u00e4ssig. <\/p>\n<p>Ebenfalls auff\u00e4llig: Kaum einer der Befragten zog sich auf die Antwortm\u00f6glichkeit zur\u00fcck, keine Meinung zu haben. So sagten 88 Prozent der Anh\u00e4nger von SPD, Gr\u00fcnen und Linken sowie 83 Prozent der Anh\u00e4nger von CDU und CSU, die USA seien kein verl\u00e4sslicher Partner f\u00fcr Deutschland. Gerade f\u00fcr die traditionell westorientierte Union ist der Wert erstaunlich. Zwischen Deutschland und den USA ist seit den ersten Jahren unter US-Pr\u00e4sident Donald Trump offensichtlich viel Vertrauen kaputtgegangen.<\/p>\n<p>Die Bereitschaft, mehr Steuerausgaben f\u00fcr die Verteidigung Deutschlands auszugeben, geht nicht mit einem breiten Wunsch nach mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine einher. Der Aussage &#8222;Falls die USA ihre finanzielle und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine k\u00fcnftig deutlich reduzieren oder sogar einstellen, sollte Deutschland seine finanziellen Hilfen f\u00fcr die Ukraine erh\u00f6hen&#8220; stimmten 42 Prozent der Befragten zu. 52 Prozent verneinten. Im Osten liegt die Zustimmung bei nur 35 zu 58 Prozent. Allerdings hat die schwarz-rote Koalition im Bund die Mehrheit der eigenen Anh\u00e4nger hinter sich: 55 Prozent der Unionsanh\u00e4nger und 60 Prozent der SPD-Anh\u00e4nger bef\u00fcrworten mehr Geld f\u00fcr die Ukraine, wenn die USA wegbrechen. Bei den Gr\u00fcnen-Anh\u00e4ngern sind es gar 77 Prozent und bei denen der AfD nur 12 Prozent. 83 Prozent der AfD-Anh\u00e4nger sind dagegen, dass mehr Geld in die Ukraine flie\u00dft.<\/p>\n<p> Auch eine Aufnahme in die Nato sieht eine wachsende Zahl an Befragten skeptisch. Der Anteil der Befragten, die eine langfristige Aufnahme bef\u00fcrworten, liegt seit M\u00e4rz 2023 stabil bei um die 50 Prozent. Dagegen ist der Anteil derjenigen, die eine m\u00f6glichst schnelle Aufnahme bef\u00fcrworten, seit Juli 2023 von 20 auf 14 Prozent gefallen. Das Lager derjenigen, die einen Nato-Beitritt der Ukraine g\u00e4nzlich ablehnen, ist im gleichen Zeitraum von 26 auf 33 Prozent angewachsen.<\/p>\n<p>Die Daten zum RTL\/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 19. und 20. Juni erhoben. Datenbasis: 1004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus\/minus 3 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu Forsa <a href=\"https:\/\/forsa.de\/methoden\/\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<br \/><a href=\"https:\/\/media.rtl.com\/news\/allemarken\/umfragen\/\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"RTL\/ntv-Trendbarometer Deutliche Mehrheit bef\u00fcrwortet Verdopplung der Verteidigungsausgaben 23.06.2025, 14:48 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. 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