{"id":213616,"date":"2025-06-23T19:07:01","date_gmt":"2025-06-23T19:07:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/213616\/"},"modified":"2025-06-23T19:07:01","modified_gmt":"2025-06-23T19:07:01","slug":"solaranlagen-und-oeko-strom-wie-steinhagen-klimaschutz-vorantreibt-haller-kreisblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/213616\/","title":{"rendered":"Solaranlagen und \u00d6ko-Strom: Wie Steinhagen Klimaschutz vorantreibt | Haller Kreisblatt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Steinhagen. Bereits seit 2008 erarbeiten die Gemeindewerke Steinhagen und das Umwelt- und Klimaschutzmanagement j\u00e4hrlich einen Energiebericht mit dem Ziel, die gr\u00f6\u00dften Sparpotenziale in den \u00f6ffentlichen Einrichtungen zu finden, um dem Klimawandel entgegenzuarbeiten. Warum das n\u00f6tig ist, beschreiben die Verfasser schon in den ersten S\u00e4tzen der neuen Auflage.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">\u201eDer Sommer 2024 war in Nordrhein-Westfalen erneut deutlich zu warm und damit ein weiteres Beispiel f\u00fcr den fortschreitenden Klimawandel. Mit einem Mittelwert von 18,1 \u00b0C lag die durchschnittliche Sommertemperatur sp\u00fcrbar \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Vergleichswert der Referenzperiode, die bei 16,3 \u00b0C liegt. Dies entspricht einer positiven Abweichung von plus 1,8 \u00b0C\u201c, statuieren die Verfasser des neuen Energieberichts. Zur Erinnerung: Die Welt hatte sich mal darauf geeinigt, die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 \u00b0C zu begrenzen.<\/p>\n<p>Unberechenbares Wetter ist in Steinhagen das neue Normal<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Au\u00dfergew\u00f6hnlich warme Jahre seien keine Ausnahme mehr, sondern Teil der \u201eneuen Normalit\u00e4t\u201c, so die Steinhagener Klimasch\u00fctzer. Bemerkenswert sei 2024 vor allem die \u201eanhaltend hohe Grundtemperatur\u201c gewesen, kombiniert mit \u201eheftigen Niederschlagsereignissen\u201c und \u00dcberschwemmungen. Das Wetter zeige eine neue \u201eDynamik und Unberechenbarkeit\u201c.<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Der neue Bericht schl\u00fcsselt den klimatischen Fu\u00dfabdruck der Steinhagener Verwaltung und der gemeindeeigenen Einrichtungen in vier Kategorien auf, dem Strom-, W\u00e4rme- und Wasserverbrauch sowie den Kohlendioxid-Emissionen. Er soll erm\u00f6glichen, den Klimaschaden, den die Gemeinde insgesamt verursacht, \u00fcber Jahrzehnte zu vergleichen und so Verbesserungen zu planen und zu dokumentieren.<\/p>\n<p>So viel Strom verbrauchen Schulen und Co.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Die Gemeinde Steinhagen besitzt 23 \u201eLiegenschaften\u201c, also Geb\u00e4ude und andere Einrichtungen, wie Schulen, das Rathaus oder auch das Abwasserwerk. In den untersuchten Liegenschaften zuz\u00fcglich der Stra\u00dfenbeleuchtung wurden 2024 insgesamt 2.992.751 kWh Strom verbraucht. Zum Vergleich: Im Durchschnitt verbraucht ein Deutscher rund 1.445 kWh Strom im Jahr (nach Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft). Die Stromrechnung der Gemeinde entspricht also der von etwas mehr als 2.000 Single-Haushalten.<\/p>\n<p id=\"absatz7\"><b class=\"bold\">Amtliche Warnung:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/region\/nrw\/24118264_Erst-Hitze-dann-Unwetter-Wetter-zeigt-seine-extreme-Seite.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Was uns der Sommer 2025 bringt<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Beim selbstverordneten Ziel, die Gemeinde gr\u00fcner zu machen, ist es also sinnvoll, bei den \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden zu beginnen. Allerdings verbrauchen nat\u00fcrlich nicht alle Einrichtungen gleich viel Strom. Ein Ranking \u00fcber den Stromverbrauch, welches das Umwelt- und Klimaschutzmanagement nun errechnete, ergibt, dass mehr als 80 Prozent des Stroms in nur f\u00fcnf Liegenschaften der Gemeinde Steinhagen zuz\u00fcglich der Stra\u00dfenbeleuchtung verbraucht wurden.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Stromfresser sind demnach das Abwasserwerk, die Stra\u00dfenbeleuchtung, die Realschule, die Mensa und das Gymnasium. Wobei das Abwasserwerk allein fast 50 Prozent des Verbrauchs der \u00f6ffentlichen Einrichtungen der Gemeinde ausmacht.