{"id":213437,"date":"2025-06-23T17:27:09","date_gmt":"2025-06-23T17:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/213437\/"},"modified":"2025-06-23T17:27:09","modified_gmt":"2025-06-23T17:27:09","slug":"vera-c-rubin-observatorium-liefert-erste-bilder-aus-dem-all-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/213437\/","title":{"rendered":"Vera C. Rubin-Observatorium liefert erste Bilder aus dem All"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Unz\u00e4hlige helle Sterne, bunte Wolken aus Staub und Gas, spiralf\u00f6rmige Galaxien: Die ersten Bilder aus den Tiefen des Weltraums, die das Vera C. Rubin-Observatorium am Montag ver\u00f6ffentlicht hat, bringen Astronominnen und Astronomen weltweit zum Staunen. Das eine Bild zeigt einen kleinen Ausschnitt des Virgo-Galaxienhaufens, das andere den Trifidnebel, der mehrere tausend Lichtjahre von der Erde entfernt ist. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die Aufnahme zeigt einen kleinen Ausschnitt des Virgo-Galaxienhaufens. Zu sehen sind unter anderem zwei auff\u00e4llige Spiralgalaxien (unten rechts), drei verschmelzende Galaxien (oben rechts), mehrere Gruppen ferner Galaxien und zahlreiche Sterne in der Milchstra\u00dfe. \" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1750699629_570_573EN4XJAZMGNICMT2GJAI5EXQ.jpeg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Die Aufnahme zeigt einen kleinen Ausschnitt des Virgo-Galaxienhaufens. Zu sehen sind unter anderem zwei auff\u00e4llige Spiralgalaxien (unten rechts), drei verschmelzende Galaxien (oben rechts), mehrere Gruppen ferner Galaxien und zahlreiche Sterne in der Milchstra\u00dfe. <\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: &#8212;\/NSF-DOE Vera C. Rubin Observ<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Diese Bilder sind erst der Anfang einer neuen \u00c4ra der Weltraumforschung, die das Vera C. Rubin-Observatorium einleitet &#8211; ein Projekt der US-amerikanischen National Science Foundation und des US Department of Energy\u2019s Office of Science. Hoch oben in den chilenischen Anden soll das Teleskop zehn Jahre lang den Himmel der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re vermessen. Dabei kommt die gr\u00f6\u00dfte jemals gebaute Digitalkamera zum Einsatz. <\/p>\n<p>Eine Kamera der Superlative<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der 2,8 Tonnen schwere Apparat, der eine Bildgr\u00f6\u00dfe von zehn Quadratgrad hat \u2013 das entspricht etwa der 50-fachen Fl\u00e4che des Vollmonds \u2013, ist das Herzst\u00fcck des Observatoriums. Sie tr\u00e4gt den Namen \u201eLegacy Survey of Space and Time\u201c (LSST), was auf Deutsch etwa \u201eVerm\u00e4chtnis-Durchmusterung von Raum und Zeit\u201c bedeutet. Ungef\u00e4hr alle 40 Sekunden lichtet sie eine andere Region des s\u00fcdlichen Himmels ab. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eMit beeindruckenden 3200 Megapixeln liefert jedes aufgenommene Bild so viele Details, dass man einen Golfball aus 25 Kilometern Entfernung erkennen k\u00f6nnte\u201c, schrieb Noelia No\u00ebl, Astrophysikerin von der britischen University of Surrey, in einem Beitrag f\u00fcr <a href=\"https:\/\/theconversation.com\/a-new-observatory-is-assembling-the-most-complete-time-lapse-record-of-the-night-sky-ever-258231\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" title=\"https:\/\/theconversation.com\/a-new-observatory-is-assembling-the-most-complete-time-lapse-record-of-the-night-sky-ever-258231\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/theconversation.com\/a-new-observatory-is-assembling-the-most-complete-time-lapse-record-of-the-night-sky-ever-258231\">\u201eThe Conversation\u201c<\/a> dazu. Mithilfe der Beobachtungen soll am Ende eine hochaufl\u00f6sende Zeitrafferaufnahme des sich ver\u00e4ndernden Nachthimmels entstehen.<\/p>\n<p>Viele Daten, viele Forschungsans\u00e4tze<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Forschende erwarten einen Datensatz mit rund 40 Milliarden Himmelsobjekten \u2013 darunter Sterne der Milchstra\u00dfe, Schwarze L\u00f6cher, ferne Galaxien und auch Objekte unseres Sonnensystems wie Asteroiden, die sich entwickeln und ver\u00e4ndern. \u201eDas ist Astronomie nicht als statische Momentaufnahme, sondern als kosmische Geschichte, die sich Nacht f\u00fcr Nacht entfaltet\u201c, so No\u00ebl. Jede Nacht kommen etwa 20 Terabyte an Daten zusammen. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eDas Datenvolumen, das neue Teleskope aufzeichnen, ist beispiellos, auch dank eines Booms von Durchmusterungsteleskopen wie Vera Rubin\u201c, sagte Esra Bulbul, Astronomin am Max-Planck-Institut f\u00fcr extraterrestrische Physik. \u201eDas macht es f\u00fcr uns Forschende der Astronomie und der theoretischen Astrophysik besonders spannend, denn die Menge an Daten und ihre immer h\u00f6here Pr\u00e4zision und Qualit\u00e4t wird uns wohl erlauben, ganz neue Physik zu entdecken.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Das in Chile gelegene Vera C. Rubin-Observatorium hat freie Sicht auf den Nachthimmel.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1750699629_568_SN7OTXXWMBNF3JBUYD3FL6NTPE.jpeg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Das in Chile gelegene Vera C. Rubin-Observatorium hat freie Sicht auf den Nachthimmel.