{"id":21502,"date":"2025-04-10T18:26:14","date_gmt":"2025-04-10T18:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/21502\/"},"modified":"2025-04-10T18:26:14","modified_gmt":"2025-04-10T18:26:14","slug":"die-koalition-der-willigen-hofft-weiter-auf-die-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/21502\/","title":{"rendered":"Die &#8222;Koalition der Willigen&#8220; hofft weiter auf die USA"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 10.04.2025 19:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Gro\u00dfbritannien und Frankreich wollen eine &#8222;Koalition der Willigen&#8220; zur Unterst\u00fctzung der Ukraine schmieden. Doch Wochen sp\u00e4ter sind zentrale Fragen ungekl\u00e4rt. Ein Treffen in Br\u00fcssel zeigt: Die &#8222;Willigen&#8220; schauen weiter in die USA.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/helga-schmidt-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Helga Schmidt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/helga-schmidt-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEigentlich wollte die &#8222;Koalition der Willigen&#8220; zeigen, dass man sich milit\u00e4risch von den Amerikanern emanzipiert. Aber beim Treffen im NATO-Hauptquartier vermied fast keiner der europ\u00e4ischen Verteidigungsminister, auf die Bedeutung der amerikanischen Unterst\u00fctzung hinzuweisen. Nach wie vor. Trotz allem.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Werden Sie Schutztruppen f\u00fcr die Ukraine stellen, f\u00fcr die Zeit nach dem Krieg, um die Waffenruhe in der Ukraine abzusichern?&#8220; Auf diese Frage antworteten viele Minister mit dem Hinweis, dass es ganz ohne amerikanische R\u00fcckendeckung wohl nicht gehen werde. &#8222;Die Vereinigten Staaten bleiben entscheidend in der Frage&#8220;, erkl\u00e4rte der finnische Verteidigungsminister Antti H\u00e4kk\u00e4nen, amerikanische Truppen m\u00fcssten &#8222;irgendwie&#8220; dabei sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch von den Niederlanden, die bisher unter den Europ\u00e4ern neben Deutschland und D\u00e4nemark die umfangreichste Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr die Ukraine geleistet haben, war keine Bereitschaft zu h\u00f6ren, eine eventuelle Waffenruhe ohne US-R\u00fcckendeckung abzusichern. &#8222;Die Amerikaner an Bord zu haben, ist wirklich wichtig&#8220;, sinnierte der niederl\u00e4ndische Verteidigungsminister Ruben Brekelmans.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAus den Delegation anderer L\u00e4nder der Koalition waren \u00e4hnliche Vorbehalte zu h\u00f6ren. Hinter den vorsichtigen Formulierungen steckt die Sorge, dass aus einem Truppeneinsatz in der Ukraine zum Schutz einer Waffenruhe schnell eine sehr gef\u00e4hrliche Sache werden kann, weil auf der anderen Seite der Waffenstillstandslinie die Atommacht Russland steht.<\/p>\n<p>    Wenige wollen Soldaten abstellen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump hat allerdings schon vor Wochen ausgeschlossen, amerikanische Soldaten zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Verhandlungen \u00fcber eine Waffenruhe f\u00fchrt er mit Wladimir Putin, aber danach m\u00fcssten die Europ\u00e4er selbst f\u00fcr die n\u00f6tigen Schutzgarantien in der Ukraine sorgen, das ist die Linie Washingtons.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBisher sind nur wenige europ\u00e4ische Regierungen bereit, eigene Soldaten zu schicken. Offiziell war das bisher von Frankreich und Gro\u00dfbritannien zu h\u00f6ren, die Rede ist von 20.000 Soldaten, eventuell 30.000.\u00a0Die reichen nach einhelliger Experten-Einsch\u00e4tzung aber bei weitem nicht aus, um so etwas wie Sicherheit in der Ukraine zu garantieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd sie sollen auch nicht an der 1.400 Kilometer langen Ostgrenze des Landes stationiert werden, eher im Westen. Die Sicherung der Gebiete an der Frontlinie soll nach britisch-franz\u00f6sischen Vorstellungen auch im Fall einer Waffenruhe weiterhin bei den Ukrainern liegen. Sie will man unterst\u00fctzen, mit Trainingsmissionen und mit mehr Waffenlieferungen.<\/p>\n<p>    Viele offene Fragen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber wie s\u00e4he dann der Beitrag der &#8222;Koalition der Willigen&#8220; aus? Es gehe um die Sicherung des Luftraums und der Seewege, k\u00fcndigte der britische Verteidigungsminister John Healey zur Begr\u00fc\u00dfung seiner Amtskollegen aus rund 30 L\u00e4ndern an. Dann folgten Beratungen hinter verschlossenen T\u00fcren, an denen f\u00fcr Deutschland der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, teilnahm.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine viel diskutierte Frage dabei ist, welches Mandat eine Schutztruppe haben k\u00f6nnte. Frankreich als st\u00e4ndiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat kann sich Blauhelmtruppen mit einem Mandat der Vereinten Nationen vorstellen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Idee ist trotzdem unrealistisch, weil Russland, ebenfalls st\u00e4ndiges Sicherheitsratsmitglied, kaum einer Resolution zustimmen d\u00fcrfte, die nicht eindeutig russischen Interessen dient. Ganz zu schweigen vom Abstimmungsverhalten der Amerikaner im Sicherheitsrat, niemand kann das sicher vorhersagen.<\/p>\n<p>    An Begriffen mangelt es nicht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAlternativ kursieren lauter andere Begriffe wie R\u00fcckversicherungskr\u00e4fte, Schutztruppen, oder Garantiekontingente. Die Vielzahl der Benennungen kann allerdings nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass Russland wohl nur dann von einem Bruch einer etwaigen Waffenruhe und weiteren Angriffen abgehalten werden kann, wenn hinter dem westlichen Engagement nicht nur willige, sondern im Ernstfall auch handlungsbereite Kr\u00e4fte stehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den Generalst\u00e4ben werden Konzepte daf\u00fcr erarbeitet. Welche Regierungen am Ende gr\u00fcnes Licht geben f\u00fcr eine Mission, in der europ\u00e4ische Soldaten mit Waffen und mit dem Einsatz ihres Lebens k\u00e4mpfen, wenn russische Soldaten die Waffenruhe brechen &#8211; das ist ungewiss.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKonkreter d\u00fcrfte es an diesem Freitag werden, wenn die Verteidigungsminister in einem anderen Format zusammenkommen, der Ukraine-Kontaktgruppe. Die Entscheidungen werden ihnen dann leichter fallen &#8211; es geht nicht um die eigenen Soldaten, sondern um weitere Waffenlieferungen an die ukrainische Armee.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.04.2025 19:05 Uhr Gro\u00dfbritannien und Frankreich wollen eine &#8222;Koalition der Willigen&#8220; zur Unterst\u00fctzung der Ukraine schmieden. 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