<\/p>\n<p>Digitalisierung erh\u00f6ht Stromrechnung der Schulen<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Gleichzeitig gehen die Verfasser des Energieberichtes davon aus, dass der Stromverbrauch der Schulen tendenziell steigt. \u201eDie Ausstattung der Schulen mit Active-Panels und die Nutzung von Tablets in den Klassen wird die Stromverbr\u00e4uche der Schulgeb\u00e4ude deutlich erh\u00f6hen\u201c, so die Erwartung. Nicht nur die digitalen Tafeln und die Sch\u00fcler-Computer selbst, sondern auch die Cloud-Dienste, Updates und die restliche Infrastruktur w\u00fcrden \u201eerhebliche\u201c Auswirkungen haben.<\/p>\n<p>Selbst gemachter Strom senkt den Klima-Fu\u00dfabdruck<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Viele gemeindeeigene Geb\u00e4ude nutzen bereits Photovoltaik-Anlagen. Im vergangenen Jahr hat die Steinhagener Verwaltung noch einmal kr\u00e4ftig gebaut. So wurde am Rathaus eine PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 73 Kilowatt-Peak (kWp) samt Speicher in Betrieb genommen. An der Grundschule Steinhagen entstand eine PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von knapp 30 kWp samt Speicher, an der Grundschule Laukshof eine PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 28 kWp samt Speicher, an der Grundschule Amshausen eine Anlage mit einer Gesamtleistung von 14 kWp samt Speicher. Au\u00dferdem bekam die Kita Str\u00f6hen eine PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 25 kWp samt Speicher. Insgesamt wurden auf den D\u00e4chern der Immobilien also 170 kWp Leistung installiert. Dazu kommen Bestandsanlagen, zum Beispiel auf dem Biofilter des Abwasserwerkes oder auf der Schulzentrums-Mensa.<\/p>\n<p id=\"absatz12\"><b class=\"bold\">Mehr zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/region\/nrw\/24121102_In-diesen-Teilen-von-OWL-koennte-das-Grundwasser-knapp-werden.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wo in OWL das Grundwasser knapp wird<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Au\u00dferdem nutzt die Gemeinde schon seit langem kleine Kraftwerke, um Strom und W\u00e4rme f\u00fcr gro\u00dfe Geb\u00e4ude selbst zu erzeugen. Im Jahr 2011 wurden f\u00fcnf Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Drei der Grundschulen, das Rathaus sowie die Kl\u00e4ranlage wurden mit jeweils einem solchen BHKW ausgestattet. Das Blockheizkraftwerk der Kl\u00e4ranlage wird fast vollst\u00e4ndig mit selbsterzeugtem Kl\u00e4rgas betrieben.<\/p>\n<p>Wie viel Wasser wird verbraucht?<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Alles in allem verbrauchte die Gemeinde in den \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden im vergangenen Jahr 16.663.000 Liter Wasser. Den h\u00f6chsten Anteil daran hat das Abwasserwerk mit einem Gesamtverbrauch von 3.734.000 Litern. Danach folgen die Realschule (2.739.000 Liter) und das Gymnasium (1.798.000 Liter). Ein einzelner B\u00fcrger braucht etwa 45.000 Liter Wasser pro Jahr.<\/p>\n<p>Wie hoch ist die Energierechnung der Gemeinde?<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Die Gesamtverbrauchskosten f\u00fcr die 23 Liegenschaften plus Stra\u00dfenbeleuchtung lag 2024 bei knapp 1.848.000 Euro. Die h\u00f6chsten Kosten verursacht dabei das Abwasserwerk mit rund 410.000 Euro. Das sind etwa 22 Prozent der Gesamtkosten. Auf dem zweiten Platz folgt die Realschule mit 327.000 Euro. An dritter Stelle liegt das deutlich neuere Gymnasium mit Kosten von 215.000 Euro. F\u00fcr die Beleuchtung fielen insgesamt 164.000 Euro an. Das entspricht rund 9 Prozent. Bereits seit 2011 bezieht die Gemeinde ausschlie\u00dflich \u201egr\u00fcnen\u201c \u00d6kostrom, der aus regenerativen Quellen stammt.<\/p>\n<p id=\"absatz16\">Der Energiebericht ist \u00f6ffentlich einsehbar und findet sich <a href=\"https:\/\/ratsinfo.steinhagen.de\/sdnetrim\/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZfqL71YxCuTwuJ5m5B8oikctCsKiO4yntou0X71VV9FT\/Energiebericht_der_Gemeinde_Steinhagen_2024.pdf\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">hier<\/a> auf der Homepage des Rathauses. Er wird am Dienstag, 24. Juni, im Ausschuss f\u00fcr Klima und Umwelt im Ratssaal vorgestellt. <\/p>\n<p id=\"absatz17\"><b class=\"bold\">Aktuelle News bekommen Sie t\u00e4glich \u00fcber den <\/b><a data-auth=\"NotApplicable\" href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\"><b class=\"bold\">WhatsApp-Kanal des \u201eHK\u201c<\/b><\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Steinhagen. 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