{"id":214943,"date":"2025-06-24T07:22:09","date_gmt":"2025-06-24T07:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/214943\/"},"modified":"2025-06-24T07:22:09","modified_gmt":"2025-06-24T07:22:09","slug":"auskunft-ueber-produktionsablaeufe-eu-staaten-wollen-weitere-lockerungen-beim-lieferkettengesetz-erzielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/214943\/","title":{"rendered":"Auskunft \u00fcber Produktionsabl\u00e4ufe: EU-Staaten wollen weitere Lockerungen beim Lieferkettengesetz erzielen"},"content":{"rendered":"<p>                    Auskunft \u00fcber Produktionsabl\u00e4ufe<br \/>\n                EU-Staaten wollen weitere Lockerungen beim Lieferkettengesetz erzielen <\/p>\n<p>\t\t\t\t              24.06.2025, 08:57 Uhr<\/p>\n<p><b>Die EU-Mitgliedstaaten setzen sich beim Lieferkettengesetz f\u00fcr weitere Zugest\u00e4ndnisse an die Wirtschaft ein. Neben des schon beschlossenen Aufschubs der Vorgaben auf 2028 verst\u00e4ndigten sich die Vertreter der 27 L\u00e4nder am Montagabend in Br\u00fcssel darauf, dass die Regeln f\u00fcr deutlich weniger Unternehmen gelten sollen. Die Firmen sollen zudem weniger Daten zu ihren Produktionsketten liefern m\u00fcssen. Mit dem Gesetz will die EU eigentlich Unternehmen mit mehr als 1000 Besch\u00e4ftigten und 450 Millionen Euro Jahresumsatz f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in ihrer Produktion in die Pflicht nehmen. <\/b><\/p>\n<p>Diese Schwelle wollen die Regierungen der EU-L\u00e4nder nun anheben, auf mindestens 5000 Besch\u00e4ftigte und einen Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro. Das entspr\u00e4che einem Lieferkettengesetz, wie es derzeit in Frankreich in Kraft ist. Das deutsche Gesetz schreibt, wie bislang auf EU-Ebene vorgesehen war, Regeln f\u00fcr Unternehmen mit mehr als 1000 Besch\u00e4ftigten vor, die schwarz-rote Bundesregierung will es aber ohnehin abschaffen.<\/p>\n<p>Nach Vorstellung einer Mehrheit im Rat der Mitgliedstaaten sollen die k\u00fcnftigen EU-Regeln zudem weiter gelockert werden. Die betroffenen Firmen sollen etwa nicht mehr in ihrer gesamten Lieferkette die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards sicherstellen m\u00fcssen, sondern nur noch bei ihren direkten Zulieferern. Die Regierungen wollen zudem weniger detaillierte Angaben von den Unternehmen einfordern, strenge Vorgaben soll es nur noch f\u00fcr Lieferketten mit einem besonders hohen Risiko geben.<\/p>\n<p>Die EU-L\u00e4nder wollen zudem eine bislang vorgesehene EU-weite zivilrechtliche Haftung f\u00fcr die Vorgaben abschaffen. Klagen gegen Unternehmen wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Gesetz w\u00fcrden damit erschwert. Gerichtsverfahren hingen von der Rechtsprechung im jeweiligen EU-Land ab. Der Rat der 27 Mitgliedstaaten muss nun mit dem Europaparlament \u00fcber die Lockerungen beraten, die Abgeordneten haben dazu noch keine Verhandlungsposition verabschiedet. Ein Aufschub des Gesetzes ist hingegen schon beschlossen: Die ersten Regeln gelten ab dem 26. Juli 2028, ein Jahr sp\u00e4ter als zuvor geplant.<\/p>\n<p>Sowohl Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als auch Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hatten in den vergangenen Wochen gefordert, das Lieferkettengesetz ganz abzuschaffen. In Berlin sorgte das f\u00fcr Spannungen, Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan und Finanzminister Lars Klingbeil (beide SPD) widersprachen Merz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auskunft \u00fcber Produktionsabl\u00e4ufe EU-Staaten wollen weitere Lockerungen beim Lieferkettengesetz erzielen 24.06.2025, 08:57 Uhr Die EU-Mitgliedstaaten setzen sich beim&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":201596,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,69099,548,69101,663,158,3934,3935,13,14423,69102,14,15,69100,12],"class_list":{"0":"post-214943","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-auskunft","11":"tag-eu","12":"tag-eu-staaten","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-headlines","18":"tag-lieferkettengesetz","19":"tag-lockerungen","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-produktionsablaeufe","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114737141810517638","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/214943","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=214943"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/214943\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/201596"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=214943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=214943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=214943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}