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: H. Stockebrand\/NSF-DOE Vera C. R<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Teleskop hat Blick auf Asteroiden<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Allein f\u00fcnf Millionen neue Asteroiden hoffen Astronominnen und Astronomen in der Region zwischen Mars und Jupiter, dem Asteroideng\u00fcrtel, aufzusp\u00fcren. Derzeit sind dort 1,4 Millionen bekannt. Hinzu kommen mehrere Hunderttausend Asteroiden auf anderen Bahnen. Manche dieser Objekte k\u00f6nnen sich der Erde n\u00e4hern und stellen deshalb potenziell eine Gefahr dar. Fachleute hoffen, die Zahl der bekannten erdnahen Asteroiden um das Zehnfache zu steigern und so immerhin 70 Prozent der gef\u00e4hrlichen Objekte mit Gr\u00f6\u00dfen oberhalb von 140 Metern zu erfassen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Und auch das \u00e4u\u00dfere Sonnensystem jenseits der Neptunbahn soll mit dem Vera C. Rubin-Observatorium einer gr\u00fcndlichen Inventur unterzogen werden. Dort schwirrt eine gro\u00dfe Zahl eisiger Objekte herum, darunter f\u00fcnf Zwergplaneten wie Pluto, die sich seit der Entstehung des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren kaum ver\u00e4ndert haben. Die Erforschung dieser fernen Eiswelten k\u00f6nnte den Astronominnen und Astronomen neue Erkenntnisse \u00fcber die Fr\u00fchzeit des Sonnensystems liefern.<\/p>\n<p>Das Geheimnis der Dunklen Materie<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die ersten Ideen f\u00fcr ein gro\u00dfes Teleskop zur Himmelsdurchmusterung kursierten bereits Anfang der 1990er-Jahre. Damals stand im Zentrum des Vorhabens die Entr\u00e4tselung der mysteri\u00f6sen Dunklen Materie.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die h\u00e4lt Galaxien und Galaxienhaufen zusammen: Die in Form von Sternen und Gaswolken sichtbare Materie reicht bei Weitem nicht aus, um mit ihrer Anziehungskraft die Fliehkr\u00e4fte auszugleichen. Die beobachteten Bewegungen sind zu schnell, Galaxien und Galaxienhaufen w\u00fcrden ohne die zus\u00e4tzliche Masse \u2013 eben die Dunkle Materie \u2013 in astronomisch kurzer Zeit auseinanderfliegen. Und obwohl es im Kosmos f\u00fcnfmal so viel Dunkle Materie gibt wie normale Materie \u2013 also den Stoff, aus dem Sterne, Planeten und wir Menschen sind \u2013 wei\u00df bislang niemand, woraus die Dunkle Materie besteht.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Indem das Vera C. Rubin-Observatorium die Form und Anordnung mehrerer Milliarden Galaxien erfasst, erhoffen sich Forscherinnen und Forscher, mehr \u00fcber die physikalische Natur der Dunklen Materie herauszufinden. Genauso wie \u00fcber die Dunkle Energie, die f\u00fcr die beschleunigte Ausdehnung des Universums verantwortlich sein k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Noch Unentdecktes sichtbar machen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Gesamtkosten des Vera C. Rubin-Observatoriums betragen etwa 800 Millionen Dollar, f\u00fcr den Betrieb werden pro Jahr 20 bis 30 Millionen Dollar ben\u00f6tigt. Benannt ist das Observatorium nach der US-amerikanischen Astronomin Vera Rubin, die die ersten eindeutigen Hinweise auf Dunkle Materie lieferte \u2013 genau jenes Ph\u00e4nomen, das das Teleskop untersuchen soll.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im Jahr 2011 begann der Bau der neuen Sternwarte auf dem 2700 Meter hohen Cerro Pach\u00f3n. Dieser H\u00f6henzug ist seit Langem f\u00fcr seine guten Sichtverh\u00e4ltnisse bekannt \u2013 in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich mit Gemini South ein weiteres Gro\u00dfteleskop. Am 12. M\u00e4rz dieses Jahres wurde die LSST-Kamera installiert und die finale Testphase des Observatoriums begann.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der wissenschaftliche Betrieb startet nun am 23. Juni. Und wie immer, wenn Forscherinnen und Forscher mit neuen Instrumenten weiter ins All vorsto\u00dfen, ist mit \u00dcberraschungen zu rechnen. \u201eDie Entdeckungen k\u00f6nnten zur Entstehung ganz neuer Bereiche der Astronomie f\u00fchren\u201c, sagte Adam Miller von der Northwestern University in den USA. \u201eSehr wahrscheinlich wird Rubin Dinge finden, von deren Existenz jetzt noch niemand etwas ahnt.\u201c<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">RND\/dpa\/lb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unz\u00e4hlige helle Sterne, bunte Wolken aus Staub und Gas, spiralf\u00f6rmige Galaxien: Die ersten Bilder aus den Tiefen des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":213288,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[29,30,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-213437","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-science","11":"tag-science-technology","12":"tag-technik","13":"tag-technology","14":"tag-wissenschaft","15":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114733858564665252","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=213437"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213437\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/213288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=213437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=213437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=213437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}